Käthe Selling

Käthe Selling

  • Selling, Bernhard

    Geb. 21. 1. 1933 in Lehrberg
    "Er soll das Mechanikerfachhandwerk erlernt haben."
    Eltern:
    Justin (Julius) Selling, geb. 12. 2. 1891, gest. Dez. 1932 an Kriegswunden
    Gitta geb. Braun, geb. 8. 6. 1896, gest. 8. 5. 1945 ("In der Deportation umgekommen")
    Zuzug in Niederstetten 1939 oder 1940. In Lehrberg ausgewiesen und in Niederstetten aufgenommen.
    Deportation mit Mutter und zwei Geschwistern, Käthe und Ignatz, November 1941 nach Jungfernhof/Riga, umgekommen, auf 5. 5. 1945 für tot erklärt

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-427 ff.

  • Selling, Gitta geb. Braun

    8. 6. 1896 in Niederstetten
    Hausfrau
    Heirat 1. 6.1919 in Lehrberg
    Ehemann: Justin Selling, geb. 12. 2. 1891, im I. Krieg 1914/1918 verwundet u. in Lehrberg an Kriegsverletzungen verstorben
    Kinder:
    1. Bernhard Selling, geb. 21. 1. 1922 in Lehrberg
    2. Martha Selling, verh. Simon, geb. 18. 9. 1920 in Lehrberg
    3. Käthe Selling, verh. Gutenstein, geb. 11. 1. 1925 in München
    4. Ignatz Selling, geb. 30. 6. 1927 in München
    "Ziff. 1 ist mit der Mutter 1941 nach Riga deportiert worden u.umgekommen
    Ziff. 3 + 4 sind mit der Mutter 1941 von Russland zurück u. gingen 1946 zu ihrem Onkel Hermann Braun nach New York 600 West 157. Street NY
    Ziff. 2 ist 1936 nach USA ausgewandert
    "Freiwilliger Umzug: Ja bzw. die Familie wurde in Lehrberg ausgewiesen u. wurde in Niederstetten aufgenommen."
    Deportation: Novbr. 1941.
    Bis März 1942 in Konzentrationslager Jungfernhof bei Riga. Lt. Todeserklärung des Amtsgerichts ? ? Gentheim v. 22. 2. 1957 ist Frau Selling  u. ihr Sohn Bernhard in diesem Lager umgekommen. Todestag auf 5. 5. 1945 festgesetzt.
    "Frau Selling geb. Braun war von Geburt bis zu ihrer Veehelichung 1. 6. 1919 mithin 25 Jahre hier in ihrem Elternhaus. Sie war allgemein geachet u. beliebt. Ihre Verhältnisse in Lehrberg sind in Niederstetten nicht bekannt."
    "Mutter führte nach dem Tode des Vaters die Häute und Fellhandlung fort. Keine näheren Angaben über das Einkommen. Einstufung gehobener Dienst. (Soll RM 8 000.- betragen). Geschäft ging nach 1933 zurück, Nov. 38 eingestellt. Wurde mit Kindern aus Lehrberg vertrieben."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-431 ff.