Otto Reis

Otto Reis

  • 28. Juli 1933, Hauptübung der Feuerwehr mit Ehrungen

    Níederstetten, 28. Juli. (Hauptübung der Feuerwehr). Am letzten Montag, den 24: Juli 1933, abends 6 Uhr, marschierte die Freiw. Feuerwehr der Stadtgemeinde Niederstetten in flottem Tempo zur Siedlung Albrechtshöhe (Bauernsiedlung Eichhof), wo zusammen mit dem Freiw. Arbeitsdienst und der Feuerwehr Ermershausen eine Hauptübung stattfand. Sofort nach Ankunft wurde ohne jede Vorbereitung alarmiert, daß in Siedlung I mit der angebauten Siedlung II Feuer ausgebrochen ist, welches durch den herrschenden starken Westwind die Siedlung III besonders gefährdete. Kommandant Streitberger erteilte sofort seine Befehle, welche von Kommandant-Stellvertreter Knenlein sofort an die einzelnen Züge weitergegeben und prompt ausgeführt wurden. Während die Gefahr des Brandobjektes der Siedlung I und II als beseitigt erklärt wurden, entstand durch Funkenflug in Siedlung VII Feuer. Bei der Brandstelle I blieb eine Feuerwache zurück, alle anderen verfügbaren Kräfte eilten zum neuen Brandherd. Es war eine besondere Freude, zu sehen, wie die Freiw. Feuerwehr Niederstetten, die Feuerwehr Ermershausen und der Freiw. Arbeitsdienst Hand in Hand arbeiteten und so die gestellten Aufgaben zur allgemeinen Zufriedenheit lösten. Nach 2stündiger harter Arbeit ertönte das Signal "Sammeln". Bürgermeister Schroth erklärte in einer Ansprache den Anwesenden Siedlern den Zweck der Uebung und gab ihnen zu verstehen, daß auch sie unter dem Schutz der gesamten Feuerwehr der Stadtgemeinde Niederstetten stehen.

    Hierauf ehrte Bürgermeister Schroth folgende Kameraden mit dem Feuerwehrverdienstehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit: Kommandant-Stellvertreter Richard Knenlein, Feuerwehrmann Wilhelm Hofmann, Albert Kleinschrot, Johann Linder, Otto Reis. - Inzwischen hatte ein ungenannter Spender jedem Teilnehmer an der Uebung eine Flasche Bier gestiftet. Nach eigenen, vom Freiw. Arbeitsdienst vorgetragenen Liedern dankte Lagerführer Weinmann der Feuerwehr, daß durch diese Uebung seinem Wunsche Rechnung getragen worden sei und versprach, daß er bei nächster Gelegenheit mit seiner Mannschaft einer Uebung in der Stadtgemeinde Niederstetten beiwohnen werde. Ein kräftiges Heil Hitler beschloß die Uebung und die Feuerwehren marschierten mit frischem Gesang ihren Standorten zu.

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 173, 28. 7. 1933, S. 4)

  • Reis, Berta geb. Hamburger

    Geb. 8. 2. 1864 in Erlenberg
    Heirat: 29. 4. 1888 in Crailsheim
    Ehemann: Emil Reis, gest. 10. 5. 1924
    Kinder:
    Otto, geb. 25. 5. 1889
    Jenny, geb. 19. 10. 1892, verheiratete Öttinger ("umgekommen")
    Frieda, geb. 16. 5. 1894
    Henriette, 18. 1. 1900 
    Gest. 25. 3. 1935 in Niederstetten (Anämie)
    "Fräulein Maria Dinkel, Frickentalstraße 6 u. Familie Albert Weber, Landwirt als Nachbar können allenfalls Aussagen machen.
    Frau Berta Reis war eine gebildete Frau mit [?] Charakter, genoß allgemein Achtung u. Ansehen. Sie lebte nach dem Tode ihres Mannes mit ihren beiden ledigen Töchtern im Hauses ihres Sohnes Otto in besten u.[?] Verhältnissen."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-341 ff.

  • Reis, Emil

    Geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Schuler
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga-Jungernhof mit Mutter und Brüdern
    Für tot erklärt 31. 12. 1945
    Eltern:
    Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, gest. 1. 7. 1953
    Mina Reis geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1908, für tot erklärt 31. 12. 1945

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-344

  • Reis, Frida

    Geb. 16. 5. 1894 in Niederstetten
    Hausgehilfin bei ihrem Bruder
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga-Jungfernhof mit Schwester, Schwägerin und drei Neffen
    Für tot erklärt 31. 12. 1945
    Eltern:
    Emil Reis, gest. 10. 5. 1924
    Berta geb. Hamburger, gest. 25. 3. 1935
    "Frl. Maria Dinkel, Frickentalstr. 6 u. Landwirt u. Nachbar Albert Weber u. Frau können allenfalls weitere Aussagen machen.
    Frida Reis lebte im Haushalt der Eltern als Haustochter u. nach Übergabe der Weinhandlung an den Bruder Otto in dessen Familie, wo sie im Haushalt u. Küche arbeitete. Sie genoß allgemeine Achtung u. Ansehen. Das Verhältnis mit den Mitbürgern war stets ein sehr gutes."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-347 ff.

