Richard Knenlein
Richard Knenlein
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1. Oktober 1938. Beratung des Bürgermeisters mit den Beigeordneten und Ratsherren
Niederstetten, 1 Oktober. (Beratung des Bürgermeisters mit den Beigeordneten und Ratsherren am 16 September 1938) Martin Groß, Zimmermeister hier, beabsichtigt an der Bahnhofstraße neben Dertinger und Kirchheimer ein Werkstattgebäude zu erstellen und sucht um Aufhebung der für die geplante Gartenstraße bestehenden Baulinien nach. Der Aufhebung der Baulinie wird zugestimmt, soweit diese bei dem Neubau in Frage kommt. Von dem Antragsteller wird jedoch verlangt, daß er zwischen dem geplanten Neubau und seinem Gebäude einen Fußweg freiläßt. Die Baulinie für die geplante Gartenstraße wurde bereits vor ca. 70 Jahren festgelegt. Die Durchführung der Gartenstraße war bisher noch kein Bedürfnis. – Nach dem Erlaß der Zentralkasse für das Feuerlöschwesen wird der Stadtgemeinde für die Anschaffung einer Motorlöschspritze ein Zuschuß von 33 1/3 Prozent gewährt. Die Anschaffung wird beschlossen und zum Einkauf eine Kommission bestimmt, der neben dem Bürgermeister und den Beigeordneten der Oberbrandmeister Ratsherr Knenlein und dessen Vorgänger Ratsherr Streitberger angehören. Die Kriegerkameradschaft hier beabsichtigt einen neuen, modernen Schießstand zu erstellen und bittet um Ueberlassung eines geeigneten Platzes, sowie um sonstige Unterstützung bei der Erstellung des Schießstandes. Ehe dem Gesuch näher getreten wird, will der Bürgermeister mit dem Vorstand des Schützenvereins wegen eines Zusammengehens der beiden schießsporttreibenden Vereine verhandeln. – Die Modelle für den Brunnen bei der Apotheke werden besichtigt. Als geeignet wird das von Gewerbelehrer Reiber hier gewählt. Die Ausführung der Arbeit wird dem Bildhauermeister Seelig-Laudenbach übertragen. Eine allgemeine Befreiung der Mitglieder der hiesigen Sanitätskolonne von der Feuerwehrabgabe kann nicht stattfinden, da mit der gleichen Begründung auch die Angehörigen der SA., NSKK. sowie die Politischen Leiter von der Abgabe befreit werden müßten. — Die Abrechnung der Gewerbeschule 1937/38 wird ohne Einwendung zur Kenntnis gebracht. Vom Nutzungsplan und von der Fällungsnachweisung 1938/39 wird Kenntnis genommen. Eine Besichtigung der städt. Wälder durch die Beigeordneten und Ratsherren wird nach Beendigung der Herbstarbeiten stattfinden. – Den im Ausland wohnenden Niederstettener wird der schwäbische Heimatkalender 1929. von Hans Reyhing als Heimatgruß übersandt, Die Angehörigen werden ersucht, beim Bürgermeister die Adressen abzugeben. — Der Bürgermeister berichtet über den Finanzausgleich und über den Stand der Voranschlagsarbeiten.
Der Franke, 1. 10. 1938
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14. März 1938. Heldengedenktag
Niederstetten. Am Heldengedenktag beging der Kyffhäuserbund am Kriegerdenkmal eine würdige Feier, an welcher sich auch die Ortsgruppe der NSDAP. und alle Formationen beteiligten. Pg. Richard Knenlein gedachte in markanten Worten unserer gefallenen Helden des Weltkrieges und verlas unter dumpfem Trommelwirbel die Namen der Gefallenen unserer Gemeinde. - Pg. Bürgermeister Weher legte im Namen der Stadt einen Lorbeerkranz zum Zeichen der Dankbarkeit am Ehrenmale nieder.
