Julius Schneider

Julius Schneider

  • 1. Februar 1939. Anzeige Julius Schneider sucht Gärtner-Lehrling

     

    Der Franke, 1. 2. 1939
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  • 1. Januar 1933, Weihnachtsfeier des Männergesangvereins

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 2, 3. 1. 1933, S. 3)

  • 2. Januar 1935. Gemeinsame Weihnachsfeier von Liederkranz und Turnverein

    Niederstetten, 2. Jan. (Weihnachtsfeier) Es schien zuerst ein gewagtes Unternehmen zu sein, als sich die Vereinsführer des Liekranzes und Turnvereins Niederstetten entschlossen, ihre Weihnachtsfeiern gemeinsam in der Turnhalle abzuhalten. Denn jeder dieser beiden Vereine verfügt über so viele Mitglieder, um allein für sich die Halle zu füllen. Trotzdem die Halle am Neujahrstage nun bis auf den letzten Platz gefüllt war, so zeigte sich doch die ganze Veranstaltung als eine überaus glückliche Kombination und nur zufriedene Besucher verließen zu etwas vorgerückter Stunde die gastliche Halle. Die unter der bewährten Leitung von Chormeister Fleckenstein-Bad Mergentheim vom Liederkranz vorgetragenen Chöre von Silcher, Weber, Kühler und Neumann zeigten den Verein auf eîner wirklich beachtlichen Höhe, besonders fanden auch die beiden Zeitlieder: „Lied der Bauleute“, von Schuler, und „Bauernerde", von Simon, lebhaftes Verständnis. In das Programm eingeflochtene Darbietungen des Turnvereins zeigten die durchtrainierten Körper der Turner in exakten Uebungen u. den ausgezeichneten Rythmus der neuen Volkstänze, ausgeführt von jugendlichen Turnerinnen, im besten Lichte. Eine Ehrung von Sangesbrüdern für 25jährige aktive Tätigkeit im Liederkranz konnte an die Sänger: Vereinsführer Julius Schneider, Leonhard Hönig, Friedrich Melber und Hermann Emmert erteilt werden. Eine ganz besondere Note erhielt der Abend durch eine bisher nicht bekannte Programmnummer: Allgemeiner Gesang. Was sich nach dieser, bis jetzt nie gepflogenen Einrichtung auf den Gesichtern der Besuchern zeigte, war restlose Zufriedenheit und es war nicht allein die beste Laune sprühender, einleitender und verbindender Worte zwischen den einzelnen, gemeinsam gesungenen Liedern des Chormeisters Fleckenstein, sondern auch die Freude darüber, daß die neue Zeit Verständnis und Liebe für den Gesang zu jedem Volfsgenossen tragen will. Als Abschluß der eigentlichen Fest er zeigte die Spielschar des Turnvereins das Festspiel in zwei Aufzügen von Witzmann: „Adolf Hitlers Sendung”. Die Spieler brachten es fertig, vor den andächtig lauschenden Zusschauern ein überzeugendes Bild des kämpfenden und siegenden Nationalsozialiiamus zu entrollen. Durch die übliche Gabenverlosung wurden enttäuschte und fröhliche Gesichter hervorgerufen. Die fleißig spielende Tanzkapelle Fleckenstein konnte die Besucher noch längere Zeit zusammenhalten und hat damit keinen kleinen Anteil an der wohlgelungenen Feier.

    Witzmann, Konrad: Adolf Hitlers Sendung. Volkstümliches Festspiel in 2 Aufzügen. Leipzig: Glaser [1933]. 38 S. (Neue Spiele. 1)

    Der Franke Nr. 2, 3. 1. 1935

  • 2. Juli 1929. Begrüßung der zurückkehrenden Sänger

    () Niederstetten, 2. Juli. Unsere als Sieger von Ulm heimkehrenden Sänger wurden gestern abend um 11 Ur festlich von unserer Einwohnerschaft empfangen. Herr Gemeinderat Kiesecker entbot den Sängern den Willkommgruß und Glückwunsch der Einwohnerschaft. Der Vorstand des Männergesangvereins, Herr Julius Schneider dankte für die freudige Begrüßung. Dann zog ein langer Zug nach dem Vereinslokal in dem Melberschen Saale. Dort wurde in Reden und Gesang noch weiter das freudige Ereignis gebührend gefeiert, wobei den Sängern und ihrem anwesenden Dirigenten, Herrn Fleckenstein-Mergentheim, viel Ehre widerfuhr.

