Eichhof
Eichhof
-
11. März 1937. Anzeige P. Löblein verkauft Wallachen
Der Franke, 11. 3. 1937
(Vergrößern durch Anklicken des Bildes) -
12. März 1937. Anzeige P. Löblein verkauft Wallachen
Der Franke, 12. 3. 1937
(Vergrößern durch Anklicken des Bildes) -
14. Mai 1933, Richtfest auf dem Eichhof
Niederstetten, 14. Mai. (Richtfest auf der Siedlung Eichhof.) Anläßlich der Aufrichtung des letzten Neubaues der Bauernsiedlung Eichhof lud die "Württ. Landsiedlung G. m. b. H., Stuttgart", zu einer schlichten Feier auf dem Eichhof ein. Anwesend waren Staatskommissar Arnold, Präsident Aichele, Landwirtschaftskammer, Oekonomierat Hege und Geschäftsführer der Landsiedlung, Herter. Außerdem fanden sich ein Herr Landrat Wöhrle, die Stadtverwaltung, der Gemeinderat, die Vertreter der Behörden von Niederstetten und die Beteiligten an der Bezirksschulversammlung, die am Vormittag in Niederstetten stattfand. Geschäftsführer Herter und Architekt Brett führten zunächst die zahlreichen Gäste durch die Neubauten der Siedlung und erklärten deren zweckmäßige Einteilung und Ausstattung. Anschließend daran folgte eine Führung durch die zur Siedlung gehörigen Felder, wobei Oekonomierat Hege die Bewirtschaftung und Verteilung der Grundstücke erläuterte. Die eigentliche Feier des Richtfestes wurde vom Geschäftsführer Herter geleitet und von Chorgesängen der anwesenden Lehrer umrahmt. Präsident Aichele schilderte zunächst wie die Siedlung zustande kam. Der Eichhof soll Muster sein für kommende Siedlungen, er soll sein ein Stein zum Aufbau des neuen deutschen Reiches. Staatskommissar Arnold übermittelte Größe von Staatsrat Lehnich. Arbeitsdienst und Siedlungen sind wichtige Bestandteile im Vierjahresplan des Führers. Die Rettung des Bauernstandes, des Grundpfeilers des Volkes, ist die vornehmste Aufgabe der nationalen Regierung. Der besten Größe und Wünsche der Landwirtschaftskammer brachte Dr. Grammer als deren Vertreter zum Ausdruck. Mit beredten Worten gab Bürgermeister Schroth seiner Freude darüber Ausdruck, daß die erste württembergische Siedlung in der Gemeinde Niederstetten entstanden ist. Er dankte allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Steuerliche Erleichterung für die Siedler in den kommenden Jahren soll ein äußeres Zeichen des Dankes sein. Grüße übermittelte Bürgermeister Schroth vom Landw. Bezirksverein, von der Zuchtviehgenossenschaft, von Herrn Amtsgerichtsrat v. Baur-Langenburg und dem Gemeindeverband Ingelfingen-Hohebach, der der Siedlung die Straßenbeleuchtung kostenlos zur Verfügung stellt. – Großes Interesse wurde auch dem Lager sowie der Tätigkeit des freiwilligen Arbeitsdienstes entgegengebracht. - Mögen den Siedlern auf eigener Scholle glückliche Zeiten winken!
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 111, 15. 5. 1933, S. 4)
-
15. August 1929. Motorradunfall Eichhof - Niederstetten
Niederstetten, 15. Aug. (Ausschlagendes Pferd). Abends ereignete sich auf der Straße Eichhof - Niederstetten ein Motorradunfall. Das Sattelpferd eines nicht beleuchteten Fuhrwerks hat beim Vorbeifahren des Motorrads mit voller Wucht hinausgeschlagen, die Maschine getroffen und beschädigt. Führer und Beisitzer kamen zum Sturz und es erlitt vor allem der Führer des Motorrades erhebliche Verletzungen an Kopf und Körper. Der Beisitzer zog sich verschiedene Fleischwunden und Quetschungen zu.
Vaterlandsfreund, Nr. 192, 16. 8. 1929
-
17. Februar 1939. Ergebnis Reichsberufswettbewerb
Niederstetten, 17. Febr. Zum Abschlusse des Reichsberufswettbewerbes für den Nährstand versammelten sich die 145 Teilnehmer mit einer größeren Anzahl Gäste am Mittwoch abend in der Turnhalle. Gefolgschaftsführer Keppler begrüßte die Anwesenden und. sprach über die Bedeutung des Wettkampfes. Hierauf wurden in bunter Reihenfolge von der HJ. und BdM. sportliche Darbietungen und Volkstänze gezeigt, unterbrochen von Gemeinschaftsgesängen, Vorträgen der Singschar der HJ. und heiteren Zwiegesängen von Angehörigen des Landlagers Neubronn. Wettkampfleiter Klein, Vorbachzimmern, nahm zum Schlusse die Siegerehrung vor und bedankte sich in warmen Worten für die aufopfernde Arbeit der Prüfer, besonders auch der Lehrerschaft. Der Stadtgemeinde und Bürgermeister Weber dankte er für ihr bewiesenes Entgegenkommen, ebenso den Spendern der Mittagessen für die Wettkampfteilnehmer; man hätte keine bessere Gemeinde als Wettkampfort finden können. — Als. Sieger gingen hervor: Leistungsklasse III: Ferdinand Walz, Adolzhausen mit 86 Punkten, Leistungskasse II: Adolf Herrmann, Eichhof mit 97 P., Georg Hopf, Oberstetten mit 88 P.; Leistungsklasse I: Helmut Wenzelburger, Wermutshausen mit 103 P., Ernst Schulz, Adolzhausen mit 102 P., Franz Rießler, Landlager, Neubronn mit 101 P., Hans Staiger, Landlager, Wermutshausen mit 100 P., Ernst Emmert, Herrenzimmern mit 100 P., Elfriede Wunderlich, Herbsthausen mit 133 P., Hilde Striffler, Adolzhausen mit 131 P., Helene Walz, Adolzhausen mit 128 P., Lina Guttensohn, Sichertshausen mit 123 Punkten.
Der Franke, 17. 2. 1939
-
21. März 1933, Nationale Kundgebung in Niederstetten
Nationale Kundgebungen im Bezirk
[...]
