New York

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  • Baumann, Mina geb. Kirchheimer

    Geb. 1. 7. 1891 in Hollenbach
    Heirat: 30. 6. 1931
    Ehemann: Otto Baumann, Baumeister in Niederstetten, "nicht jüdischer Abstammung"
    1944 oder 15. 2. 1945 Deportation nach Theresienstadt
    1945 Rückkehr nach Niederstetten, lebte bis 1960 in Niederstetten mit ihrem Ehemann zusammen, danach getrennt lebend
    1960 oder 1961 Auswanderung in die USA (New York)
    1961 oder 1962 Rückkehr nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld oder Stuttgart
    Gest. 10. 3. 1962, Heilanstalt Weinsberg (Kreislaufstörung)
    Ununterbrochener Wohnsitz in Niederstetten: 1898-1960
    Vater: Abraham Kirchheimer
    Mutter: Ricke Kirchheimer geb Schlossberger
    Schwester: Elsie Joffe, New York
    "In dem kleinen Städtchen Niederstetten mit etwa 1800 Einwohnern sei sie schon im Jahre 1931 als Jüdin vielen Schikanen, Aufregungen ausgesetzt gewesen. Ihr Ehemann – Architekt – habe beruflich deshalb außerordentlich große Schwierigkeiten und Existenzsorgen gehabt. 1938 sei er wegen seiner Ehe mit einer Jüdin nicht in die Kammer der bildenden Künste (Reichskulturkammer) aufgenommen worden und hätte daher seinen Beruf als Architekt nicht ausführen können."
    Entschädigung wegen erlittener Haft 300 DM
    Entschädigung für Heilverfahrenskosten 362,35 DM
    Entschädigung für "weitere" Heilverfahrenskosten 120 DM
    Entschädigung Körperschadensrente
    ab 1. 9. 1952 mit 61.-
    ab 1. 11. 1953 bis März 1962 100 DM
    Zahlung einer Soforthilfe 6000 DM
    "Die Ehe Baumann - Kirchheimer war anfänglich durchaus harmonisch. Mit Beginn der nationalsozialistischen Bewegung 1933 begannen sich Störungen in der Ehe bemerkbar zu machen, sodaß immer mehr ein Auseinanderleben zunahm, was sich soweit ausdrückte, daß jeder Ehepartner seinen eigenen Weg ging, obwohl sie im gleichen Hause wohnten. Dieser unerträglichen Zustand führte dann 1960 zur Trennung der Ehegatten ohne Auflösung der Ehe und einer Unterhaltsrentenabfindung durch freiwilligen Vertragsabschluß. Hierauf reiste die Ehefrau zu Verwandten nach U.S,A. Sie kehrte aber bald wieder zurück nach Stuttgart u. starb dann 10.3.1962 in der Heilanstalt Weinsberg. Frau Gertrud Fexer geb. Greiß, Witwe, Bahnhofstraße in Niederstetten, hat die Ehefrau Baumann genau gekannt, wenn evt. weitere Angaben über die Persönlichkeit erforderlich sind."
    Adresse: Elsie Joffe, 1266 Grand Concourse, Bronx 56, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-139 ff.

  • Braun, geb. Braun, Klara

    Geb. 9. 3. 1892 in Niederstetten
    Hausfrau
    Mitglied im Turnverein
    Heirat: 19. 1. 1920 in Niederstetten
    Ehemann: Braun, Hirsch gen. Hermann, geb. 27. 7. 1892 in Niederstetten
    Kinder:
    Betty verh. Abraham, geb. 26. 8. 1921
    Auwanderung: 1. 5. 1940, USA
    Gest. 8. 1. 1957 in New York
    "Heutige Anschrift" [ca. 1960]: "Witwer" Hermann Braun

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-151 ff.

