Friedrich Kießecker

Friedrich Kießecker

  • 14. Dezember 1931. Ergebnis der Gemeinderatswahl

    () Niederstetten, 14. Dez. Nun liegt die mit großer Spannung erwartete Gemeinderatswahl hinter uns. Sie hat in der Zusammensetzung des Gemeinderats fast keine Aenderung gebracht. Von sieben ausscheidenden Gemeinderäten haben nur sechs wieder kandidatiert. Alle wurden mit ansehnlicher Stimmenzahl wiedergewählt und man kann sich dieser: Einigkeit der Wählerschaft mit dem Gemeinderat freuen. Zum erstenmale in der Nachkriegszeit wurde nach dem System der einfachen Mehrheitswahl gewählt. Bemerkenswert war an der Wahl die Zersplitterung der Stimmen, welche sich auf 86 Namen verteilten, wodurch die Feststellung der Wahlresultate sehr verzögert wurde. Ein poetisch- angehauchter Wähler machte seinem Herzen in folgenden Versen Luft:
    „Weil ich halt nicht einen find,
    der etwas zustande bringt
    wieder diese Wählernot,
    wähl ich unsern Herr und Gott.
    Sein Programm ist jederzeit
    Nächstenlieb — Gerechtigkeit
    wer die übt und hält es ein,
    nur der ist wert gewählt zu sein".
    Das Wahlresultat ist: Stimmberechtigte 1041, abgestimmt haben 649 Stimmberechtigte. Ungültig waren 6 Zettel bezw. leere Umschläge. Es erhielten die seitherigen Gemeinderäte: Werkbesitzer Karl Streitberger 502, Fr. Knorr, Landwirt 393, Johann Linder 392, Friedrich Kießecker sr, Kaufmann 365, Karl Keppler, Flaschnermeister 291, Georg Striffler, Landwirt 271 Stimmen. Neu gewählt wurde Friedrich Melber, Gastwirt u. Metzgermeister mit 473 Stimmen. Auffallend viele Wähler haben das Mehrheitswahlsystem nicht erfaßt und haben Kandidaten kumuliert, und andere dafür gestrichen. Der Wahlkampf wurde durchweg in der anständigsten Form geführt.

    Vaterlandsfreund, Nr. 293, 15. 12. 1931

  • 26. November 1938. Fr. Kießecker sucht "Mädchen"

     

    Der Franke, 26. 11. 1938
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  • 28. Januar 1939. Anzeige Fr. Kießecker sucht kaufm. Lehrling

     

    Der Franke, 28. 1. 1939
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  • 28. März 1930. Schlußfeier der Volksschule - Firma Friedrich Kießecker - Stadtbaumeister Baumann - Marktert'sches Anwesen

    () Niederstetten, 27. März. Am Dienstag abend beging die evangelische Volksschule in der Turnhalle ihre Schlußfeier. Der öffentlichen Einladung zufolge waren außer der fast vollzähligen evangelischen Gemeinde auch zahlreiche Vertreter der anderen beiden Konfessionen anwesend. Herr Oberlehrer Wahl entbot Schülern und Zuhörern den Willkommgruß. Er wolle an die Entlaßschüler nicht nochmals viele Mahnungen richten, durch die ganze Schulzeit hindurch hätten sie genug erhalten, welche sie, ins Leben tretend, beherzigen sollen. Der Herr Redner begrüßte die Zuhörerschaft und wies auf das notwendige Band zwischen Elternhaus und Schule hin. Schließlich beglückwünschte Herr Oberlehrer Wahl den Stadtvorstand und Gemeinderat zu dem endgültigen Beschluß ein Schulhaus zu bauen. Dann spielte sich vor den Zuhörern ein wechselreiches Programm ab. Von den Kleinsten an bis zu den Entlassungsschülern wechselten Gesang, Spiel und ernste und heitere Deklamationen. Den Höhepunkt bildete die Rezitation von Schillers Glocke in Einzelvorträgen und Sprechchören. Es ist erfreulich, daß wieder einmal ein Klassiker zu Wort kam. Die unvergängliche Schönheit des Schönsten deutschen Epos hat sich in der ausgezeichneten Wiedergabe gezeigt. — Entlaßfeiern sind keine Schulprüfungen. Und doch geben sie ein Bild des Geistes, welcher in einer Schule wohnt. Sie spiegeln das schöne Verhältnis zwischen Elternhaus und Schule wieder und sind für Eltern, Lehrer und Schüler eine langanhaltende Erinnerung. Das war alles im vollsten Maße bei der Schulfeier der evang. Volksschule der Fall. Nachdem auch die katholische Volksschule auf die Stadt übergegangen ist, dürfte es sich vielleicht empfehlen, in Zukunft für beide Volksschulen und die Realschule gemeinsame Feiern abzuhalten. Am Interesse der Allgemeinheit fehlt es gewiß nicht.