Niederstetten, 22. März. In reichem Flaggenschmuck zeigte sich gestern [21. 3.] unsere Stadt und bekundete damit ihre Solidarität mit der neuen Zeit. Während in der Reichshauptstadt auf geweihtem Boden der neugewählte Reichstag zusammen trat, will man auch hier wie allerwärts in deutschen Landen tätigen Anteil haben. Auf Veranlassung der Ortsgruppe der NSDAP. fand am Abend ein Fackelzug unter Beteiligung der SA. des freiw. Arbeitsdienst-Lagers Eichhof-Albrechtshöhe, der Behörden, Vereine und Schulen statt. Unter der Marschmusik von 3 Musikkapellen bewegten sich die nach vielen Hunderten zählenden Teilnehmer unter den wehenden Fahnen und dem lodernden Flammenschein der Fackeln durch die Straßen d. Stadt zum Marktplatz. Eine unübersehbare Menschenmenge fand sich auf d. Marktplatz zusammen, der noch durch eine besonders angelegte Lichtleitung erhellt war. Ein würdiger Rahmen war geschaffen für diese nationale Kundgebung, die durch Salutschüsse des Kríegervereins eingeleitet wurde. Der Ortsgruppenführer Fr[itz]. Thomas begrüßte die Erschienenen und zeichnete in kurzen Strichen die Entwicklung der hiesigen nationalsozialistischen Bewegung. Er erinnerte an die geschichtliche Bedeutung des 21. März, der auch im Jahre 1871 der Tag des Zusammentritts des ersten deutschen Reichstags des geeinten Deutschen Reiches war. Herr Bürgermeister [Jakob] Schroth führte u. a. aus, daß die alte Reichsfahne schwarz-weiß-rot, das Symbol für Reinheit, Ehrlichkeit und Pflichterfüllung, nunmehr geeint sei mit dem Hakenkreuzbanner des jungen Deutschland, dessen Führer, der Reichs- und Volkskanzler Adolf Hitler, die Gewähr für diese alten deutschen Tugenden biete. Dankbar müsse das ganze Volk sein, daß der greise Feldmarschall Reichspräsident von Hindenburg am 30. Januar 1933 diese nationale Regierung unter des Kanzlers Adolf Hitlers Führung berufen habe. Sein Hoch galt dem Reichspräsidenten u. Reichskanzler, d. begeistert aufgenommen wurde. Entblößten Hauptes wurde das Deutschlandlied gesungen. Alsdann sprach noch Pg. Hermann Fischer über das Wollen des Nationalsozialismusses im neuen dritten Reich. Der Redner geiselte mit aller Schärfe das Treiben der internationalen Dunkelmänner in- und außerhalb Deutschland, die ihre Heimat in den Konzentrationslagern (Heuberg usw.) finden sollen. Sein Sieg-Heil galt den beiden obersten Führern des Reiches. Mit dem Horst Wessel-Lied fand diese große Kundgebung einen würdigen Abschluß. Möge die Einigkeit dieser Stunde in allen Zeiten, und besonders in Zeiten der Not und Gefahr, über alle Klassenunterschiede und konfessionellen Zwiespältigkeiten hinweg, sich geschlossen hinter die Regierung stellen, dann wird und muß es wieder vorwärts und aufwärts gehen in unserem Volk und Vaterland.(Vaterlandsfreund (Gerabronn), Nr. 69, 23. 3. 1933, S. 3-4)
-
23. Oktober 1937. Anzeige Karl Haag verkauft Zuchtrinder
Der Franke, 23. 10. 1937
(Vergrößern durch Anklicken des Bildes) -
25. Januar 1935. Ergebnisse Roßmarktprämierung
Niederstetten, 25. Jan. (Roßmarkt.) Der diesjährige Roßmarkt erfreute sich wieder eines guten Besuches aus unserer näheren und weiteren Fränk.-Hohenloheschen Heimat. Am Umzug beteiligte sich eine stattliche Anzahl Reiter. Das dieses Jahr zur Prämierung vorgeführte Pferdematerial war durchweg gut, es war dem Preisgericht nicht leicht, immer das Richtige zu treffen. Auch das Pferdematerial der Händler war gut und es herrschte reger Handel. Im ganzen wurden 41 Händlerpferde, 24. Fohlen, 30 Kaltblut-Gebrauchspferde, 22 Warmblut-Gebrauchspferde, 1 Fuchsstut-Familie des Herrn Hesser aus Amlishagen zu Prämierung vorgeführt. Bei der stattgehabten Prämierung erhielten nachstehende Landwirte Preise:
Warmblut:
1. Preise: Ludwig Münz, Herrentierbach, für Rappstute, Gottlob Hesser, Amlishagen, für trächtige Fuchsstute.
2. Preise: Fritz Lang, Reinsbronn, für Hellbraunstute, derselbe für Dunkelbraunstute, Leonhard Beck, Rinderfeld, für Braunwallach, Karl Wirth, Rinderfeld, für trächtige Kohlfuchsstute.
3. Preise: Fritz Gaggstatter, Könbronn, Friedrich Preuß, Neubronn, für dunkelbraune Stute, Wilhelm Gröner, Oberndorf, für Fuchswallach, Wilhelm Markert, Herrenzimmern, für Schwarzbraunwallachen, Leonhard Haas, Pfitzingen, für Dunkelbraunstute, Johann Höppel, Bronn, für Rappwallachen, derselbe für Rappwallachen, Johann Herwarth, Queckbronn, für trächtige Fuchsstute, Leonhard Vogt, Blaubach, für Braunwallachen, Fritz Wolz, Bauer, Niederwinden, derselbe.Warmblut, Familienpferde:
1. Preis: Gottlob Hesser, Amlishagen für Fuchsstutfamilie.Kaltblut, Gebrauchspferde:
1. Preis: Fritz Stahl, Münster, für Fuchsstute
2. Preise: Leonhard Horn, Bauer, Wermutshausen, für Fuchswallachen, Hermann Bachmaier, Bauer, Atzenrod, für Fuchsstute, Margarete Scheu, Bauers-Witwe, Pfitzingen, für ihre Braunstute.