  • Braun, Max

    Geb. 19. 12. 1865 in Niederstetten
    Fellhändler
    Heirat: 7. 5. 1894 in Crailsheim
    Ehefrau: Jette geb. Selling, geb. 26. 2. 1874 in Kolmberg
    Kinder:
    Clara, geb. 9. 3. 1895 in Niederstetten. Ehefrau des Hirsch gen. Hermann Braun, Fellhändler in Niederstetten, gest. 8. 1. 1957 in New York
    Auguste, geb. 28. 10. 1902 in Niederstetten, Ehefrau des Dr. med. Theodor Kron aus Cassel, jetzt wohnhaft in New York
    Deportation Juni 1941 nach Theresienstadt. Ehemann am 22. 9. 1942 u. Ehefrau am 21. 4. 1943 in Theresienstadt gestorben lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Betrieb zusammen mit s. Bruder Wolf eine Fellhandlung i. Niederstetten"
    1/2 am Gebäude Nr. 211 u. [?] 240 qm Wohnhaus und Magazingebäude an der langen Gasse in Niederstetten. Brandversicherungswert 5700.- M. Steuerwert ca. 5500 RM.
    Der Grundbesitz wurde durch Kriegseinwirkung vernichtet.
    Am 16. 2. 1955 hat Karl Melber, Bauer in Niederstetten das Ruinengrundstück von den Kindern u. Erben Clara Braun u. Dr. med. Auguste Kron, beide in New York zusammen mit 1/2 von des Wolf Braun um 1320 DM erworben
    "Als Bürgermeister der Gemeinde Niederstetten von 1917-1937 kannte ich, der ich für die Dokumentenstelle die Aufzeichnungen über die Schicksale der jüdischen Familien als Bürgermeister a. D. Schroth mache, auch die Familie Max Braun. Max Braun hat als Fellhändler sich [?] und fleißig seinem Beruf gewidmet. Er war verträglich u. hatte mit allen Mitbürgern gute Beziehungen. Er war durchaus [?] wie auch seine ganze Familie. Seine wirtschaftlichen Verhätnisse waren immer geordnet. Sein Fellhandel gemeinsam mit Wolf war sehr [?]. Der Fellhandel ging nach 1933 ständig zurück u. hat wohl bis 1938 ganz aufgehört, wie auch Frl. Maria Dinkel auf Seite 3 schon angegeben hat. Diese ist über die Familie Braun, bei der sie angestellt war bezw. bei der Tochter Clara Brau, geb. Braun Ehefrau des Hermann Braun gut orientiert. Die Eheleute Braun wurden im Juni 1941 nach Theresienstadt deportiert und sind lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen Abt. I. der Ehemann am 22. 9. 1942 u. die Ehefrau am 21. 4. 1943 in Theresienstadt gestorben.
    Herr Hermann Emmert, Küferei und Weinhandlung hier Hauptstr. 4 hat die Familie Braun gut gekannt."
    Adresse; Fr. Auguste Kron-Braun, 1628 University Ave., Bronx, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-162 ff.

  • Braun, Sofie gen. Saly, geb. Wiesenbacher

    Geb. 7. 9. 1878 in Niederstetten
    Heirat: 29. 5. 1900 in Niederstetten
    Ehemann: Samuel Braun, geb. 18. 1. 1870, gest. 20. 11. 1932
    Kinder:
    Auguste, geb. 15. 3. 1903, verh. seit 19. 6. 1921 mit Sally Leiter, geb. 15. 3. 1903, Fabrikant in Söflingen, jetzt in New York
    Umzug Frühjahr 1939 nach Stuttgart
    13. 9. 1939 - Ende Nov. 1939 Inhaftierung in Landesstrafanstalt Bruchsal u. KZ Ravensbrück.
    "Führte nach dem Tod ihres Mannes die Fellhandlung Samuel Braun in Niederstetten fort.
    August 1934 Geschäftsaufgabe infolge der Boykottmaßnahmen
    Jahreseinkommen bis dahin etwa 4000.- RM
    In USA von Schwiegersohn u. Tochter (1 Jahr vorher ausgewandert) unterstützt.
    Juva [Judenvermögensabgabe] angeblich 17500 RM."
    Wohnhaus Gebäude Nr. 225 u 214 B (Schuppen) 158 qm in der Ledergasse in Niederstetten. Brandversicherungswert 10000 M. Steuerwert 8000 M.
    8. 5. 1940 an Otto Bauer, Kaufmann hier um 6000 RM. Am 9. 4. 45 durch Kriegseinwirkung zerstört. Das Ruinengrundstück wurde von der Stadtgemeide 1953 um 5000 DM erworben - Rückerstattung!
    "Witwe Braun 1938 nach U.S.A. freiwillig ausgewandert zu ihrer Tochter Auguste Leiter"
    "Samule Braun und seine Ehefrau Sofie genannt Saly Braun geb. Wiesenbacher sind beide in Niederstetten geboren und aufgewachsen. u. Braun lernte als Kaufmann u. wurde in tüchtiger Fellhändler. Er betrieb [?] Fellhandlung in Niederstetten. Seine Ehefrau unterstützte ihn im Beruf und war eine tüchtige Hausfrau. Auf den Tod des Ehemannes im Jahr 1932 führte die Witwe das Geschäft bis zur Auflösung bezw. ihrer Auswanderung 1938 nach New York weiter. Die einzige Tochter ist mit Lally Leiter, Fabrikant in Söflingen bei Ulm verheiratet u. wohnt jetzt in New York."
    Ausgewandert Januar 1940 in die USA, in New York gest. am 15. 7. 1956 in Jackson Heights NY

