Palästina

Palästina

  • Fröhlich, Irma geb. Rosenthal

    Geb. 30. 5. 1909 in Niederstetten
    Hausfrau
    Heirat: 15. 3. 1935 in Bad Mergentheim
    Ehemann: Hugo Fröhlich, Kaufmann in Bad Mergentheim (2. Ehe des Ehemanns)
    Umzug 15. 3. 1935 nach Bad Mergentheim
    Ausgewandert 28. 3. 1935 nach Palästina
    Eltern:
    Gerson Rosenthal, geb. 15. 8. 1879, für tot erklärt 9. 5. 1945
    Rosa Rosenthal geb. Samfeld, geb. 3. 10. 1882, für tot erklärt 9. 5. 1945
    Adresse: Stamperstr. 2, Petah Tikwah, Israel

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-376 ff.

  • Heidelberger, Rosa geb. Kirchheimer

    Geb. 23. 3. 1914
    Verkäuferin
    Heirat: 29. 8. 1934
    Am 1. 7. 1934 von Bad Mergentheim nach Niederstetten umgezogen
    Ehemann; Siegfried Heidelberger, Landwirt in Mergentheim
    Eltern:
    Max Kirchheimer, geb. 20. 1. 1884 in Hollenbach, Kaufmann
    Cilly geb. Rosenthal, geb. 28. 11. 1888 in Laudenbach
    Beide am 26. 4. 1942 nach Izbica deportiert und verschollen. Für tot erklärt am 8. 5. 1945
    1935 Auswanderung mit Ehemann nach Palästina
    "Vater Max Kirchheimer betrieb in Niederstetten ein kleines Ladengeschäft."
    Adresse: SDE Jakob bei Haifa/Israel

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-254

  • Kirchheimer, Max

    Geb. 30. 1. 1884 in Hollenbach
    Textilkaufmann
    Heirat: 16. 6. 1913 in Niederstetten
    Ehefrau: Zilli geb. Rosenthal, geb. 28. 11. 1888 in Laudenbach
    Kinder:
    Rosa, geb. 23. 3. 1914 in Niederstetten, verh. 29. 8. 1935 mit Siegfried Heidelberger, Landwirt in Mergentheim. Ausgewandert nach Palästina 1935.
    Else, geb. 2. 1. 1916 in Niederstetten 1934 nach USA ausgewandert
    Herbert Dümmler, "unehelicher Sohn, Mischling"
    Mitglied Turnverein, Gesangverein
    12. 11. 1938 - 12. 12. 1938 im KZ Dachau inhaftiert
    Gebäude Nr. 205. 2,85 ar Wohnhaus, Stall u. [?] in der Bahnhofstraße. Brandversicherungswert 12.580 M. Steuerwert 10.300 M.
    Verkauf 29. 10. 1940/10. 6. 1941 an Martin Groß, Zimmermeister u. Ehefrau Hermine geb. Schmieg in Niederstetten, um 9.000 RM. Rückerstattung ist durch Vergleich erfolgt."
    "Fräulein Maria Dinkel, Niederstetten kann, falls erforderlich, weitere Auskunft über die Familie Max Kirchheimer geben.
    Die Eheleute Kirchheimer haben nach ihrer Verheiratung im Geb. Nr. 205 der Bahnhofstraße hier ein Textilgeschäft mittleren Umfangs betrieben. Der Ehemann ging meistens noch auf Hausierhandel u. die Ehefrau versah den Laden, der infolge seiner Lage keine Starke Frequenz hatte. Die Eheleute lebten stets in bescheidenen Verhältnissen. Der Ehemann war gelernter Kaufmann. Die wirtschaftlichen Verhältnisse ware nicht günstig. Von 1933 ab ganz ungünstig u. wirkten sich immer schlimmer aus, sodaß zuletzt eine trostlose Lage Platz gegriffen hatte, die mit der Deportation am 26. 4. 1942 nach Izbica Polen endete, wo sie umkamen."
    Deportiert 26. 4. 1942 von hier nach Izbica. Beide Eheleute sind dort umgekommen
    "Max Kirchheimer betrieb in Niederstetten ein kleines Ladengeschäft."
    Adresse: Elsie Risch, 1266 Grand concourse, Bronx 56, New York

