Hermann Braun

Hermann Braun

  • 21. Dezember 1931. Ehrengabe für Fräulein Marie Dinkel

    () Niederstetten, 21. Dez. Fräulein Marie Dinkel aus Schrozberg, Dienstmädchen bei Herrn Hermann Braun hier, ist für lange Dienstzeit eine Ehrengabe von 10 M mit Ehrenurkunde bewilligt und durch das evang. Stadtpfarramt ausgehändigt worden.

    Vaterlandsfreund, Nr. 299, 22. 12. 1931

  • Braun, geb. Braun, Klara

    Geb. 9. 3. 1892 in Niederstetten
    Hausfrau
    Mitglied im Turnverein
    Heirat: 19. 1. 1920 in Niederstetten
    Ehemann: Braun, Hirsch gen. Hermann, geb. 27. 7. 1892 in Niederstetten
    Kinder:
    Betty verh. Abraham, geb. 26. 8. 1921
    Auwanderung: 1. 5. 1940, USA
    Gest. 8. 1. 1957 in New York
    "Heutige Anschrift" [ca. 1960]: "Witwer" Hermann Braun

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-151 ff.

  • Braun, Haja Silber geb. Adler

    Geb. 10. 2. 1854 in Gossmannsdorf
    Hausfrau
    Heirat: 9. 4. 1888 in Niederstetten
    Ehemann: Baruch, geb. 24. 3. 1834 in Niederstetten, gest. 18. 8. 1919
    "Frau Haja Silber Braun geb. Adler war in III. Ehe mit ihrem hier 1919 verstorbenen Ehemann Baruch Braun, ?gew? Metzgers verheiratet. Die Eheleute betrieben hier ein ? ? Metzgerei mittleren Umfangs. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren geordnet. Sie lebten in bescheidenen Verhältnissen u. waren von ihren Mitbürgern geachtet. In dieser Ehe wurden 3 lebende Kinder geboren u. zwar:
    1) Hirsch genannt Hermann Braun geb. 27. 7. 1892 - siehe besonderen Fragebogen -
    2) Betty geb. 3. 9. 1894 verh. seit 17. 5. 1920 mit Fritz Neuburger Metzger in Niederstetten. Diese ist am 2. 6. 1921 zu Nürnberg gestorben.
    3) Gerda geb. 8. 6. 1896 hier, seit 1. 6. 1919 verheiratet mit Bernhard Selling in Lehrburg Kreis Ansbach - s. bes. blauen Fragebogen -"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-154 f.