    () Niederstetten, 28. März. Im hiesigen Geschäftsleben hat sich eine bedeutende Umwandlung vollzogen. Die seit 40 Jahren bestehende Firma Friedrich Kießecker hat ihre Abteilung Getreidehandel und Kunstdünger an die Fränk.-Hohenlohesche Getreideverkaufsgenossenschaft in Niederstetten verkauft. Sicherem Vernehmen nach hat Herr Stadtbaumeister Baumann das Markert'sche Anwesen in der Bahnhofstraße käuflich erworben.

    Vaterlandsfreund, Nr. 74, 29. 3. 1930

  • 29. November 1936. Todesanzeige Friedrich Kießecker

     

    Der Franke, Nr. 279, 30 11. 1936
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  • 3. Januar 1931. Weihnachtskonzert des Männergesangvereins

    () Niederstetten, 3. Jan. Weihnachtskonzert des Männergesangvereins Niederstetten. Mitwirkende: Bariton: Oberlehrer Wahl, Stadtorchester Bad Mergentheim, Männer- und Frauenchor des Vereins. Leitung: Chormeister Adolf Fleckenstein. Die glänzend erleuchtete Turnhalle ist dicht besetzt, die Bühne trägt einfachen grünen Schmuck, Im Hintergrund symbolisieren zwei beleuchtete Tannenbäume die Weihnachtszeit. Das ist der äußere Rahmen des Konzertes, welches wohl für alle Zuhörer ein inneres Erleben geworden ist. Im Mittelpunkt der Vortragsfolge stand die Cantate „Die heilige Nacht“ von Gade für Bariton, gemischten Chor und Orchester. Die einfach poetische Schilderung der Weihnacht drückt sich in den Chören der Seraphim und der Hirten aus. Ueber beide erhaben und doch beide verbindend erklingt der Gesang des Seraphs. Kein poetischer Ueberschwang des Textes. Aber der einfache Gesang der Hirten und der himmelerhebende Gesang der Seraphim, das prophetische Mahnen des Seraphs, alle noch gehoben durch die: gewaltigen Töne der Begleitmusik, verbinden sich zu einem Musikwerk, dessen Eindruck auf die Hörer nicht nur von einem kurzen Augenblick ist. Ernst begann die Vortragsfolge — der Seemann feiert in der Fremde Weihnacht. Dem folgte das Gellertsche Gebet in der Komposition von Beethoven. (Männerchor mit Orchesterbegleitung). Der großen Kantate folgte das gemütvolle Straßburglied aus des Knaben Wunderhorn in der Komposition von Kienzl, das Leid des aus Heimweh desertierten Soldaten tief ergreifend darstellend. Dann kamen Männerchöre, welche von der Heimat, der ersten Liebe und dem pfeifenden Vöglein erzählten — feinsinnig führte die Vortragsfolge in eine gehoben heitere Stimmung. Die gemischten Chöre „Wie's daheim war" und „Der Spielmann“ ließen in manchen Augen Tränen emporquillen, aber in dem sinnreichen und lustigen Lied „Die Gedanken sind frei“, kam, fortgerissen durch die flotte Melodie alles wieder in gute Stimmung. Es ist nicht möglich, jedes einzelne Lied zu nennen. Das Stadtorchester Bad Mergentheim spielte den „Calif von Bagdad“ (Ouverture), das „Intermezzo u. die Bacarole“ aus „Hofmanns Erzählungen“ und eine Folge aus