3. Preise: Friedrich Brenner, Bauer, Heimberg, für Braunstute, Gottlieb Pflüger, Bauer, Queckbronn, für Braunstute, Johann Herwart, Bauer, Queckbronn, für Fuchswallachen, Fritz Gackstatter, Bauer, Könbronn, für Kohlfuchsstute, Karl Münz, Bauer, Hollenbach, für Fuchsstute, Josef Dietz, Bauer, Roth, für Rappstute, Kuno Müller, Bauer, Neubronn, für Blauschimmelstute, Herman Bergmann, Bauer, Wermutshausen, für Kohlfuchsstute, Wilhelm Gröner, Bauer, Oberndorf, Ruchsstute, Friedrich Herbst, Bauer, Vorbachzimmern, für Braunstute, Wilhelm Horn, Bauer, Hachtel, für Fuchswallachen, Georg Herz, Bauer, Lillstadt, für Braunstute, Gottlieb Schafitzel, Bauer, Ettenhausen, für Fuchswallachen.Fohlen, Warmblut:
1. Preis: Paul Löblein, Bauer, Eichhof, für Braunwallachfohlen.
2. Preis: Fritz Türrauch, Bauer, Adolzhausen, für Braunwallachfohlen.
3. Preise: Geschwister Dimler, Pfitzingen, für Braunstutfohlen, Bernhard Schmieg, Bauer, Ochsental, für Rappstutfohlen, Fritz Rollmann, Bauer, Streichental, für Braunstutfohlen.Fohlen, Kaltblut:
1. Preis: Georg Leidenberger, Bauer, Wildentierbach, für Rotschimmelstutfohlen.
2. Preis: Otto Raissig, Bauer, Vorbachzimmern. für Braunstutfohlen.
3. Preise: Friedrich Brenner, Bauer, Heimberg, für Fuchsstutfohlen, Franz Schlund, Bauer, Zaisenhausen; für Fuchswallachfohlen.Der Franke, Nr. 21, 25. 1. 1935
-
25. Januar 1936. Bericht vom Roßmarkt
Roßmarkt Niederstetten am 23. Januar 1936.
Trotz des nassen Winterwetters erfreute sich der heurige Roßmarkt wieder eines sehr guten Besuchs aus unserer näheren und weiteren fränkisch-hohenloheschen Heimat. Die im Umzug mitgeführten Pferde und Fohlen waren durchweg sehr schöne Tiere. Sie legten Zeugnis ab von dem allgemein guten Pferdematerial, das zum Markt aufgetrieben wurde. Sehr lebhaft war der Handel. Es wurden wohl noch selten so viele Käufe abgeschlossen, als beim heurigen Markt. Die Preise bewegten sich zwischen 600-1500 RM. für Arbeitspferde, je nach Qualität. Im ganzen wurden 65 Pferde und Fohlen zur Prämiierung vorgeführt. Ausnahmsweise stark waren die Händler mit 102 Pferden vertreten. Bei der stattgehabten Prämierung erhielten nachgenannte Landwirte Preise:
Warmblut: Gebrauchspferde:
I. Preis 12.- RM.: Ludwig Münz, Bauer in Herrentierbach, für Rappstute. Fritz Gackstatter, Bauer in Könbronn, für Fuchsstute. Karl Wirth, Bauer in Rinderfeld, für Hellfuchsstute. Peter Kief, Landwirt in Herbsthausen, für Hellbraunstute. Friedrich Hofmann, Bauer in Niederweiler, für Braunstute. Gottlob Hesser, Gutspächter in Amlishagen für Fuchsstute. Karl Wirth, Bauer in Rinderfeld, für Kohlfuchsstute. Fürstl. Domänenverwaltung Bartenstein, für Rappwallach.
II. Preise a 8.- RM.: Friedrich Grün, Bauer in Eichswiesen, für Braunwallach. Leonhard Streng, Bauer in Rinderfeld, für Fuchsstute. Georg Bach, Bauer in Adolzhausen, für Braunstute. Margarete Oberndörfer, Bauers-Witwe in Sichertshausen, für Fuchsstute. Fürstl. Domänenverwaltung Bartenstein, für Dunkelbraunwallachen. Anton Lieb, Bauer in Neuses, für Braunwallachen. Fritz Rollmann, Bauer in Streichental, für Braunwallachen. Friedrich Reiß, Bauer in Herrentierbach für Braunwallachen.
III. Preise a 5,- RM. Johann Balbach, Bauer in Ebertsbronn, für Fuchsstute. Georg Bauer, Bauer in Weilerhof, für Rappwallachen.Warmblutfamilienpferde.
II. Preis mit 15.- RM.: Paul Löblein, Siedler im Eichhof, für FuchsstutfamilieKaltblutgebrauchspferde.
I. Preis a 12.- RM.: Jakob Mönikheim, Bauer in Ebertsbronn, für Fuchsstute.
II. Preise a 8.- RM.: Fritz Gackstatter, Bauer in Könbronn, für Kohlfuchsstute. Leonhard Horn, Bauer in Wermutshausen, für Fuchswallachen. Georg Leidenberger, Bauer in Wildentierbach, für Rotschimmelstute.
III. Preise a 5.- RM.: Walter Mönch, Gutspächter in Kreuzfeld, für Fuchsstute. Eugen Nörr, Adlerwirt und Bauer in Niederstetten, für Braunstute. Karl Streitberger, Werksbesitzer in Niederstetten, für Braunstute. Johann Emmert, Bauer in Rinderfeld, für Braunstute. Leonhard Nagel, Bauer in Rinderfeld, für Kohlfuchsstute. Otto Nicklas, Bauer in Naicha, für Braunwallachen. Friedrich Herbst, Bauer in Naicha, für Braunstute. Fr. Stahl, Bauer in Münster, für Kohlfuchsstute. Gottlob Hesser, Gutspächter in Amlishagen, für Fuchsstute. Joseph Baier, Bauer in Roth, für Fuchswallachen. Johann Schmidt, Bauer in Vorbachzimmern, für Kohlfuchsstute.Fohlen: Warmblut:
I. Preis a 10,- RM. Leonhard Köthmann, Bauer in Niederweiler, für Rapphengst.
II. Preise: a. 7. - RM. Karl Pratz, Bauer in Kälberbach, für Braunstute. Karl Balbach, Bauer in Rinderfeld, für Dunkelbraunwallachen. Friedrich Wolz, Bauer in Niederweiler, für Braunhengst. Fritz Rollmann, Bauer in Streichental, für Schwarzbraunstute.
III. Preise a 6,- RM. Fritz Ziegler, Bauer in Adolzhausen, für Braunstute, Fritz Thürauf, Bauer in Adolzhausen, für Braunstute. Karl Münz, Bauer in Hollenbach, für Fuchsstute. Georg Weigel, Bauer in Blaufelden, für Braunstute.Kaltblut: Fohlen:
I. Preis a 10.- RM.: Gottlob Hesser, Gutspächter in Amlishagen, für Kohlfuchshengst.
II. Preis a 7.- RM.: Leonhard Kleider, Bauer in Hachtel, für Braunstute.
III. Preise 5.- RM.: Joseph Hitzfelder, Bauer in Apfelbach, für Fuchsstute. Georg Leidenberger, Bauer in Wildentierbach, für Rotschimmelstute. Leonhard Kleider, Bauer in Hachtel, für Fuchshengst. Friedrich Wunderlich, Bauer in Herbsthausen, für Fuchsstute.Anläßlich der Preisverteilung dankte Herr Bürgermeister Schroth den Stiftern der Ehrenpreise, den Preisrichtern und allen, die sich am Markte beteiligt haben. Er betonte, daß zur Prämiierung heuer besonders gutes Pferdematerial in Warmblut und Fohlen aufgetrieben wurde und daß es deshalb den Preisrichtern schwer gefallen ist, die Preise zu verteilen. Die im letzten Jahre ausgesprochene Hoffnung auf Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse hat sich erfüllt. Der Führer hat uns die Wehrfreiheit wieder geschenkt und damit unser deutsches Volk wieder auf die Lebensgrundlage gestellt, die für ein ges. Gedeihen unserer wirtschaftl. Verhältnisse, insbes. auch in d. Landwirtschaft notwendig ist. - Wir wollen seinen Wahlspruch für 1936, von einem neuen heiligen Eifer zur Arbeit und Eintritt für Volk und Vaterland erfüllen helfen und für die so notwendige Nährfreiheit unseres Volkes mit allen Kräften kämpfen. Bürgermeister Schroth schloß seine Ausführungen mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer und auf unser deutsches Vaterland.