  • Reis, Henriette

    Geb. 18. 1. 1900 in Niederstetten
    Buchhalterin im Geschäft ihres Bruders
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga-Jungfernhof mit Schwester, Schwägerin und drei Neffen
    Für tot erklärt 31. 12. 1945 
    Eltern:
    Emil Reis, gest. 10. 5. 1924
    Berta geb. Hamburger, gest. 25. 3. 1935
    "Frl. Maria Dinkel, Frickentalstr. 6 u. Landwirt u. Nachbar Albert Weber u. Frau können allenfalls weitere Aussagen machen.
    Henriette Reis lebte im Haushalt der Eltern als Haustochter, sie besuchte hier die Realschule. Nach dem Todes des Vaters u. Übergabe des Geschäfts (gute Weinhandlung) an den Bruder Otto war sie als Kontoristin im Geschäft tätig. Sie genoß allgemeines Ansehen und Achtung unter der ganzen Bürgerschaft."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-350 ff.

  • Reis, Julius

    5. 11. 1936 in Würzburg
    Eltern:
    Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, 1938/39 USA
    Mina Reis geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1903, deportiert 1. 12. 1941 nach Riga
    Verschollen, auf 31. 12. 1945 für tot erklärt

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-354 ff.

  • Reis, Mina geb. Feuchtwanger

    Geb. 23. 9. 1903 in Schwabach
    Hausfrau
    Heirat: 28. 10. 1929 in Schwabach
    Ehemann: Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, gest. 1. 7. 1963
    Kinder:
    Emil, geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Walter, geb. 13. 1. 1932 in Niederstetten
    Julius, geb. 5. 11. 1936 in Würzburg
    Deportation mit Kindern im Nov. 1940 nach Riga

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-357 ff.

  • Reis, Otto

    Geb. 2./5. 5. 1889 in Niederstetten
    Weinhändler
    Heirat: 
    28. 10. 1929 in Schwabach, Mina geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1903 in Schwabach
    17. 4. 1946 in New York, Eva Else geb. Seelig, geb. 9. 2. 1906
    Kinder:
    Emil, geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Walter, geb. 13. 1. 1932 in Niederstetten
    Julius, geb. 5. 11. 1935 in Würzburg
    Bertha Flora, geb. 5. 3. 1947 in Philadelphia Pa.
    Auswanderung des Ehemanns August 1940 USA
    Deportation der Ehefrau u. Kinder nach KZ Riga und seither verschollen.
    Auf Antrag des Ehemannes erfolgte durch rechtskräftigen Bewschluß des Amtsgerichts Bad Mergentheim am 14. 12. 1946 die Toderklärung auf 31. 12. 1945
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Übernahm die Weingrosshandlung von seinem Vater, sie war eine der bedeutendsten im Gebiet von Bad Mergentheim. Jahreseinkommen etwa RM 8000 . Betrieb Ende Mai 1938 eingestellt.
    In den USA Arbeiter. 1941 unter $ 1000,- 1942 $ 1200,- 1943 $ 1600, 1944-1950 über $ 2000,- 1951-1953 um $ 3000.-
    Seit Okt. 1957 erhielt er Berufsschadensrente (gehobener Dienst) rückwirkend ab 1. 11. 1953. War damals bereits erwerbsunfähig.
    Witwe und Waise erhalten jetzt hieraus die zustehenden Renten."
    In Niederstetten Wohnhaus Gebäude Nr. 232, jetzt Nr. 23. [...] Brandvers. 22.800 M. Steuerertrag 18500 M.
    Zwangsenteignung und Verkauf 7. 12. 1942 Stadtgemeinde Niederstetten durch Oberfinanzpräsident Stuttgart und im Auftrag Finanzamt Mergentheim.
    "Maria Dinkel, Frickentalstraße 6 und Landwirt und Nachbar Albert Weber + Frau können allenfalls Aussagen machen.
    Otto Reis besaß hier eine gut geleitete u. gut gesunde Weinhandlung. Er war ein fleißiger, umsichtiger und sparsamer Geschäftsmann, der allgemeines Ansehen u. Achter unter seinen Mitbürgern genoß.
    Seine Familienverhältnisse waren sehr geordnet. Es war eine der besten und angesehensten Familien. Otto Reis war ausgebildeter Kaufmann. Er befindet sich jetzt in Philadephia. - USA - u. hat sich dort wiederverheiratet."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-360 ff.

  • Reis, Walter

    Geb. 13. 1. 1932
    Schüler
    Gest. 26. 3. 1942, für tot erklärt 31. 12. 1945
    Eltern:
    Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, gest. 1. 7. 1963
    Mina geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1908, für tot erklärt 31. 12. 1945
    Deportiert mit Mutter und Brüdern 1. 12. 1941 nach Riga

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-363 ff.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.