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-245

  • Kirchheimer, Simon

    Geb. 23. 11. 1882 in Hohebach/Hollenbach?
    Viehhändler
    Heirat: 28. 8. 1911 in Niederstetten
    Ehefrau: Jeanette Jenny geb. Löwenthal, geb. 21. 4. 1884 in Mühringen, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Kinder:
    Arthur, geb. 16. 11. 1912 in Niederstetten, 1935 nach Palästina ausgewandert
    Bruno, geb. 8. 6. 1914 in Niederstetten, in die USA ausgewandert
    Rita, geb. 9. 6. 1915 in Niederstetten, verh. Stobetzki, in die USA ausgewandert
    Rut, geb. 27. 2. 1918 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Julius, geb. 22. 11. 1921 in Niederstetten, in die USA ausgewandert
    Josef, geb. 18. 2. 1931 in Würzburg, mit den Eltern nach Rotterdam, dort verhaftet, ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht und dort vergast
    Auswanderung 1938 nach Holland mit Ehepartner und zwei Kindern
    2. 5. 1942 - 2. 11. 1942 KZ Westerbrook
    Deportation 2. 11. 1942 nch Auschwitz mit Eheparter und zwei Kindern
    "Viehhändler in Niederstetten, Geschäft hauptsächlich ausserhalb. Jahreseinkommen vor der Verfolgung 7000.- Ging ab 1936 stark zurück."
    Gebäude Nr. 341. 90 qm in der Frickentalstraße. Brandvers.Wert: 12500 RM. Steuerwert 10000 RM.
    Verkauf 14. 7. 1939 an Fritz Fug, Weingärtner u. Ehefrau Anna geb Frieß in Niederstetten um 10000 RM. Rückerstattung ist durch Vergleich erfolgt."
    "Frl. Maria Dinkel, Niederstetten, Frickentalstr. 6 u. der Käufer des Gebäudes Fritz Fug können falls nötig, noch erforderliche Auskünfte geben.
    Simon Kirchheimer war ein vesierter Viehhändler. Diesen Beruf hatte er erlent. Er handelte in Gemeinschaft mit seinem Vater Abraham Kirchheimer und seinem Onkel Julius Schloßberger. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse verbesserten sich von Jahr zu Jahr u. waren daraus [?]. Er genoß allgemeine Achtung und Wertschätzung. Er nahm mit seiner Familie am gesellschaftlichen Leben der ganzen Bevölkerung teil. Seine Familienverhältnisse waren geordnet.
    Er war schon auf dem Weg zur Ausreise nach U.S.A. über Holland/Rotterdam, wo er von der N.S.D.A.P. verhaftet und mit Familie und den beiden Kindern Rut u. Josef in das Konzentrationslager Auschwitz verbracht wurde, wo sie umkamen."

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-268

  • Rosenthal, Gerson

    Geb. 16. 8. 1879 in Niederstetten
    Kaufmann, Kultusbeamter bei der Isr. Religionsgemeinschaft
    Heirat: 18. 8. 1908 in Mainbernheim
    Ehefrau: Rosa geb. Samfeld, geb. 3. 10. 1882 in Mainbernheim
    Eltern:
    Isak Rosenthal, Kaufmann
    Jette Rosenthal geb. Rothschild
    Für tot erklärt 9. 5. 1945
    Kinder:
    Irma, geb. 30. 5. 1909, verh. seit 15. 3. 1935 mit Hugo Fröhlich, Kaufmann in Bad Mergentheim
    Bertha, geb. 3. 12. 1913 in Niederstetten
    Auswanderung der Kinder:
    Irma Fröhlich geb. Rosenthal ist nach ihrer Verheiratung nach Palästina (Pitach-Tikwah) ausgewandert.
    Berta nach 1938. Lehrerin in England
    Deportation der Eltern: Juni 1941 nach Theresienstadt
    Adresse Berta: 32 Kinctaig Street, Cardiff, South-Wales, England
    "Bis zum Verbot des Schächtens (1. 3. 1933) Schächter in den jüdischen Gemeinden Bad Mergentheim und Niederstetten. Danach Synagogendiener. Auch Vorbeter in der isr. Religoonsgemeinde in Niederstetten. - Für die Schächtertätigkeit erhielt er von den Gemeinden eine kleine monatliche Vergütung und bei Insanspruchnahme jeweils eine Bezahlung für seine Tätigkeit.
    Juva RM 3120,-"
    Wirtschaftliche Verhältnisse: "Denkbar schlechte Verhältnisse"
    "Geschwister Weigel, [?] u. Gottlob Baumann, Schuhmachermeister, können als Nachbarn falls nötig weitere Aussagen machen. Außerdem Frl. Maria Dinkek, Frickentalstr. 6.
    Gerson Rosenthal war Schächter u. Synagogendiener. Seine Ehefrau half ihm bei seinem Dienst u. als Hausfrau.
    Die Familienverhältnisse waren geordnet. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren immer gering fast arm.
    Der Familie wurde allgemein unter die Arme gegriffen.
    Sie genoß allgemeines Ansehen u. Achtung."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-370

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