Der Franke, Nr. 20, 25. 1. 1936
-
25. Juni 1933, Fest der Jugend
* Niederstetten, 25. Juni. Beim "Fest der Jugend" herrschte in den frühen Morgenstunden auf unserer "Jahnwiese" munteres Treiben. Die ganze Schuljugend der Stadt war versammelt, die Schüler der Oberklasse zur Austragung der Wettkämpfe, die in zwei Altersklassen durchgeführt wurden, die Schüler der Grundschule zu fröhlichem Tummeln auf der Wiese. Sieger wurde je die 1. Altersklasse sowohl bei den Knaben wie bei den Mädchen. Für gute Einzelleistungen wurden außerdem noch Preise von Seiten der Stadt zur Verfügung gestellt. Der Nachmittag gehörte dem freiw. Arbeitsdienst vom Lager Eichhof. Neben turnerischen Wettkämpfen wurde ein Fußballspiel mit dem Sportverein ausgetragen. Mit einer Sonnenwendfeier am Abend fand das "Fest der Jugend" seinen Abschluß. Von der Adolf Hitler-Straße aus setze sich ein langer Zug, voran die H.-J., J.-V. und B. d. M. in Bewegung hinauf zur "Hohen Buche”, einem der höchsten Punkte auf der rechten Vorbachseite in der Umgebung von Niederstetten. Auf der Höhe angekommen, entzündeten SA-Männer d. aufgeschichteten Holzstoß. Mit den steigenden Flammen wuchs auch die Begeisterung der Jugend trotz strömenden Regens. In verschiedenen Feuersprüchen tat die Jugend kund, daß die Flamme ihre Symbol für Freiheit, Reinheit und Treue zum neuen deutschen Reich u. seinem Führer Adolf Hitler sei. Dieser Schwur klang aus in dem Lied "Flamme empor!" Darauf sprach der Standortführer der Hitlerjugend, Hermann Fischer, zur Jugend. Mit begeisterten Worten knüpfte er zunächst an den Brauch unserer Vorfahren an, d. Sonnenwende zu feiern. Wenn wir heute diese Sitte wieder aufgreifen, so müssen wir zunächst derer gedenken, die ihre Treue und Hingabe zum Vaterland mit der Tat bewiesen haben, nämlich derjenigen, die für Deutschland den Heldentod gestorben sind. Ihnen zu Ehren wurde das Lied vom guten Kameraden angestimmt. Nun fuhr Standortführer Fischer fort, wie die Flamme alles verzehre, so möge auch der letzte Rest undeutschen Geistes, des Geistes, der in den letzten 14 Jahren in unserem geliebten deutschen Vaterland geherrscht habe, vollends verzehrt werden. Die Jugend aber ermahne er, sich rein zu halten wie die Flamme, zu glühen für das neue Deutschland, dessen Träger sie einst sein werden. Ein Sieg-Heil auf unseren Reichspräsidenten von Hindenburg und unseren Führer Adolf Hitler leitete über zum Horst Wessel-Lied. Nach einem schönen Feuerreigen der Mädchen fand die Feier ihren Abschluß mit dem Deutschlandlied. Am erlöschenden Feuer wurden die Fackeln entzündet und in langem Fackelzug gings hinab zum Städtchen. Noch ein erhebendes Gefühl brachte der Rückmarsch. Auf benachbarten Höhen über dem Vorbachtal und in weiter Ferne, überall loderten Feuer, überall das gleiche Wollen der Jugend - ein neues deutsches Vaterland mit einer geeinigten Jugend!
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 146, 27. 6. 1933, S. 3)
-
26. September 1933. Weihetage
Weihetage in Niederstetten.
Strahlender Himmel wölbte sich über der Feststadt, als in den frühen Morgenstunden der Weckruf der SA-Kapelle Blaufelden erschallte. Die braunen Sturmscharen sammelten sich und zogen vors Städtchen, um die Zeit bis zum Feldgottesdienst zu Uebungen, Appellen usw. zu benützen. Der Hofgarten gab einen würdigen Rahmen für den Festgottesdienst, der von Stadtvikar Leihenseder abgehalten wurde. Anschließend marschierten die SA-Abteilungen zum Eichhof. Für Zuschauer bei der Uebergabefeier war Pendelverkehr mit Autos eingerichtet worden, sodaß es jedermann möglich war, an dieser Feier teilzunehmen. Inzwischen waren auch die Vertreter der Regierung, Staatssekretär Waldmann und Ministerialrat Dr. Dill, sowie die Vertreter der "württ. Landessiedlung G. m. b. H." eingetroffen. Geschäftsführer Herter konnte die Feier mit der Begrüßung der Ehrengäste eröffnen. Er bat um gerechte Beurteilung des Siedlungswerkes. Es folgte nun ein ausführlicher Bericht über die Entstehung und Einteilung der Siedlung. Auf der 80 Hektar großen fürstlichen Domäne wurden 9 Siedlungsstellen geschaffen, und zwar 3 große Stellen mit je 43 Morgen und 6 kleinere Stellen mit je 30 Morgen Land. 25 Unternehmer und rund 100 Arbeiter waren beschäftigt. Die gesamten Kosten belaufen sich auf 165 000 RM., sodaß eine Siedlerstelle auf 23 400 RM. bezw. 16 000 RM. kommt. Mit dem Dank an alle Mitarbeiter übergab er dann den neuen Weiler in die Obhut der Stadt Niederstetten. Hierauf ergriff Bürgermeister Schroth das Wort. Im Namen der Stadt begrüßte er die hohen Gäste, insbesondere unseren Landsmann Ministerialdirektor Dr. Dill. Die gesamte Gemeinde sei stolz darauf, die erste württ. Bauernsiedlung, die ja für kommende Siedlungen als Muster gelte, zu besitzen und so auch am Wiederaufbauwerk Adolf Hitlers mitgearbeitet zu haben. Mit der Versicherung, die Siedlung gewissenhaft zu betreuen, übernahm Bürgermeister Schroth dieselbe in die Obhut der Stadt. Für seine Kollegen sprach der Siedler Hermann (v. d. Siedlungstelle IV). Der heutige Tag, an dem sie ihre neue Heimat übernehmen, sei für sie ein Ehrentag. Mit den Grundsätzen: "Einer für alle, alle für einen" und "Treue um Treue" wollen sie ihren neuen Lebensabschnitt beginnen. Landrat Wöhrle überbrachte die Glückwünsche des Bezirkes. Die