Der Franke, 14. 3. 1938
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19. April 1933, Scheune abgebrannt. Acht Stadträte neu bestimmt
Niederstetten, 19. April. Heute früh etwa um 1/2 4 Uhr brach in der Scheuer des Landwirts Karl Melber – Hausname Ströbel-Melber –, Feuer aus, das sehr rasch um sich griff. Das angebaute Wohnhaus wurde ebenfalls ein Opfer der Flammen. Das Vieh konnten gerettet werden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Die eingeäscherte Scheuer wurde erst im Jahre 1932 neu erbaut. - In Anpassung an das Ergebnis der letzten Reichstagswahl wurden für die Gesamtgemeinde Niederstetten acht Stadträte von den einzelnen Parteien bestimmt und zwar für die NSDAP. der Fürst Albrecht zu Hohenlohe-Jagstberg, Sägereibesitzer Karl Streitberger, seith. Gemeinderat, Metzgermeister Friedrich Melber, seith. Gemeinderat, Buchdruckereibesitzer Richard Knenlein, für den Württ. Bauern- und Weingärtnerbund Johann Linder, Landwirt, seith. Gemeinderat, Weingärtner und Landwirt Wollinger, seith. Gemeinderat, und für das Zentrum der Flaschnermeister Karl Keppler, seith. Gemeinderat, für die Teilgemeinden Ermershausen und Sichertshausen der Landwirt Herrmann in Ermershausen. Das Ergebnis der Mandatsverteilung wird von der Bevölkerung mit Befriedigung aufgenommen.
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 91, 20. 4. 1933, S. 4)
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20. März 1935. 83. Geburtstag Gottlob Euler - Heldengedenkfeier
Niederstetten, 20. März. Küfermeister Gottlob Euler begeht heute seinen 83. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische. Herr Euler kann sein Handwerk noch tagtäglich ausüben. Wir wünschen dem Jubilar auch fernerhin Gesundheit und Wohlergehen.
Heldengedenkfeier. Am vergangenen Sonntag gedachte die Gesamtgemeinde in würdevoller Weise ihrer im Weltkriege für das Vaterland gefallenen Toten. Die Formationen und die Bevölkerung zogen um 11 Uhr zum Kriegerdenkmal, an welchem zuerst Richard Knenlein seiner Frontkameraden gedachte, Bürgermeister Schroth legte zum Zeichen des Dankes einen Kranz nieder. Zum Abschlusse spielte die Kreismusikkapelle das Lied vom guten Kameraden.Der Franke, Nr. 68, 21. 3. 1935
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22. April 1938. Beratungen mit Beigeordneten und Ratsherren
Niederstetten, 22, April. (Beratung mit den Beigeordneten und Ratsherren). Bisher wurde in der Pumpstation ein Rohölmotor verwendet, künftig wird zu Pumpzwecken der verbilligte Nachtstrom Verwendung finden. Zu diesem Zweck erfolgt der Einbau eines Ventilschalters mit Schnellschlußventil. Mit Rücksicht auf die Kosten, die durch den Milcherhitzungszwang entstehen, sucht die Milchverwertungsgenossenschaft um Nachlaß ihres Wasserzinses nach. Ein völliger Nachlaß des Wasserzinses ist nicht möglich, dagegen wird der angesetzte Wasserzins auf 50 Prozent ermäßigt. Nachdem die Wasserentnahme künftig eine geringere sein wird, kommt in Zukunft eine Ermäßigung des Wasserzinses nicht mehr in Frage. Die Zuführung der Wasserleitung in den Schulgarten wird genehmigt. In der Nachlaßsache H. Ney wird als Nachlaßpfleger Stadtpfleger Pflüger vorgeschlagen. Gegen die Errichtung einer Einfahrt von der Oberstettenerstraße zum Holzlagerplatz durch die Firma Gebrüder Jung wird nichts eingewendet. Der Wert des zu entfernenden Apfelbaumes wird auf 60 RM. festgesetzt. Die Abrechnung über die letzte Vorstellung der Landesbühne: "Kleiner Mann, ganz groß", wird bekanntgegeben. Die Vorstellung war mit über 500 Besuchern sehr gut besucht. Die NS.