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-168 ff.

  • Braun, Wolf

    Geb. 13. 2. 1874 in Niederstetten
    Fellhändler und Wirt
    Heirat: 14. 5. 1907 in Niederstetten
    Ehefrau: Nelly geb. Löwenthal, geb. 14. 1. 1883 in Mühringen, gest. 17. 9. 1943 Theresienstadt
    Kinder: 
    Julius, geb. 5. 10. 1908. Dieser kam lt. Maria Dinkel in eine Lehre des Holzhandels u. wandaerte schon 1935 nach U.S.A aus, wo er heute noch lebt.
    Deportiert Juni 1941 nach Theresienstadt
    Gest. 30. 3. 1944 in Theresienstadt
    Ehefrau lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen am 17. 9. 1943 in Theresienstadt gestorben. Ebenso der Ehemann lt. sicherer [?] der früheren hier noch wohnhaften Hausangestellten Marie Dinkel, ledig u. wohnh. in Niederstetten, Frickentalstr. 6
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein
    "Betrieb mit seinem Bruder Max zusammen eine Fellhandlung u. führte mit seiner Frau eine Gastwirtschaft"
    Haus: 1/2 an Gebäude Nr. 211. 240 qm Wohnhaus und Magazin. Gebäude an der langen Gasse in Niederstetten. Brandversicherungswert 6160 M. Steuerwert ca. 5800 - mit Max Braun
    Der ganze Grundbesitz wurde durch Krieseinwirkung vernichtet.
    Das Ruinengrundstück wurde von dem Sohne u. Erben Julius Braun am 16. 2. 1955 von Karl Melber, Bauer in Niederstetten, um 1320 DM erworben.
    "Frl. Maria Dinkel, früher Angestellte bei den Familien Braun jetzt Rentnerin in Niederstetten, Frickentalstr. 6 kennt die Verhältnisse genau.
    Wolf Braun ist im Fellhandel ausgebildet u. hat mit Max Braun eine gut gehende Fellhandlung betrieben sowie allein eine jüdische Speisewirtschaft, die in der Hauptstraße die Hausfrau besorgte. Wolf Braun war ein fleißiger Geschäftsmann u. hatte mit seinem Bruder Max Braun gute Erfolge im Fellhandel. In seiner Art u. Umgang mit seinen Mitbürgern war nicht so beliebt, wie Compagnon Max Braun. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse waren bis 1933 durchaus gesichert. Von da ab ging der Handel zurück u. hörte mit der Deportierung ganz auf. In seiner hiesigen Wirtschaft [?] Juden. Aber auch sonstige Mitbürger pflgten immer dort einzukehren.
    Die Ehefrau ist lt. Mitteilung des Standesamts Arolsen am 17. 9. 1943 in Theresienstadt gestorben. Der Ehemann soll ebenfalls lt. Frl. Dinkel dort gestorben sein."
    Adresse; Julius Braun, 621 West Street, New York 33. NY

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-171 ff.