Bevölkerungsziffern des Bezirks in den letzten Jahrzehnten streifend, begrüßte er es, daß dem flachen Lande wieder aufgeholfen werden sollte und daß bereits eine 2. Siedlung im Bezirk in Angriff genommen worden sei. Kreisbauernführer Philipp erinnerte an das Rettungswerk Adolf Hitlers, durch das es ja eigentlich erst möglich war, zu siedeln, das Volk wieder zurückzuführen zu Blut und Boden. Auch den 2. und 3. Bauernsöhnen muß wieder Gelegenheit zur Selbständigmachung gegeben sein. D. Haffa sprach im Auftrag des Landesarbeitsamts Südwestdeutschland. Darauf ergriff Staatssekretär Waldmann das Wort. Er übermittelte die Grüße des leider verhinderten Reichsstatthalters Murr. Als er heute morgen hierher fuhr, sei ihm der Unterschied zwischen Franken und Schwaben so recht zum Bewußtsein gekommen. Begeisterung und Freude sei den Bewohnern des Frankenlandes von den Gesichtern abzulesen gewesen. Dank der guten Vorarbeit von Gauleiter Schmidt und Bürgermeister Stümpfig sei das Hohenloher Land und besonders der Bezirk Gerabronn zu einer Hochburg der NSDAP. geworden. Die Hohenloher seien ja auch sehr zahlreich in der neuen Regierung vertreten. Im Rahmen der Arbeitsbeschaffung mußte auch bei uns in Württemberg der Gedanke der Siedlung aufgegriffen werden. Auf der Suche nach Siedlungsmöglichkeiten kam man auf den Eichhof. Er soll Mustersiedlung für unser Land sein. Hessen führe zur Zeit eine großzügige Landesplanung durch. Die werde vielleicht auch Vorbild für uns werden. Nur durch wirtschaftliche Stärkung kann unser Volk wieder zu seiner äußeren Freiheit gelangen. Ministerialdirektor Dr. Dill gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er als geborener Niederstettener der Uebergabe des Eichhofes, auf dem er schon als Kind spielte, beiwohnen dürfe. Eine herrliche Anlage sei aus dem früher so einsamen Hof geworden. sein Dank galt dem tatkräftigen Bürgermeister von Niederstetten und dem Freiwilligen Arbeitsdienst, der hier etwas Vorbildliches geschaffen hätte. Siedeln sei eine Schicksalsfrage des deutschen Volkes. Durch die Besiedelung des deutschen Ostens werden die Polen bei ihren Ausdehnungsbestrebungen nach Westen einen starken Wall deutscher Bauern finden. Er grüßte auch im Namen des Innenministers die 9 Siedler, auf die er ein Sieg-Heil ausbrachte. Nach Direktor Jäckle, der die Grüße und Wünsche des dienstlich verhinderten Landesbauernführers überbrachte, ergriff unter stürmischen Beifallkundgebungen der stellvertr. Gauleiter Schmidt das Wort. Der Hohenloher Bauer marschiere immer an der Spitze z. B. einst im Bauernkrieg, heute in der Bewegung Adolf Hitlers. Deshalb hatte der Hohenloher Bauer auch ein gewisses Vorrecht, die erste württembergische Siedlung zu bekommen, er habe auch als erster alte Parteipfähle zum Wanken gebracht. Der Nationalsozialismus sorgt dafür, daß die bäuerliche Existenz gesichert sei. Auch württ. Bauernsöhne sollen bei den 15 000 Siedlungsstellen im Norden und Osten des Reichs entsprechende Berücksichtigung finden. Ein Volk kann nur leben, wenn es einen gesunden Bauernstand hat. Deshalb ist beim Bauer [?] ständische Vertretung durchgeführt worden. Er [?] ein Sieg-Heil auf den schwäbischen Bauern aus. Bürgermeister Schroth dankte allen Rednern und allen, die an der ersten württ. Bauernsiedlung mitgeholfen haben. Voll Zuversicht wollen wir kommenden Zeiten entgegensehen. Mit dem Deutschlandlied fand die Feier ihren Abschluß. Es folgte nun ein Rundgang durch die Siedlung. Eine dichte Menschenmenge wartete inzwischen auf dem Marktplatz auf die Weihe des Horst-Wessel-Brunnens, die Kreisleiter Stümpfig vornahm. Niederstetten gleiche einer neu erwachten Stadt. Ueberall sehe man frohe Gesichter, buntes Leben herrsche in den reich beflaggten Straßen, die nach den Führern des dritten Reiches benannt seien und deren eine ab heute ab den Namen des württ. Führers Wilhelm Murr trage. Auch die Hülle dieses Brunnens möge nun fallen, der den Namen Horst Wessels trage. Durch sein Opfer sei neues Leben in unser Volk gekommen. Von jedem Einzelnen müsse dieselbe Hingabe verlangt werden. Dann übergab Kreisleiter Stümpfig den Brunnen in die Obhut der Stadt. Das Horst Wessellied klang über den Marktplatz. Bürgermeister Schroth dankte dem Kreisleiter für die Uebergabe des Brunnens. Im Sinne Wessels soll er gepflegt u. behütet werden. Pg. Kraushaar, der erste Leiter der hiesigen Ortsgruppe d er NSDAP, wandte sich an die Jugend. Wer den Brunnen schändet, schändet Blut und Boden. Nach dem Lied "Deutscher Glaube" schritt Bürgermeister Schroth zur Ehrung unseres Reichsstatthalters. Als Gegenleistung für die beiden Wahrzeichen, Eichhofsiedlung und heute Wessel-Brunnen, die unserer Stadt heute geschenkt worden seien, wurde Reichsstatthalter Murr zum Ehrenbürger der Stadt ernannt und die künstlerisch ausgeführte Ehrenurkunde an dessen Stellvertreter, Staatssekretär Waldmann, übergeben. Bürgermeister Schroth brachte ein Sieg-Heil auf unseren schwäbischen Führer aus. Die Feier klang mit dem Deutschlandlied aus Am Nachmittag war ein eindrucksvoller Propagandamarsch durch die Straßen der Stadt. 1500 Mann SS, SA, HJ und der freiw. Arbeitsdienst nahmen daran teil. Auf der Jahnwiese erfolgte der Aufmarsch. Es folgte zunächst eine Gefallenengedenkfeier. Kreisleiter Stümpfig eröffnete dann den Kreismitglieder-Kongreß [?] der Spitze z. B. einst im Bauernkrieg, heute in der [?]stellv. Gauleiter Schmidt und Ministerialrat Dr. Dill sprachen über die wichtigsten Aufgaben des nationalsozialistischen Staates. Den Abschluß der Feierlichkeiten bildete die Landung eines Segelflugzeuges, das von Ing. Höges Ingelfingen gesteuert wurde und der historische Winzertanz unter Leitung von Rich. Knenlein. Der Winzertanz fand die besondere Aufmerksamkeit der vielen Zuschauer.Vaterlandsfreund, 26. 9. 1933