-Kulturgemeinde beabsichtigt, die Hälfte der Sitzplätze in der Turnhalle zu erhöhen und wird später nach Gründung des Besucherrings wegen einem Beitrag, der allerdings wieder zurückbezahlt wird, an die Stadtgemeinde herantreten. — Der Bürgermeister teilt mit, daß die Farreneinkaufskommission bei der Versteigerung in Hall einen Jungfarren um den Preis von 2020 RM. gekauft hat. — An dem Brunnen im Eichhof wird eine Pflasterung durchgeführt. Der von dem Juden Bernheimer früher gestiftete Brunnen bei der Apotheke (sogenannter Heimatbrunnen) verschandelt das Ortsbild, er wird deshalb in nächster Zeit entfernt und durch einen neuen Brunnen ersetzt. Soweit das Wasser des Röhrenbrunnens nicht für den neuen Brunnen benötigt wird, wird dasselbe der Milchverwertungsgenossenschaft zur Ergänzung ihrer Brunnenanlage zur Verfügung gestellt. — Anläßlich der Goldenen Hochzeit der Ehepaare Dod und Käser wird den Jubelpaaren das übliche Geschenk aus der Stadtkasse verwilligt. — Mit Wirkung vom 1. April d. Js. wird der Stundenlohn für Pferdegespanne wie folgt erhöht, Zweispänner von 1,10 RM. auf 1,30 RM,, Einspänner von 70 Pfg. auf 85 Pfg. — Der bisherige Führer der freiw. Feuerwehr, Ratsherr Streitberger, hat altershalber sein Amt als Oberbrandmeister niedergelegt. Der Bürgermeister spricht dem aus dem Amt Scheidenden den Dank der Stadtverwaltung aus. Als Nachfolger wird dem Oberamt vorgeschlagen der bisherige Brandmeister Ratsherr R. Knenlein, als dessen Stellvertreter der bisherige Löschmeister Alb. Kleinhanß, Sattlermeister. — Bürgersteuer — und Wasserzinsangelegenheiten.
Der Franke, 23. 4. 1938
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23. August 1937. Ehrenbürgerschaft für Albert Sammt
Niederstetten, 23. Aug. (Luftschiffkapitän Sammt Ehrenbürger seiner Vaterstadt.) Die höchste Ehrung, die eine Gemeinde einem Volksgenossen erteilen kann, ist das Ehrenbürgerrecht. Mit dieser Auszeichnung wollte die Stadt Niederstetten auch ihren Sohn, Luftschiffkapitän Albert Sammt-Frankfurt am Main für seine Verdienste um die Luftschiffahrt und damit für das Vaterland, ehren. Die reich geschmückte Turnhalle faßte am Samstagabend kaum die erschienenen Gäste, welche Zeugen der Uebergabe des Ehrenbürgerbriefes sein wollten. Unter den Anwesenden, welche sich aus Volksgenossen der Gesamtgemeinde, sowie dem näheren Umgebung zusammensetzten, bemerkte man auch Kreisleiter Seiz-Bad Mergentheim, den älteren Bruder und eine Schwester von Luftschiffkapitän Sammt. Eine Streichkapelle der SS.-Standartenkapelle "Deutschland"-Ellwangen leitete die Feierstunde ein und trug einen erheblichen Teil zur Ausgestaltung des Abends bei, gut unterstützt vom Männergesangverein Niederstetten. Bei der Uebergabe des von Künstlerhand ausgeführten Ehrenbürgerbriefes durch Bürgermeister Weber an Luftschiffkapitän Sammt, welcher mit seiner Frau erschienen war, brachte ersterer zum Ausdruck, daß diese Ehrung einem verdienten Sohne der Stadt zuteil werde und daß sie Anlaß sein möge, die Verbundenheit mit ihr noch zu stärken, besonders gedachte er seiner glücklichen Errettung bei der Katastrophe des Luftschiffes "Hindenburg" und wünschte ihm noch volle Genesung von seiner hierbei erlittenen Verwundung. Luftschiffkapitän Sammt dankte in herzlichen Worten für die erhaltene Auszeichnung, die er voll würdige. Richard Knenlein sprach im Namen der gleichaltrigen Jugendgenossen von Albert Sammt und. seine Ausführungen zeigten, wie stolz sie alle auf ihren Gefährten aus der Jugendzeit seien. Der mit seinem Freunde Albert Sammt und dessen anwesenden Bruder Fritz verlebten Jahre in Niederstetten