    Erwähnung bei Bruno Stern, So war es, S. 113 (Foto)

  • Jakobowitz, Jenny

    Geb. 11. 4. 1890 in Niederstetten
    Stenotypistin
    verh. 27. 10. 1910 in Stuttgart, geschieden 1932
    Ehemann: Stefan Jakobowitz, Bankier in Stuttgart
    Umzug 1935 nach Niederstetten
    Auswanderung allein August 1939 nach England, Mai 1940 in die USA
    Adresse: 25 Fort Washington Ave. New York 32, N.Y.

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-186 ff.

  • Kirchheimer, Bruno

    Geb. 8. 6. 1914 in Niederstetten
    Metzger
    Auswanderung Juni 1937 in die USA
    Vater:
    Simon Kirchheimer, geb. 23. 11. 1882
    Jenny geb. Löwenthal, geb. 21. 4. 1884
    "Arbeitete nach Bestehen der Gesellenprüfung am 11. 11. 1932 als Metzger in Würzburg und Mannheim (als Geselle).
    Nach der Auswanderung in die USA war er dort in seinem früheren Beruf tätig. 1943-1945 in der US Army."
    Adresse: 76-05, 167th Street, Flushing 66, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-219 ff.

  • Kirchheimer, Cilly (Zilli)

    Geb. 28. 11. 1888 in Laudenbach
    Hausfrau
    Heirat: 16. 6. 1913 in Niederstetten
    Ehemann: Max Kirchheimer, Kaufmann, geb. 30. 1. 1884 in Hollenbach, für tot erklärt 8. 5. 1945 (Izbica)
    Kinder:
    Rosa, verh. Heidelberger, geb. 23. 3. 1914 in Niederstetten (verh. 1935)
    Elsie, verh. Risch, geb. 2. 1. 1916 in Niederstetten
    Deportiert 26. 4. 1942 mit Ehemann nach Izbica, für tot erklärt 8. 5. 1945
    "Max Kirchheimer betrieb in Niederstetten ein kleines Ladengeschäft."
    Adresse: Elsie Risch, 1266 Grand concourse, Bronx 56, New York

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-271

  • Kirchheimer, Else

    2. 1. 1916 in Niederstetten
    Answanderung 23. 4. 1934 über Hamburg nach New York
    Eltern:
    Max Kirchheimer, geb. 30. 1. 1894 in Hollenbach, Kaufmann
    Cilly geb. Rosenthal, geb. 28. 11. 1888 in Laudenbach
    Beide am 26. 4. 1942 nach Izbica deportiert und verschollen. Für tot erklärt zum 8. 5. 1945
    "Vater Max Kirchheimer betrieb in Niederstetten ein kleines Ladensgeschäft."
    Adresse: 1266 Grand Concourse, Bronx 56, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-225 ff.

  • Kirchheimer, Max

    Geb. 30. 1. 1884 in Hollenbach
    Textilkaufmann
    Heirat: 16. 6. 1913 in Niederstetten
    Ehefrau: Zilli geb. Rosenthal, geb. 28. 11. 1888 in Laudenbach
    Kinder:
    Rosa, geb. 23. 3. 1914 in Niederstetten, verh. 29. 8. 1935 mit Siegfried Heidelberger, Landwirt in Mergentheim. Ausgewandert nach Palästina 1935.
    Else, geb. 2. 1. 1916 in Niederstetten 1934 nach USA ausgewandert
    Herbert Dümmler, "unehelicher Sohn, Mischling"
    Mitglied Turnverein, Gesangverein
    12. 11. 1938 - 12. 12. 1938 im KZ Dachau inhaftiert
    Gebäude Nr. 205. 2,85 ar Wohnhaus, Stall u. [?] in der Bahnhofstraße. Brandversicherungswert 12.580 M. Steuerwert 10.300 M.
    Verkauf 29. 10. 1940/10. 6. 1941 an Martin Groß, Zimmermeister u. Ehefrau Hermine geb. Schmieg in Niederstetten, um 9.000 RM. Rückerstattung ist durch Vergleich erfolgt."
    "Fräulein Maria Dinkel, Niederstetten kann, falls erforderlich, weitere Auskunft über die Familie Max Kirchheimer geben.
    Die Eheleute Kirchheimer haben nach ihrer Verheiratung im Geb. Nr. 205 der Bahnhofstraße hier ein Textilgeschäft mittleren Umfangs betrieben. Der Ehemann ging meistens noch auf Hausierhandel u. die Ehefrau versah den Laden, der infolge seiner Lage keine Starke Frequenz hatte. Die Eheleute lebten stets in bescheidenen Verhältnissen. Der Ehemann war gelernter Kaufmann. Die wirtschaftlichen Verhältnisse ware nicht günstig. Von 1933 ab ganz ungünstig u. wirkten sich immer schlimmer aus, sodaß zuletzt eine trostlose Lage Platz gegriffen hatte, die mit der Deportation am 26. 4. 1942 nach Izbica Polen endete, wo sie umkamen."
    Deportiert 26. 4. 1942 von hier nach Izbica. Beide Eheleute sind dort umgekommen
    "Max Kirchheimer betrieb in Niederstetten ein kleines Ladengeschäft."
    Adresse: Elsie Risch, 1266 Grand concourse, Bronx 56, New York