-
27. Mai 1933, Schlageter-Feier
Niederstetten, 27. Mai. Zur Erinnerung an das heldenhafte Sterben des unerschrocken, mutigen Kämpfers für Recht, deutsche Freiheit und deutsche Ehre, Albert Leo Schlageter - die Stadt war aus diesem Anlaß reich beflaggt - veranstaltete die Ortsgruppe der NSDAP. eine würdige Schlageter-Feier. Es beteiligten sich daran[,] SA., HJ., der freiwillige Arbeitsdienst vom Lager Eichhof, der Gesangverein, die Sanitätskolonne sowie je eine Fahnensektion der übrigen Vereine und der größte Teil der hiesigen Bevölkerung. Kirchenglocken läuteten die Feier ein. Im Schein der Fackeln, unter den Klängen der Stadtkapelle, setzte sich ein langer Zug zum Kriegerdenkmal in Bewegung. Der Gesangverein eröffnete die Feier mit dem Chor: "Das Land meiner Väter". Nun ergriff der Führer der Ortsgruppe der NSDAP, Fr. Thomas, das Wort. Adolf Hitler wolle nicht, daß es den Toten des dritten Reiches gerade so gehe wie den Toten des Weltkrieges, daß ihre Heldentaten vergessen und nicht gewürdigt würden. Horst Wessels Geisterdivision, deren erster einer Albert Schlageter ist, soll nicht umsonst gekämpft haben. Die 10jährige Wiederkehr des Tages, an dem Albert Leo Schlageter auf der Golzheimer Heide starb, sei für uns eine Gelegenheit, ein neues Treuegelöbnis für die Helden des 3. Reiches abzulegen. In diesem Sinne legte er den für Schlageter gewidmeten Kranz nieder. Die Fahnen senkten sich und die Stadtkapelle stimmte das Lied vom guten Kameraden an. Mit dem Horst Wessel-Lied fand die Feier am Kriegerdenkmal ihren Abschluß. In geschlossenem Zug gings zurück zum Marktplatz, wo der Gesangverein unter Leitung von Chormeister Fleckenstein[,] noch verschiedene vaterländische Lieder in gewohnt vorzüglicher Weise zum Vortrag brachte.
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 122, 29. 5. 19 1933, S. 4)
-
27. März 1937. Anzeige A. Dürr verkauft Kuh-Kalb und Einstell-Ring
Der Franke, 27. 3. 1937
(Vergrößern durch Anklicken des Bildes) -
28. Juli 1933, Hauptübung der Feuerwehr mit Ehrungen
Níederstetten, 28. Juli. (Hauptübung der Feuerwehr). Am letzten Montag, den 24: Juli 1933, abends 6 Uhr, marschierte die Freiw. Feuerwehr der Stadtgemeinde Niederstetten in flottem Tempo zur Siedlung Albrechtshöhe (Bauernsiedlung Eichhof), wo zusammen mit dem Freiw. Arbeitsdienst und der Feuerwehr Ermershausen eine Hauptübung stattfand. Sofort nach Ankunft wurde ohne jede Vorbereitung alarmiert, daß in Siedlung I mit der angebauten Siedlung II Feuer ausgebrochen ist, welches durch den herrschenden starken Westwind die Siedlung III besonders gefährdete. Kommandant Streitberger erteilte sofort seine Befehle, welche von Kommandant-Stellvertreter Knenlein sofort an die einzelnen Züge weitergegeben und prompt ausgeführt wurden. Während die Gefahr des Brandobjektes der Siedlung I und II als beseitigt erklärt wurden, entstand durch Funkenflug in Siedlung VII Feuer. Bei der Brandstelle I blieb eine Feuerwache zurück, alle anderen verfügbaren Kräfte eilten zum neuen Brandherd. Es war eine besondere Freude, zu sehen, wie die Freiw. Feuerwehr Niederstetten, die Feuerwehr Ermershausen und der Freiw. Arbeitsdienst Hand in Hand arbeiteten und so die gestellten Aufgaben zur allgemeinen Zufriedenheit lösten. Nach 2stündiger harter Arbeit ertönte das Signal "Sammeln". Bürgermeister Schroth erklärte in einer Ansprache den Anwesenden Siedlern den Zweck der Uebung und gab ihnen zu verstehen, daß auch sie unter dem Schutz der gesamten Feuerwehr der Stadtgemeinde Niederstetten stehen.
Hierauf ehrte Bürgermeister Schroth folgende Kameraden mit dem Feuerwehrverdienstehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit: Kommandant-Stellvertreter Richard Knenlein, Feuerwehrmann Wilhelm Hofmann, Albert Kleinschrot, Johann Linder, Otto Reis. - Inzwischen hatte ein ungenannter Spender jedem Teilnehmer an der Uebung eine Flasche Bier gestiftet. Nach eigenen, vom Freiw. Arbeitsdienst vorgetragenen Liedern dankte Lagerführer Weinmann der Feuerwehr, daß durch diese Uebung seinem Wunsche Rechnung getragen worden sei und versprach, daß er bei nächster Gelegenheit mit seiner Mannschaft einer Uebung in der Stadtgemeinde Niederstetten beiwohnen werde. Ein kräftiges Heil Hitler beschloß die Uebung und die Feuerwehren marschierten mit frischem Gesang ihren Standorten zu.
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 173, 28. 7. 1933, S. 4)
-
4. März 1937. Anzeige Karl Haag verkauft Zuchtfarrenkalb
Der Franke, 4. 3. 1937
(Vergrößern durch Anklicken des Bildes) -
6. März 1937. Anzeige Karl Haag verkauft Zuchtfarrenkalb
Der Franke, 6. 3. 1937
(Vergrößern durch Anklicken des Bildes) -
9. Januar 1937. Familiennachrichten
Familiennachrichten
Geburten: [...] Walter, S. des Bauern Wilhelm Hermann-Eichhof und seiner Frau Sofie, geb. Herz. [...]