  • Braun, Hirsch gen. Hermann

    Geb. 27. 7. 1892 in Niederstetten
    Kaufmann
    Heirat: 19. 1. 1920 in Niederstetten
    Ehefrau: Clara geb. Braun, geb. 9. 3. 1895, gest. 1. 1959 in USA
    Eltern:
    Baruch Braun, geb. 24. 3. 1839, gest. 1919, fr. Metzger in Niederstetten
    Luise Adler, geb. 10. 2. 1854 in Gosemannsdorf, gest. 1938
    Kinder:
    Betty, geb. 26. 8. 1921. Seit 1943 mit Julius Abraham, Kaufmann in New York 33, 186th Street verheiratet u. dort wohnhaft.
    Teilnehmer Erster Weltkrieg. EK II
    Vereine: Turnverein u. Gesangverein
    Verhaftet Herbst 1937 KZ Welzheim 10 Tage. Nov. 1838 KZ Dachau 3 Wochen.
    Auswanderung mit Ehefrau Mai 1940 in die USA
    "Von 10. 11. - 25. 11. 1938 KL Welzheim
    - 30. 12. 1939 KL Dachau
    H. gab an, daß er anläßtlich des Judenpgroms am 25. 3. 1933 auf dem Rathaus in Niederstetten mit Stahlruten derart mißhandelt worden sei, daß ihm fast sämtliche Adern geplatzt seien. Seit dieser Zeit Nervenleiden und hoher Blutdruck"
    "Inhaber einer Fellhandlung in Niederstetten. Aufgabe des Geschäfts im Jahre 1938 aus rassischen Gründen. Jährl. durchschnittliches Bruttoeinkommen ca. 6500 RM. In USA Verdienst (nach eigenen Angaben): 1951 3580 $, 1954 4238 4, 1956 4819 $ u. 1957 4710 $"
    Wohnhaus Gebäude Nr. 237 in der langen Straße 105 qm 2 Stock Wohnhaus Brandversicheurngswert 9000 Rm. Steuerwert: 7200 RM
    Verkauf Frühjahr 1939 an Bahnwärter Köhler, Niederstetten, jetzt in Igersheim um 6500 RM verkauft. Am 9. 4. 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört.
    "Genaue Auskunft über die Familie Hermann Braun kann Frl. Maria Dinkel, in Niederstetten, Frickentalstr. 6 geben. Sie war bei Braun Hausangstellte von 1920 bis 1940. Sie hat die ganze Schicksalszeit persönlich miterlebt.
    Hermann Braun war besonders tüchtiger Kaufmann u. gewandter Fellhändler. Er machte große Umsätze. Er war als Fellhändler und auch menschlich mit den Bürgern der Gemeinde nicht so verbunden wie sein Schwiegervater Max Braun. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse waren geordnet, wie auch seine Fa. [?] Seine Fellhandlung betrieb er auf eigene Rechnung.
    Er ist am 1. 5. 1940 nach New York USA ausgewandert u. lebt jetzt noch dort.
    Seine Ehefrau ist am 7. 1. 1959 in New York gestorben."
    Adresse: Hermann Braun, 506 West 186 th Street, New York 33, N.Y.

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-156 ff.

  • Braun, Max

    Geb. 19. 12. 1865 in Niederstetten
    Fellhändler
    Heirat: 7. 5. 1894 in Crailsheim
    Ehefrau: Jette geb. Selling, geb. 26. 2. 1874 in Kolmberg
    Kinder:
    Clara, geb. 9. 3. 1895 in Niederstetten. Ehefrau des Hirsch gen. Hermann Braun, Fellhändler in Niederstetten, gest. 8. 1. 1957 in New York
    Auguste, geb. 28. 10. 1902 in Niederstetten, Ehefrau des Dr. med. Theodor Kron aus Cassel, jetzt wohnhaft in New York
    Deportation Juni 1941 nach Theresienstadt. Ehemann am 22. 9. 1942 u. Ehefrau am 21. 4. 1943 in Theresienstadt gestorben lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Betrieb zusammen mit s. Bruder Wolf eine Fellhandlung i. Niederstetten"
    1/2 am Gebäude Nr. 211 u. [?] 240 qm Wohnhaus und Magazingebäude an der langen Gasse in Niederstetten. Brandversicherungswert 5700.- M. Steuerwert ca. 5500 RM.
    Der Grundbesitz wurde durch Kriegseinwirkung vernichtet.
    Am 16. 2. 1955 hat Karl Melber, Bauer in Niederstetten das Ruinengrundstück von den Kindern u. Erben Clara Braun u. Dr. med. Auguste Kron, beide in New York zusammen mit 1/2 von des Wolf Braun um 1320 DM erworben
    "Als Bürgermeister der Gemeinde Niederstetten von 1917-1937 kannte ich, der ich für die Dokumentenstelle die Aufzeichnungen über die Schicksale der jüdischen Familien als Bürgermeister a. D. Schroth mache, auch die Familie Max Braun. Max Braun hat als Fellhändler sich [?] und fleißig seinem Beruf gewidmet. Er war verträglich u. hatte mit allen Mitbürgern gute Beziehungen. Er war durchaus [?] wie auch seine ganze Familie. Seine wirtschaftlichen Verhätnisse waren immer geordnet. Sein Fellhandel gemeinsam mit Wolf war sehr [?]. Der Fellhandel ging nach 1933 ständig zurück u. hat wohl bis 1938 ganz aufgehört, wie auch Frl. Maria Dinkel auf Seite 3 schon angegeben hat. Diese ist über die Familie Braun, bei der sie angestellt war bezw. bei der Tochter Clara Brau, geb. Braun Ehefrau des Hermann Braun gut orientiert. Die Eheleute Braun wurden im Juni 1941 nach Theresienstadt deportiert und sind lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen Abt. I. der Ehemann am 22. 9. 1942 u. die Ehefrau am 21. 4. 1943 in Theresienstadt gestorben.
    Herr Hermann Emmert, Küferei und Weinhandlung hier Hauptstr. 4 hat die Familie Braun gut gekannt."
    Adresse; Fr. Auguste Kron-Braun, 1628 University Ave., Bronx, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-162 ff.