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-245

  • Neuburger, Cerry geb. Adler

    Geb. 10. 1. 1894 in Goßmannsdorf
    Hausfrau
    Heirat: 22. 6. 1922 in Goßmannsdorf
    Ehemann: Fritz Neuburger, geb. 4. 5. 1894
    Kinder:
    Sigmund, geb. 17. 2. 1921 (Kind aus 1. Ehe des Mannes)
    Martin, geb. 18. 9. 1923
    Auswanderung mit Ehemann und Kindern 6. 3. 1935 New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-304

  • Neuburger, Fritz

    Geb. 4. 5. 1894 in Buttenwiesen
    Metzger
    Heirat:
    1. Betty geb. Braun, 5. 9. 1894 - 2. 6. 1921 in Nürnberg
    2. Cerry geb. Adler, 22. 6. 1922 in Goßmannsdorf, geb. 10. 1. 1894
    Kinder:
    Sigmund, geb. 17. 2. 1921
    Martin, geb. 18. 9. 1923
    Auswanderung 6. 3. 1935 New York
    Mitglied Turnverein
    Mißhandelt 25. 3. 1933

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-306 ff.

  • Neuburger, Martin

    Geb. 18. 9. 1923 in Niederstetten
    Schüler, jetzt Gerichtsbeamter
    Auswanderung mit Eltern und Bruder in die USA, New York
    Eltern:
    Fritz Neuburger, geb. 4. 6. 1894, gest. 21. 2. 1961
    Carrie Neuburger geb. Adler, geb. 16. 1. 1894
    Adresse: 305 Woodbine St., Brooklyn, NY
    "1930-1935 Volksschule in Niederstetten. Wurde Frühjahr 1934 nicht in die Realschule aufgenommen
    1935-1943 Schulausbildung in den USA mit High School Diploma
    Ist jetzt Gerichtsbeamter (nicht Richter)"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-312 ff.

  • Neuburger, Sigmund

    Geb. 17. 2. 1921 in Niederstetten
    Schüler, jetzt Mechaniker
    6. 3. 1935 Auswanderung mit Eltern und Bruder nach New York
    Eltern:
    Fritz Neuburger, geb. 4. 5. 1894, best. 21. 2. 1961
    Carrie geb. Adler, geb. 16. 1. 1894 (Stiefmutter)
    Adresse: 144 - 28, 71st. Road, Flushing 67, N.Y.
    "1927-1931 Volksschule in Niederstetten
    1931-1933 Realschule in Niederstetten. Mußte die Schule verlassen
    1933-1935 Volksschule in Niederstetten
    1935- Volksschule in den USA
    Jetzt Mechaniker"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-315 ff.