Todesfälle: [...] Niederstetten: Friedrich Kiessecker, Kaufmann, 72 Jahre; Magd. Schumm, geb. Fischer, 80 Jahre; Karl Wild, Friseurmeister, 71 Jahre; Katharine Pflüger, geb. Zeller, 58 Jahre; Georg Dümmler, Bauer, von Ermershausen, 53 Jahre. [...]Der Franke, 9. 1. 1937
-
Adreßbuch 1936
Adressbuch für Stadt und Bezirk Gerabronn. 2. Auflage. Druck und Verlag: Rückert's Buchdruckerei Gerabronn 1936.
Niederstetten
mit Ermershausen, Sichertshausen und Eichhof
Einzelwohnsitze: Eulenhof, Frickenmühle, Haltenbergstetten, Kauzenmühle, Rehhof, Schneidemühle, Ziegelmühle, DreischwingenStadt
Einwohnerzahl: 1567, davon prot. 1250, kath. 233, isr. 81, von anderen Bekenntnissen u. religionslos 3
Finanzamt: Bad Mergentheim
Amtsgericht: Langenburg
Autolinie: Mulfingen - Künzelsau
Bahnstation: Niederstetten
Post: Niederstetten
Oeffentliche Sprechstelle: Postamt Niederstetten
Ortsvorsteher: Bürgermstr. Schroth, Fernsprecher 134
Beigeordnete: Melber Friedrich, Thomas Fritz
Ratsherren: Hermann Heinrich, Ermershausen, Knenlein Richard, Linder Johann, Melber Karl, Osiander Otto, Sichertshausen, Streitberger Karl
Gemeindepfleger: Pflüger Friedrich
Ortsgruppenleiter der NSDAP.: Thomas Fritz, Niederstetten
Ortsgruppenwalter der DAF. [Deutsche Arbeitsfront]: Knenlein Eugen
Ortsgruppenamtsleiter der NSV. [Nationalsozialistisch
Volkswohlfahrt]: Thomas Karl
Ortsbauernführer: Melber Karl
Evang. Stadtpfarramt : Stadtpfarrer Göltenboth Ernst Willy
Kath. Stadtpfarramt: Stadtpfarrer Mayer Matthias
Notariat: Niederstetten, Kunkel Eugen, Bezirksnotar.
Aerzte: Heller Sigm. Dr., prakt. Arzt
Tierärzte: Holler Rud., Dr.med.vet.Handel und Gewerbetreibende
Architekten
Baumann, Baumeister
Autovermietung
Färber Willy
Groß Martin
Marquardt R. z. „Krone“Apotheker
Hermann Mayerhausen (siehe Anzeige unten)
Bäckereien
Härterich Johann
Hirsch Wilhelm
Dreher Georg
Federolf Friedrich
Kleinschrot August
Rummler Georg
Scharpf Hermann
Thomas Johann
Wagner KarlBanken
Landwirtschafts- und Gewerbebank Gerabronn, Filiale Niederstetten
Darlehenskassenverein Niederstetten
Kreissparkasse Gerabronn, Zweigstelle NiederstettenBaugeschäfte (Maurer)
Braungart Josef
Feinauer WilhelmBaumaterialien
Dill J.C., Inhaber Karl Bauer
Baumann, BaumeisterBau- und Möbelschreinereien
Groß Georg
Groß Karl
Kästle Gebrüder
Meider Georg
Ziegel HansBaumschulen
Rüger Karl
Schneider JuliusBildhauer
Schumm Heinrich
Brennereien
Striffler Otto
Buchbindereien und Schreibwaren
Knenlein Eugen
Buchhandlungen — Schreibwaren
Knenlein Eugen
Knenlein Richard
Fleck KarlBuchdruckereien
Knenlein Richard
Brennmaterialien
Dill J.C., Inhaber Karl Bauer (siehe Anzeige unten)
Emmert FriedrichCafés
Benh Alfred
Grießer Georg
Schindwolf HermannDamenschneidereien
Bosack Rösle
Dertinger Anna
Herzog Lilli
Heilmann Katharine
Jung Geschwister
Klenk Elise
Köppel Ida
Markert Katharine
Rupp Wilhelmine
Schuhmacher BertaDreschmaschinenbesitzer
Streitberger Karl
Drechsler
Abendschein Julius
Eisenwarenhandlungen
J. C. Dill, lnh. Carl Bauer
Mayer GeschwisterElektro-Installationsgeschäfte
Elektrizitätswerk Ingelfingen-Hohebach
Fischer Richard
Jäck Marx
Utz ErnstElektrizitätswerke
Gemeindeverband Ingelfingen-Hohebach
Flaschner
Emmert Alfred
Freier Georg
Keppler Karl
Herz EliseFriseurgeschäfte
Müller Fridolin
Schneider Wilhelm
Wild KarlFuhrunternehmer
Hagelstein Leonhard, Güterbeförderer
Gasthöfe
Braun Wolf
Hermann Bick, Metzgerei und Gasthaus zum Anker (siehe Anzeige unten)
Gasthof zur „Post”, Niederstetten (siehe Anzeige unten)
Fleck Berta
Marquardt Reinh., z. „Krone“
Meister Margarete, z. „Hirsch“
Melber Friedrich
Nörr Eugen, z. „Adler“
Pflüger Karl z. „Eisenbahn“
Streng Friedrich
Schindwolf Hermann
Schmidt Frida, z. „Ochsen“
Schürger Heinrich, z. „Löwen“Gärtnereien
Rüger Karl
Schneider JuliusGerbereien
Streitberger Karl
Gipser
Hellmuth Johann
Glaser
Otto Ernst
Gold- und Silberwaren
Dürr Frieda
Fleck KarlHerrenschneidereien
Burkhardt Karl
Dertinger Paul
Menikheim Karl
Schmitt Gottlob
Vogel Fritz
Wagner WillyKaminfeger
Tetloff, Creglingen
Kolonial- u. Gemischtwarenhandlungen
Vent Alfred
Dierolf Otto, Hall, Filiale Niederstetten
Glaser Ida
Grießer Georg
Markert Georg
Melber Anna
Kießecker Friedrich (siehe Anzeige unten)
Nörr Friedrich
Streng Gottlob
Rück WilhelmKorbmacher
Braungart Josef
Dieß Karl
Köhnlein GeorgKonditoreien
Benth Alfred
Grießer GeorgKüfereien
Blumenstock Otto
Schürger Leonhard
Steinmeß GeorgKürschner
Sus Georg Wwe.