    Vaterlandsfreund, Nr. 154, 3. 7. 1929

  • 22. Juli 1929. Konzert des Gesangvereins im Hofgarten

    () Niederstetten, 22. Juli. Nach dem schönen Erfolg auf dem schwäbischen Liederfest in Ulm, dem Landesfest des württembergischen Männergesanges, hatte der hiesige Männergesangverein das Bedürfnis, sein Können auch seinen hiesigen Gönnern zu zeigen. Aus diesem Grunde veranstaltete der Verein gestern ein Gartenkonzert, zu welchem er auch die Vereine der Umgebung eingeladen hatte. Das Gartenkonzert fand infolge des dankenswerten Entgegenkommens der Standesherrschaft im Hofgarten statt. Nach dem Festzug begrüßte der Vorstand des Männergesangvereins Niederstetten, Herr Julius Schneider, die Sänger u. Sangesfreunde. Das Gartenkonzert sei der Abschluß einer für die aktiven Sänger des Vereins recht arbeitsreichen Zeit. Der Erfolg sei ja auch nicht ausgeblieben. Dieser Erfolg sei aber in der Hauptsache das Verdienst des Herrn Chormeisters Fleckenstein-Mergentheim, des Dirigenten des Vereins. Diesem Herren galt dann auch das Hoch des Redners. — Im weiteren Verlauf seiner Rede dankte Herr Schneider der Standesherrschaft für die Ueberlassung des Hofgartens. — Im ersten Teil des Programms brachte dann der Verein die Ulmer Pflichtchöre zum Vortrag. Ueber diese Chöre des Weiteren zu sprechen erübrigt sich. Anläßlich des Ulmer Festes fanden sie in unseren Spalten ausführliche Behandlung. Dann trug der Verein „seinen“ Preischor „Korsarenfahrt“ vor — ein Lied von hinreisender Gewalt und großer Schönheit im Ton. All dementsprechend war auch der Vortrag (in Ulm soll er sogar noch besser gewesen sein) und so war der Beifall der Zuhörer stürmisch und fast nicht endenwollend. Dann folgte noch ein Kranz schöner Lieder, in welchen auch der Gesangverein Vorbachzimmern unter Leitung seines verdienten Dirigenten, Herrn Schultheiß Striffler, seine Blumen einfügte. Die Stadtkapelle füllte mit E Märschen die Pausen. Der Abend fand dann fast die gesamte Einwohnerschaft unter magischer Beleuchtung vieler farbiger Lampions wieder im Hofgarten. Musik u. Gesang hielt sie noch lange beisammen — nach der tropische Tageshitze — Stunden wohliger Kühle. — Es war ein schöner Tag, welchen uns ab der Männergesangverein geboten hat. Es sei noch erwähnt, daß die Fahne des Vereins mit der Ulmer Ehrenmünze geschmückt war.

    Vaterlandsfreund, Nr. 172, 24. Juli 1929

  • 26. Mai 1934. Generalversammlung des Männergesangvereins

    Niederstetten, 26. Mai. Der Männergesangverein hielt am gestrigen Abend im Postsaal seine Generalversammlung ab. Die Sängerschar war dem Vereinsbericht zufolge am Laufe des Jahres sehr rührig. Besondere Höhepunkte waren die im Sommer und zur Weihnachtszeit veranstalteten Gesangskonzerte, bei denen d. Sänger jeweils glänzende Proben ihres Könnens ablegten, was der Verein insonderheit der sechsjährigen Arbeit des Chormeisters Fleckenstein zu danken hat. Der Kassier konnte noch einen bescheidenen Ueberschuß aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr auf neue Rechnung vortragen. Zu Ehrensängern wurden für über 25jährige Sängerzeit die Herren Fischer und Meider ernannt. Weiterhin wurden für über 25jährige Sängerzeit die Herren Emmert, Hermann, Hönig, Melber und Schneider Julius mit der silbernen Ehrennadel geehrt. Vom Vorsitzenden des Hohenloher Sängerkreises wurde der seitherige Vorstand Julius Schneider wieder ernannt, dieser wiederum berief seine bisherigen Mitarbeiter als Vorstands- und Beiratsmitglieder. Die Satzungen d. DSB. wurden für den Verein für verbindlich erklärt. Das Hauptziel der Sänger für diesen Sommer ist das Landessängerfest in Heilbronn, bei dem sie sich die Aufgabe gestellt haben, mit dem Chor „Matrosenblut“ von Neumann am Gesangswettstreit im gehobenen Volksgesang teilzunehmen. Möge ihre Mühe von gutem Erfolg begleitet sein. Auf Vorschlag des Vereinsvorstandes wird der seitherige Männergesangverein den Namen „Liederkranz" führen, und zwar mit der Begründung, daß vor über 90 Jahren in hiesiger Stadt ein Gesangverein unter diesem Namen ins Leben gerufen wurde, dessen Fahne dem heutigen Verein — der aus den beiden früheren Vereinen Liederkranz und Harmonie nach dem Weltkrieg gebildet wurde — noch voran weht, so daß es ein Akt der Pietät an längst Vergängenes ist. T[au]b[er]z[eitung].