  • Ney, Albrecht

    Geb. 4. 10. 1920 in Niederstetten
    Schüler
    Mit Mutter und Bruder Auwanderung 1938 in die USA, New York
    Heirat 1947 (1955 3 Kinder, 3, 5, 7 Jahre alt)
    Eltern:
    Hermann Ney
    Cilly Ney geb. Schloss
    Adresse: 22-15 Collier Ave.,Far Rockeway, New York, NY
    "April 30 - März 34 Realschule in Niederstetten. Dann bis 38 Israelitische Lehrerbildungsanstalt in Würzburg.
    USA: Finanzielle Unmöglichkeit, die Berufsbildung fortzusetzen. Wurde und ist heute noch Versicherungsagent.
    Vater: Weinhändler in Niederstetten"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-318

  • Ney, Cilly geb. Schloß

    Geb. 15. 2. 1894 in Buttenwiesen
    Heirat: 26. 10. 1919 in Buttenwiesen
    Ehemann: Hermann Ney, gest. 22. 12. 1937
    Kinder:
    Heinz Albrecht (jetzt Abraham), geb. 4. 10. 1920 in Niederstetten
    Manfred, geb. 23. 2. 1925 in Niederstetten
    Auswanderung mit Kindern 1938 in die USA, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-321 ff.

  • Ney, Hermann

    Geb. 13. 1. 1889 in Niederstetten
    Weinhändler
    Heirat: 26. 10. 1919 in Buttenwiesen
    Ehefrau: Cilly geb. Schloß, geb. 15. 2. 1894 in Buttenwiesen
    Kinder:
    Heinz Albrecht, geb. 4. 10. 1920 in Niederstetten
    Manfred: 23. 2. 1925 in Niederstetten
    Gest. 22. 12. 1937, Leberkrebs und Nierenentzündung
    Auswanderung: 1938 Witwe mit den beiden Kindern nach New York
    Haus- und Grundbesitz: Wohnhaus Geb. Nr. 306. – 194 qm Hofraumanteil, Geb. Nr. 315, Scheuer – 226 qm, Parz. Nr. 226 – Gemüsegarten 98 qm, zus. 518 qm an der Bahnhofstraße. Brand-Vers. Wert 13000 M. Steuerwert: 10400 M.
    Zwangsversteigerung durch Konkurs am 14. 11. 1938 um 11250 RM an Karl Thomas, Kaufmann in Niederstetten, Bahnhofstraße
    Lebensunterhalt: "Unterhalt durch befreundete Familien bis zur Auswanderung."
    "Infolge Konkurses völlig verarmt."
    "Der frühere Nachbar Karl Waldmann, Landwirt kann, wenn nötig, weitere u. nähere Aussagen machen. Ney hatte anfänglich auf den Tod seines Vaters ein recht gutes Weinhandlungsgeschäft hier betrieben. Ney hat wohl auch unter ungünstigen Verhältnissen und der großen Conkurrenz im Weinhandel gelitten. Als die nationalsozialistische Partei zur Regierung kam u. die einschränkenden Maßnahmen Platz griffen, ging das ? ? stark zurück. Ney war zudem gesundheitlich nicht auf der Höhe, so daß der Betrieb ganz zum Erliegen kam u. der Konkurs angemeldet werden mußte.
    Die Familie Ney genoß unter ihren Mitbürgern allgemeines Ansehen und Beliebtheit."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-324 ff.

  • Ney, Manfred

    Geb. 23. 2. 1925 in Niederstetten
    Schüler
    Mit Mutter und Bruder 1938 Auswanderung in die USA, New York

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-327 ff.