  • Selling, Gitta geb. Braun

    8. 6. 1896 in Niederstetten
    Hausfrau
    Heirat 1. 6.1919 in Lehrberg
    Ehemann: Justin Selling, geb. 12. 2. 1891, im I. Krieg 1914/1918 verwundet u. in Lehrberg an Kriegsverletzungen verstorben
    Kinder:
    1. Bernhard Selling, geb. 21. 1. 1922 in Lehrberg
    2. Martha Selling, verh. Simon, geb. 18. 9. 1920 in Lehrberg
    3. Käthe Selling, verh. Gutenstein, geb. 11. 1. 1925 in München
    4. Ignatz Selling, geb. 30. 6. 1927 in München
    "Ziff. 1 ist mit der Mutter 1941 nach Riga deportiert worden u.umgekommen
    Ziff. 3 + 4 sind mit der Mutter 1941 von Russland zurück u. gingen 1946 zu ihrem Onkel Hermann Braun nach New York 600 West 157. Street NY
    Ziff. 2 ist 1936 nach USA ausgewandert
    "Freiwilliger Umzug: Ja bzw. die Familie wurde in Lehrberg ausgewiesen u. wurde in Niederstetten aufgenommen."
    Deportation: Novbr. 1941.
    Bis März 1942 in Konzentrationslager Jungfernhof bei Riga. Lt. Todeserklärung des Amtsgerichts ? ? Gentheim v. 22. 2. 1957 ist Frau Selling  u. ihr Sohn Bernhard in diesem Lager umgekommen. Todestag auf 5. 5. 1945 festgesetzt.
    "Frau Selling geb. Braun war von Geburt bis zu ihrer Veehelichung 1. 6. 1919 mithin 25 Jahre hier in ihrem Elternhaus. Sie war allgemein geachet u. beliebt. Ihre Verhältnisse in Lehrberg sind in Niederstetten nicht bekannt."
    "Mutter führte nach dem Tode des Vaters die Häute und Fellhandlung fort. Keine näheren Angaben über das Einkommen. Einstufung gehobener Dienst. (Soll RM 8 000.- betragen). Geschäft ging nach 1933 zurück, Nov. 38 eingestellt. Wurde mit Kindern aus Lehrberg vertrieben."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-431 ff.

  • Selling, Ignaz

    Geb. 30. 7. 1927 in Lehrberg
    Eltern:
    Justin (Julius) Selling, geb. 12. 2. 1891, gest. Dez. 1932 an Kriegswunden
    Gitta geb. Braun, 8. 6. 1896, gest. 8. 5. 1945
    1939 oder 1940 in Lehrberg ausgewiesen, in Niederstetten aufgenommen
    Mit Mutter und zwei Geschwistern im November 1941 nach Riga deportiert
    Kam nach Kriegsende zurück und wanderte 1946 in die USA aus zu seinem Onkel Hermann Braun, New York, 600 West 157 Street, N.Y

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-435 ff.

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