Fach
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12. Januar 1938. Anzeige Fach, Dreischwingen, verkauft Schweine
Der Franke, 12. 1. 1938
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15. Juli 1929. Bericht vom Gauschießen
() Niederstetten, 15. Juli. Es war kein großes, aber ein gemütliches und gelungenes Fest, welches gestern der Schützenverein Niederstetten aus Anlaß des Gausschießens der Kleinkaliberschützen hier abhielt. Im Hofgarten sammelte sich der Festzug. Die fremden und hiesigen Vereine zogen, begleitet von den fröhlichen Marschweisen der Stadtkapelle, nach dem im Vorbachtale idyllisch gelegenen Schießplatz. Dort angekommen ergriff der Vorstand des Schützenvereins Niederstetten, Herr Kaminfegermeister Weimer, das Wort. Er begrüßte herzlich die vielen fremden Gäste, darunter die Vertreter der Sportverbände. Im weiteren Verlauf seiner Rede nahm Herr Weimer Bezug auf die Zeitgeschehnisse, besonders auf den Schandfrieden von Versailles. Nach der Begrüßungsrede wurde eifrig dem Schießsport gehuldigt. Zahlreiche schöne Preise boten Anregung zu eifriger Betätigung. Nachstehend einige Resultate: Gruppenschießen: 1. Kirchberg, 128 Ringe, 2. Herrentierbach, 120| Ringe, 3. Billingsbach, 109 Ringe, 4. Wiesenbach, 108 Ringe. Gaufahne: Billingsbach 136 Ringe. Klassenschießen: 1. Saam-Kirchberg, 43 Ringe, 2. Geismann-Schwarzenbronn, 42 Ringe, 3. Kellermann-Schwarzenbronn, 41 Ringe, 4. Gebert-Weikersheim, 40 Ringe. Vergnügungsschießen: 1. Hartmann-Creglingen, 34 Ringe, 2. Hüttner-Wildenthierbach, 33 Ringe, 3. Ruck-Wachbach, 32 Ringe und Fach-Niederstetten, 32 Ringe. Nach der Preisverteilung zogen die Festteilnehmer geschlossen zur Stadt zurück. Abends traf sich die Jugend im Löwensaale, wo eine wohlgelungene musikalische Unterhaltung der Stadtkapelle das Fest beschloß. Das Fest war besonders auch vom Wetter begünstigt. Der Schützenverein, welcher sich außerordentlich um das Gelingen des Festes bemüht und alles auf das Beste vorbereitet hatte, darf auf den schönen Verlauf des Festes mit Stolz zurückblicken.
Vaterlandsfreund, Nr. 165, 16. 7. 1929
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16. Juli 1929. Ergebnisse Gauschießen. Werbeveranstaltung Überlandwerk Ingelfingen-Hohebach
() Niederstetten, 16. Juli. Auf Wunsch tragen wir die 10 ersten Preisträger im Einzelnschießen des Gauschießens vom Sonntag nach: Vergnügungsschießen: Hartmann-Creglingen 34 R., Hütner-Wildentierbach 33 R., Ruck-Wachbach 32 R., Fach-Niederstetten 32 R., Bach.-Adolzhausen 31 R., Hopf-Weikersheim 30 R., Junghans-Niederstetten 30 R., Stapf-Langenburg 30 R., Sigg-Langenburg 30 R.; Klassen-Einzelnschießen: Saam-Kirchberg 43 R., Geymann-Schwarzenbronn 42 R., Kellermann-Billingsbach 41 R., Gebert-Weikersheim 40 R., Kilian-Oberrimbach 39 R., Utz-Wiesenbach 38 R., Meinigheim-Edelfingen 38 R., Hofmann-Kirchberg 38 R., Meinigheim-Ebertsbronn 38 R., Stapf-Langenburg 36 R.