  • Reis, Otto

    Geb. 2./5. 5. 1889 in Niederstetten
    Weinhändler
    Heirat: 
    28. 10. 1929 in Schwabach, Mina geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1903 in Schwabach
    17. 4. 1946 in New York, Eva Else geb. Seelig, geb. 9. 2. 1906
    Kinder:
    Emil, geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Walter, geb. 13. 1. 1932 in Niederstetten
    Julius, geb. 5. 11. 1935 in Würzburg
    Bertha Flora, geb. 5. 3. 1947 in Philadelphia Pa.
    Auswanderung des Ehemanns August 1940 USA
    Deportation der Ehefrau u. Kinder nach KZ Riga und seither verschollen.
    Auf Antrag des Ehemannes erfolgte durch rechtskräftigen Bewschluß des Amtsgerichts Bad Mergentheim am 14. 12. 1946 die Toderklärung auf 31. 12. 1945
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Übernahm die Weingrosshandlung von seinem Vater, sie war eine der bedeutendsten im Gebiet von Bad Mergentheim. Jahreseinkommen etwa RM 8000 . Betrieb Ende Mai 1938 eingestellt.
    In den USA Arbeiter. 1941 unter $ 1000,- 1942 $ 1200,- 1943 $ 1600, 1944-1950 über $ 2000,- 1951-1953 um $ 3000.-
    Seit Okt. 1957 erhielt er Berufsschadensrente (gehobener Dienst) rückwirkend ab 1. 11. 1953. War damals bereits erwerbsunfähig.
    Witwe und Waise erhalten jetzt hieraus die zustehenden Renten."
    In Niederstetten Wohnhaus Gebäude Nr. 232, jetzt Nr. 23. [...] Brandvers. 22.800 M. Steuerertrag 18500 M.
    Zwangsenteignung und Verkauf 7. 12. 1942 Stadtgemeinde Niederstetten durch Oberfinanzpräsident Stuttgart und im Auftrag Finanzamt Mergentheim.
    "Maria Dinkel, Frickentalstraße 6 und Landwirt und Nachbar Albert Weber + Frau können allenfalls Aussagen machen.
    Otto Reis besaß hier eine gut geleitete u. gut gesunde Weinhandlung. Er war ein fleißiger, umsichtiger und sparsamer Geschäftsmann, der allgemeines Ansehen u. Achter unter seinen Mitbürgern genoß.
    Seine Familienverhältnisse waren sehr geordnet. Es war eine der besten und angesehensten Familien. Otto Reis war ausgebildeter Kaufmann. Er befindet sich jetzt in Philadephia. - USA - u. hat sich dort wiederverheiratet."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-360 ff.

  • Schlossberger, Berthold

    Geb. 8. 2. 1899 in Hollenbach
    Kaufmann
    Heirat: 10. 11. 1930 in Niederstetten
    Ehefrau: Leoni geb. Laub, geb. 25. 12. 1893 in Gleicherwiesen
    1938 oder August 1941 mit Ehefrau nach New York ausgewandert
    9. 11. - 28. 12. 1938 "Schutzhaft" Dachau
    Adresse: c/o Hospital für Chronic Sick 1776 Clay Avenue, Bronx, New York
    Gest. 2. 12. 1961 dort verstorben
    "Bis Ende Okt. 38 Inhaber der Fa. Berthold Schlossberger, Manufakturwarengeschäft in Niederstetten. Eigentümer des Hausgrundstücks.
    Dann Geschäftsaufgabe (Verschleuderung) aus Verfolgungsgründen. Er hatte seine Manufakturwaren auch als ambulanter Gewerbetreibender vertrieben.
    Angabe Vorverfolgungseinkommen 4000,- RM.
    USA 1942 wieder Arbeit als Gehilfe von verschiedenen Firmen.
    1942: 850 Dollar
    1945: 1350 Dollar
    1955: 1650 Dollar
    1957 50% erwerbsbeschränkt. Social Security 75 Dollar mtl."
    Gebäude Nr. 116, 1,01 ar u. [...] Nr. 61 25 qm Gemüsegarten beim Röhrenbrunnen. Brandversicherungswert 5.400 RM. Steuerwert 4.400 RM
    Verkauf 31. 10. 1938 an Helene Brumm, led. Hausangestellte in Niederstetten um 5200 RM. Rückerstattung ist durch Vergleich am 14./15. 3. 1950 erfolgt.
    "Frl. Maria Dinkel, in Niederstetten, Frickentalstraße 6, kann, falls nötig Aussagen machen.
    Berthold Schloßberger betrieb hier ein kleines Tuchwarengeschäft. Den Laden versah die Ehefrau, während der Ehemann täglich auf den Hausierhandel ging. Schloßberger war ein [?] [?], aber fleißiger Mann, der nur seinem Erwerb nachging, um leben zu können. Das Verhältnis mit seinen Mitbürgern war gut.. Er war [?], wenn er von niemand ange[?] wurde. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse waren gering. Nach 1933 kam der Handel infolge der nationalsoz. Maßnahmen immer mehr zum Erliegen; ides veranlaßte ihn ger[?} falles zum Verkauf u. zur Auswanderung nach New York (U.S.A.)"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-401 ff.

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