dem „Dreimädelhaus“. Eine Kritik erübrigt sich. Gesanglich war hier dergleichen noch nicht geboten worden, umso erstaunlicher, wenn wir Sänger und Sängerinnen betrachten, alle im Alltagsberuf stehende fleißige Menschen, denen die Kunst des Gesanges kein Beruf, sondern nur Erholung ist. Und diese Sänger und Sängerinnen vermochte ihr Stabführer zu solcher künstlerischer Höhe zu führen. Hut ab von dem Stabführer, Hrn. Chordirigenten Fleckenstein, Hut ab vor den Sängerinnen und Sängern. Besonderer Dank und Anerkennung gebührt Herrn Oberlehrer Wahl dafür, daß er seine schöne Stimme für das Baritonsolo (Seraph) zur Verfügung gestellt hatte und für die meisterhafte Durchführung seiner Aufgabe. Ebenso stand der musikalische Teil des Konzertes künstlerisch hoch. Tadellos war das Zusammenwirken zwischen Orchester und Chören. Noch vieles wäre im Einzelnen zu sagen und zu loben. Herr Vorstand Julius Schneider begrüßte die Festversammlung. Wohl, so führte er aus, sei von einem Uebermaß an Weihnachtsfeiern abgeraten worden, aber Weihnachten ohne ein Lied sei gar nicht auszudenken. Wenn auch die Zeiten ernst seien, so gelte doch immer noch das Wort Cäsar Flaischlins: Sonne im Herzen und ein frisches Lied dazu, vermögen den Menschen zu erheben. Dem Konzert schloß sich ein Ball an. Besonders sei noch die flotte Abwicklung des Programmes, als allgemein angenehm empfunden, hervorgehoben. Während der Festlichkeit überreichte Herr Vorstand Schneider den langjährigen Mitgliedern des Vereines, Herren Friseur Wild und Kaufmann Kießecker sen., die Ehrenmitgliedsurkunde.

    Vaterlandsfreund, Nr. 3, 5. 1. 1931

  • 31. März 1930. Berichtigung Firma Kießecker

    () Niederstetten, 31. März. Entgegen einer früheren Korrespondenz wird mitgeteilt, daß Herr Friedrich Kießecker hier seine Abteilung Getreide und Kunstdünger nicht an die Fränkisch-Hohenlohesche Getreideverkaufsgenossenschaft verkauft hat.

    Vaterlandsfreund, Nr. 76, 1. 4. 1930

  • 5. Dezember 1936. Danksagung Friedrich Kiessecker

     

    Der Franke, Nr. 284, 5 12. 1936
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  • 5. Januar 1939. Fr. Kießecker sucht "Mädchen"

     

    Der Franke, 5. 1. 1939
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  • 9. Januar 1937. Familiennachrichten

    Familiennachrichten
    Geburten: [...] Walter, S. des Bauern Wilhelm Hermann-Eichhof und seiner Frau Sofie, geb. Herz. [...]
    Todesfälle: [...] Niederstetten: Friedrich Kiessecker, Kaufmann, 72 Jahre; Magd. Schumm, geb. Fischer, 80 Jahre; Karl Wild, Friseurmeister, 71 Jahre; Katharine Pflüger, geb. Zeller, 58 Jahre; Georg Dümmler, Bauer, von Ermershausen, 53 Jahre. [...]

    Der Franke, 9. 1. 1937

  • 9. März 1937. Anzeige Schädlings-Bekämpfungsmittel

     

    Der Franke, 9. 3. 1937
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