Karl Limbacher

Karl Limbacher

  • 15. August 1932. Verkehrsunfall Karl Limbacher

    () Niederstetten, 15. Aug. In den gestrigen Abendstunden ereignete sich in dem Weiler Könbronn bei Schrozberg ein furchtbarer Verkehrsunfall. K. Limbacher, gebürtig von Oberstetten, in Münster wohnhaft, fuhr mit seinem Motorrad die abschüssige Ortsstraße herab. In einem angehängten Beiwagen saßen fünf Kinder. Anscheinend war die Belastung zu stark, sodaß Limbacher die Herrschaft über das Rad verlor und in voller Fahrt auf das Küstner'sche Anwesen auffuhr. Die Folgen waren furchtbar. Limbacher und die fünf Kinder wurden schwerverletzt in das Krankenhaus nach Schrozberg gebracht, wo Limbacher heute früh um 1 Uhr bereits gestorben ist. Den betroffenen Familien wendet fich herzliche Teilnahme zu.

    * Von einem Augenzeugen erfahren wir noch: Der Aufprall auf die Hausecke muß ganz gewaltig gewesen sein. Große Blutlachen, abgerissene Dachrinnenstücke, die schwer beschädigte Neander-Maschine, dazwischen liegend mit furchtbaren Kopfverletzungen der unglückliche Fahrer und die fünf Kinder. Der rasch herbeigeeilte Arzt, Herr Dr. Kühner, legte die ersten Notverbände an und sorgte für die Ueberführung ins Krankenhaus. Den Kindern geht es mit Ausnahme eines Buben, der mit einer schweren Gehirnerschütterung darnieder liegt, verhältnismäßig ordentlich. Limbacher war Mühlenbauer in Münster bei Stuttgart.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 189, 15. 8. 1932)

  • 15. August 1932. Verkehrsunfall Karl Limbacher, weiterer Bericht

    () Niederstetten, 15. Aug. Zu dem schweren Unglück in Könbronn erfahren wir noch Folgendes: Das schwere Verkehrsunglück, welches sich gestern Abend in Könbronn ereignet hat, hält alle Gemüter in Aufregung und der betroffenen Familie Limbacher zur oberen Mühle in Oberstetten wendet sich die allgemeine Teilnahme zu. Der Unfall hat sich wie folgt zugetragen. Karl Limbaher war kurze Zeit vor dem Unfall durch Könbronn bergaufwärts gefahren. Im Beiwagen seines Motorrades saßen zwei Kinder seines Bruders und drei andere Kinder. Die Straße durch Könbronn ist, wie allgemein bekannt, ganz besonders stark abschüssig. Limbacher fuhr wohl ziemlich schnell, ob er aber ein übermäßiges Tempo hatte, wird sich schwer sagen lassen. Es ist wohl möglich, daß ihm die starke Belastung des Beiwagens Bremsschwierigkeiten gemacht hat und daß er deshalb an die Seite der Straße fahren wollte. Dabei fuhr er mit voller Gewalt auf die Hausecke des Küstner'schen Anwesens, das letzte Haus in Könbronn. Die Wirkung des Anpralls war furchtbar. Der Fahrer wurde an das Haus geschleudert, alle Kinder wurden ebenfalls herausgeworfen. Karl Limbacher wurde so schwer verletzt, daß er noch in der Nacht nach dem Unfall den Geist aufgab. Die Kinder hatten meist ebenfalls schwere Verlegungen davongetragen und liegen alle im Krankenhaus Schrozberg. Ihr Befinden ist den Umständen entsprechend zufriedenstellend.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 190, 16. 8. 1932)

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.