    Der Franke, Nr. 121, 29. 5. 1934

  • 3. Januar 1931. Weihnachtskonzert des Männergesangvereins

    () Niederstetten, 3. Jan. Weihnachtskonzert des Männergesangvereins Niederstetten. Mitwirkende: Bariton: Oberlehrer Wahl, Stadtorchester Bad Mergentheim, Männer- und Frauenchor des Vereins. Leitung: Chormeister Adolf Fleckenstein. Die glänzend erleuchtete Turnhalle ist dicht besetzt, die Bühne trägt einfachen grünen Schmuck, Im Hintergrund symbolisieren zwei beleuchtete Tannenbäume die Weihnachtszeit. Das ist der äußere Rahmen des Konzertes, welches wohl für alle Zuhörer ein inneres Erleben geworden ist. Im Mittelpunkt der Vortragsfolge stand die Cantate „Die heilige Nacht“ von Gade für Bariton, gemischten Chor und Orchester. Die einfach poetische Schilderung der Weihnacht drückt sich in den Chören der Seraphim und der Hirten aus. Ueber beide erhaben und doch beide verbindend erklingt der Gesang des Seraphs. Kein poetischer Ueberschwang des Textes. Aber der einfache Gesang der Hirten und der himmelerhebende Gesang der Seraphim, das prophetische Mahnen des Seraphs, alle noch gehoben durch die: gewaltigen Töne der Begleitmusik, verbinden sich zu einem Musikwerk, dessen Eindruck auf die Hörer nicht nur von einem kurzen Augenblick ist. Ernst begann die Vortragsfolge — der Seemann feiert in der Fremde Weihnacht. Dem folgte das Gellertsche Gebet in der Komposition von Beethoven. (Männerchor mit Orchesterbegleitung). Der großen Kantate folgte das gemütvolle Straßburglied aus des Knaben Wunderhorn in der Komposition von Kienzl, das Leid des aus Heimweh desertierten Soldaten tief ergreifend darstellend. Dann kamen Männerchöre, welche von der Heimat, der ersten Liebe und dem pfeifenden Vöglein erzählten — feinsinnig führte die Vortragsfolge in eine gehoben heitere Stimmung. Die gemischten Chöre „Wie's daheim war" und „Der Spielmann“ ließen in manchen Augen Tränen emporquillen, aber in dem sinnreichen und lustigen Lied „Die Gedanken sind frei“, kam, fortgerissen durch die flotte Melodie alles wieder in gute Stimmung. Es ist nicht möglich, jedes einzelne Lied zu nennen. Das Stadtorchester Bad Mergentheim spielte den „Calif von Bagdad“ (Ouverture), das „Intermezzo u. die Bacarole“ aus „Hofmanns Erzählungen“ und eine Folge aus dem „Dreimädelhaus“. Eine Kritik erübrigt sich. Gesanglich war hier dergleichen noch nicht geboten worden, umso erstaunlicher, wenn wir Sänger und Sängerinnen betrachten, alle im Alltagsberuf stehende fleißige Menschen, denen die Kunst des Gesanges kein Beruf, sondern nur Erholung ist. Und diese Sänger und Sängerinnen vermochte ihr Stabführer zu solcher künstlerischer Höhe zu führen. Hut ab von dem Stabführer, Hrn. Chordirigenten Fleckenstein, Hut ab vor den Sängerinnen und Sängern. Besonderer Dank und Anerkennung gebührt Herrn Oberlehrer Wahl dafür, daß er seine schöne Stimme für das Baritonsolo (Seraph) zur Verfügung gestellt hatte und für die meisterhafte Durchführung seiner Aufgabe. Ebenso stand der musikalische Teil des Konzertes künstlerisch hoch. Tadellos war das Zusammenwirken zwischen Orchester und Chören. Noch vieles wäre im Einzelnen zu sagen und zu loben. Herr Vorstand Julius Schneider begrüßte die Festversammlung. Wohl, so führte er aus, sei von einem Uebermaß an Weihnachtsfeiern abgeraten worden, aber Weihnachten ohne ein Lied sei gar nicht auszudenken. Wenn auch die Zeiten ernst seien, so gelte doch immer noch das Wort Cäsar Flaischlins: Sonne im Herzen und ein frisches Lied dazu, vermögen den Menschen zu erheben. Dem Konzert schloß sich ein Ball an. Besonders sei noch die flotte Abwicklung des Programmes, als allgemein angenehm empfunden, hervorgehoben. Während der Festlichkeit überreichte Herr Vorstand Schneider den langjährigen Mitgliedern des Vereines, Herren Friseur Wild und Kaufmann Kießecker sen., die Ehrenmitgliedsurkunde.

    Vaterlandsfreund, Nr. 3, 5. 1. 1931