() Niederstetten, 16. Juli. Das Ueberlandwerk Ingelfingen-Hohebach hatte gestern unsere Damenwelt zu einem Vortrag über „Elektrisches Kochen mit Vorführungen u. Kostproben“ eingeladen. Zahlreiche Hausfrauen hatten dem Rufe Folge geleistet. Eine verlockende Auswahl von Haushaltungsgeräten war zur Schau gestellt. Mannigfache Einzelkoch- und Bratgeräte, Kochherde verschiedener Systeme, hübsche kleine Warmwasserspeicher für den Waschtisch, Oefen, Bügeleisen, Staubsauger u. a. Herr Ingenieur Rösler begrüßte die Versammlung und gab interessante, allgemeine Ausführungen über das obige Thema. Vor 40 Jahren sei die Hausfrau dem Kochen mit Gas mit der gleichen Zurückhaltung entgegengetreten, wie dies heute dem elektrischen Kochen gegenüber geschehe. Ueber die Reinlichkeit der elektrischen Küche bestehe wohl kein Zweifel. Die wichtigste Frage, welche zu lösen war, sei diejenige der Apparate gewesen. Die Technik habe darin so große Fortschritte aufzuweisen, daß die heutigen Apparate allen Anforderungen an Brauchbarkeit, Billigkeit und Haltbarkeit entsprechen. Grundsatz müsse sein, daß mit der Wärme sparsam umgegangen werde und daß die Wärme sorgfältig ausgenützt werde. Die elektrische Kraft soll Nerven und Arbeitskraft sparen. Die einzige Frage, welche der Lösung harre, sei die Kapitalfrage. Hier komme das Werk durch große Zahlungserleichterung und eine wahrscheinlich in aller Kürze erfolgende Strompreisverbilligung entgegen. An Hand des Verbrauchs an Strom in einigen hiesigen Familien, welche seit Jahren elektrische Küchen und Warmwasserspeicher benützen, wies Herr Ingenieur Rösler die Wirtschaftlichkeit der elektrischen Küchengeräte nach. Frau Dinkel-Freiburg hielt einen interessanten Vortrag über den Kochapparat „Oekonom“. Sie kochte dabei Bouillon, verfertigte Schnitzel, buck Kuchen und durch Ablesen des Zählers konnte sich jedermann von der Billigkeit der elektrischen Küche überzeugen. Daran schloß sich als angenehm empfundene Aufmerksamkeit des Ueberlandwerks eine Verlosung vieler nützlicher Gegenstände. Jedenfalls zeigten die beiden Vorträge, daß das elektrische Kochen verdient, in der bürgerlichen Küche mehr als bisher Beachtung zu finden. Denn es sei ein Irrtum zu glauben, daß die Ausgaben für elektrischen Strom Mehrausgaben sind, welche den Haushaltsetat belasten. Ihnen stehen ja auch wieder Ersparnisse an Holz und Kohlen gegenüber. Die Versammlung hat auch gezeigt, daß das Ueberlandwerk Ingelfingen-Hohebach in erfreulicher Weise bestrebt ist, zu seinen Abnehmerkreisen in guten Beziehungen zu stehen.
Vaterlandsfreund, Nr. 166, 17. 7. 1929
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16. September 1929. Musikfest
() Niederstetten, 16. Sept. Und macht die Trompete trara, trara, trara — vom frühen Morgen bis späten Abend war am Sonntag unsere Stadt voll des Klanges. Waren doch fast 10 Kapellen gekommen, um der edlen Musika einen Ehrentag zu bereiten. Sie hatten sich sogar, die Jünger der Musik, in historische Kostüme geworfen und ein besonders schmucker Trompeter (von Säckingen?) zeigte ihnen den Weg zum Festplatz. Alle hiesigen Vereine, der Stadtvorstand und der Gemeinderat hatten sich ihrem Zuge angeschlossen. Es war also ein recht gelungener Festzug. Auf dem Festplatz angekommen, entbot Herr Fach jr.-Dreischwingen den Festteilnehmern den Gruß der festgebenden Musikkapellen Niederstetten-Mergentheim. Er unterließ es nicht, einzeln allen denjenigen zu danken, welche in irgend einer Weise zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Er dankte dem Fürsten zu Hohenlohe für den schönen Festplatz, er dankte dem um die Musikpflege in unserer Stadt so verdienten Dirigenten der hiesigen Kapelle, Herrn Georg Jakobi uff [?]. Dann begrüßte Hr. Stadtschultheiß Schroth die fremden Kapellen und Musikfreunde. Er sprach den [Wunsch aus, daß der gegenseitige Wetteifer sich günstig] auf die Fortschritte jeder einzelnen Kapelle auswirken möge. Im weiteren Verlauf des Festes brachten die Kapellen abwechslungsweise ein sorgfältig ausgewähltes u. sehr gut einstudiertes Programm zum Vortrag. Es war recht erfreulich zu hören, daß diese meist ländlichen Kapellen, nicht nur einseitig und erwerbsgemäß Tanzmusik spielen, sondern daß sie sich bemühen, auch höhere Kunst zu pflegen. Ganz besonders eindrucksvoll war das Zusammenspiel aller Kapellen in dem Mozart'schen „Brüder reicht die Hand zum Bunde“. Am Schlusse des Festes überreichte Herr Fach zur Erinnerung jeder Kapelle ein großes Bild von Niederstetten. Der Besuch des Festes war sehr gut, das Wetter herrlich, der Festplatz im fürstlichen Hofgarten mit dem aufsteigenden Hügel als Resonanz von ausgezeichneter Akustik. An das Fest schloß [sich ein Festball in der Turnhalle, dessen Verlauf, wie der des ganzen Festes, durchaus gelungen war.]
[Im Original-Zeitungsartikel "Zeilensalat". Die in eckigen Klammern gesetzten Textteile wurden von mir sinnvoll umgestellt. - ge]
Vaterlandsfreund, Nr. 219, 17. 9. 1929