Landesprodukten
Ehrenberg Marx
Kießecker Friedrich o. H. G.
Hohenl.-fränkische GetreideverkaufsgenossenschaftLimonade- und Mineralwasserhandlungen
Schürger Leonhard
Maler
Dod Ludwig
Hellmuth JohannManufaktur- und Aussteuerartikel
Kahn Albert
Kirchheimer Max
Löwenstein Julius
Seybold Eugen
Schloßberger Berthold
Wolf David
Zink AugustMechanische Werkstätten, Fahrräder, Nähmaschinen
Färber Willy
Groß Martin
Blumenstock Wilhelm
Keitel Friedrich
Mayer GeschwisterMesserschmiede
Schönemann Heinrich
Metzger
Biek Hermann
Kahn Max
Melber Friedrich
Schmidt Hans Wwe.
Streng FriedrichMolkereien
Milchverwertungsgenossenschaft e. G. m. b. H., Niederstetten
Mühlen
Ziegler Georg, Frickenmühle
ÖIe und Fette
Grupp Hugo Wwe.
Stern MaxPutzgeschäfte
Friederich Gretchen
Kreußmann Geschwister
Knenlein AnnaSattler
Kleinhanß Albert
Kleinschrot Albert
Schmidt Gottlob
Schneider Gottfried Wwe.
Schürger GustavSägewerke
Jung Gebrüder
Streitberger KarlSeifenfabrikation
Grupp Hugo Wwe.
Seiler- und Bürstenwaren
Linder Georg
Müller Eugen
Nörr FriedrichSchuhmacher und Schuhwarenhandel
Baumann Gottlob
Freier Wilhelm
Friedrich Wilhelm
Friedrich Karl
Schmid Gebhard
Schmidt OttoSchlosser
Groß Martin
Fischer Richard
Mayer GeschwisterSchmiede
Hönig Leonhard
Hammer Karl
Jöchner AlbertTerrazo- und Kunststein-Geschäfte
Feinauer Wilhelm
Uhrmacher
Dürr Frieda
Viehhändler
Kirchheimer Simon
Jakob Neu
Schloßberger Julius u. LeopoldWagner
Gögelein Hermann
Schuhmacher HeinrichZahntechniker und Dentisten
Wild Karl, Dentist
Zimmergeschäfte
Jung, Gebrüder
Sonstige Gewerbetreibende
Klein Sofie, Restegeschäft
Friedrich Kiesecker, Malzextrakt
Lüder Kathi, Geschirrhandel
Reichenberger, Restegeschäft
Schürger Heinrich jr., Rundbürstenfabrikation
Wallrauch Helene, StickerinAnzeigen im Text








Vereine und ihre Vorstände
Geflügelzuchtverein Niederstetten. Vorstand: Friedrich Bullinger
Kriegerkameradschaft Niederstetten (Kyffhäuserbund). Kam.-Führer Fritz Knorr
Männergesangverein Niederstetten. Vorstand: Julius Schneider
Sportverein Niederstetten. Vorstand: Karl Wollinger
Turnverein Niederstetten e. V. Vorstand: Karl StreitbergerBauern und Landwirte
* = ErbhofNiederstetten
Abendschein Julius
Bader Johann
*Barthelmäs Friedrich
Bauer August jr.
Blumenstock Elsa
Burkert Karl
Burkert Ludwig
Burkhardt Heinrich
Busch Wilhelm
Dreher Joh., Weingärtner
Frank Ernst Wwe.
Frank Friedrich, Weingärtner
Frank Karl
*Frank Wilhelm Wwe.
Frey Friedrich
Fug August
Fug Friedrich
Gundel Johann
Hagelstein Friedrich
Hagelstein Leonhard
Hammer Friedrich sen.
*Herz Friedrich-Wwe.
Hofmann Wilh., Weingärtner
Hopf Friedrich
Landwirtschaftl. Bezugs- und Verwertungsgenossenschaft Niederstetten e. G. m.b.H.
Hopf Georg
Horn Friedrich
Horn Karl
Jäger Hermann
Jäger Otto
Jäger Johann
Jakob Josef
Keim August
Keim Karl, Weingärtner
*Klein Albert
*Kleinhanß Christian
*Kleinhanß Gottlieb
*Knorr Friedrich
Korder Kaspar
Kostel Johann
Köhnlein Georg, Weingärtner
Krauß Marie Wwe.
Küstner Friedrich
*Lang Heinrich, jetzt Metzger W.
Lang Wilhelm
Leyrer Karl
*Limbacher Heinrich
Linder Barbara Wwe.
Linder Georg
*Linder Johann Fr. sen.
Linder Karl
Markert Georg, Weingärtner
Meder Konrad
Meister Katharine
*Meister Margarete
*Melber Karl
Menikheim Johann
Mittnacht FE
*Mittnacht Stefan
Mündlein Gottlob
*Münz Geschwister
Naser Georg
*Neubert Johann
*Nörr Eugen
Nörr Friedrich, a. Bach
Nörr Wilhelm
Pflüger Johann
Ratz Eduard
Rieger Karl
Rummler Georg
Rummler Georg, Bäcker
Schmidt Andreas
Schmitt Theodor
Schmitt Wilhelm
Schuch Georg
*Schulz Gebrüder
*Schultz Friedrich
Schumann Friedrich
Sinner Johann
*Steinmetz Johann
Streitberger Karl
*Striffler Otto
Thomas Leonhard
Thürauf Gottlob
Waldmann Friedrich
Weber Fr. Wwe., Weingärtner
Weber Albert
*Wollinger Karl
*Ziegler Georg, Frickenmüller
Städt. Hofgut Rehhof, Pächter: Johann PreuningerEichhof
*Dürr Albert
*Gebhardt Heinrich
*Haag Karl
*Hermann Friedrich
*Hermann Wilhelm
*Hermann Adolf
*Kohlschreiber Josef
*Löblein Paul
*Melber FriedrichErmershausen
*Dümmler Georg
*Ehrle Karl Heinz
*Fach Josef, Dreischwingen
*Friedrich Gottlieb
*Friedrich Gottlob
*Haag Albert
*Haag Bernhard
*Hermann Heinrich
*Hermann Johann
*Löber KarlSichertshausen
Albrecht Georg
*Egner Friedrich
*Habel Wilhelm
*Kleider Gottlieb, jezt Metzger Karl
*Korn Georg
*Oberndörffer Wilhelm
*Osiander Otto
*Ruhm Eduard
*Scheuermann Friedrich
*Schneider Friedrich (Erben)
*Waldmann Wilhelm