gedachte Bürgermeister Schroth und hob hervor, wie Sammt sich vom einfachen Handwerker durch zähen Fleiß und Einsatzbereitschaft sich seine heutige Stellung bei der Zeppelinluftschiff-Reederei errungen habe und wie die ganze Gemeinde gebangt hätte um ihren Heimatsohn, als die Nachricht von der Luftschiffkatastrophe eintraf und wie die Anwesenden wohl nun zum erstenmale in unserem Vaterlande aus berufenem Munde Einzelheiten darüber erfahren werden. In einer längeren Ausführung schilderte dann Luftschiffkapitän Sammt, ausgehend von seinem letzten Vortrage mit Film und Lichtbildern, den er hier im Jahre 1930 hielt, die Entwicklung des Luftschiffbaues und dann besonders eindringlich mit beredten Worten seine letzte Fahrt, welche zugleich auch die Katastrophenfahrt des Luftschiffes "Hindenburg" war. Gespannt lauschten die Zuhörer der ergreifenden Schilderung der 37 Vernichtungssekunden und der glücklichen Rettung aus dem brennenden Luftschiff, wenn auch mit schweren Brandwunden. Gegen Schluß des Abends erschien überraschend und freudig begrüßt ein Kamerad unseres Ehrenbürgers Albert Sammt, Luftschifführer Ladewig, der bei seinem Ferienaufenthalt in Rothenburg o. Tauber von der heutigen Ehrung erfuhr.
Der Franke, 24. 8. 1937
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23. März 1930. Generalversammlung des Gewerbevereins
() Niederstetten, 23. März. Es ist bedauerlich, daß die Versammlungen des Gewerbevereins nicht die Beachtung in den Gewerbekreisen finden, welche sie verdienen. Denn die zur Sprache gebrachten Angelegenheiten des Gewerbes und auch der Gemeinde veranlassen immer fruchtbare Redegefechte. Es scheint aber, daß die Teilung der Interessen des Handwerks in organisierte Einzelinnungen, den Gewerbevereinen schadet. Die gestrige Generalversammlung des Gewerbevereins wies denn einen im Verhältnis zur Mitgliederzahl recht schwachen Besuch auf. Herr Vorstand Hirsch eröffnete die Versammlung. Er entwarf einen Rückblick auf die wirtschaftliche Entwicklung des letzten Jahres, welches auch für das Handwerk kein gutes Jahr war. Doch dürfe auch der Handwerker den Mut nicht sinken lassen. Den Schluß der Rede des Vorsitzenden bildete eine Ehrung der Toten des vergangenen Jahres, zu deren Ehre sich die Mitglieder der Versammlung von den Sitzen erhoben. Hierauf erstattete Herr Schriftführer Glasermeister Otto den Tätigkeitsbericht des Vereins. Die Mitgliederzahl beträgt 91. Herr Richard Knenlein verlas den Kassenbericht. Besonders bemerkenswerte Einnahmen oder Ausgaben waren nicht vorhanden. Die Filmvorführungen erbrachten dem Verein ein wesentliches Manko. Bei den Neuwahlen wurden Herr Gastwirt und Metzgermeister Bieck und Hr. Schneidermeister Schmidt dem Ausschuß zugewählt. Von einer Einladung zu der Gewerbeschau nach Schrozberg (4. bis 11. Mai) wurde Kenntnis genommen. Eine lebhafte Debatte entspann sich über ein Schreiben des Verbandes der württ. Gewerbevereine und Handwerkerverbände, wegen der Haltung des Vorstandes gegenüber der Krankenkasse des Verbandes. Während einerseits betont wurde (aus den Kreisen der Versammlung heraus), daß diese Krankenkasse als Fürsorgeinstitut des Verbandes unterstützt werden müsse, wurde andererseits dargelegt, daß diese Einrichtungen an sich mit den Bestrebungen der Gewerbevereine nichts zu tun haben und daß es jedem Mitglied freistehen müsse, wie es sich dazu stellen will. Recht lebhaft wurde über den kommenden Schulhausbau und die Vergebung der Arbeiten debattiert und die anwesenden Gemeinderäte hatten einen harten Stand. Einzelne Handwerker verlangten, daß die Arbeiten nur unter hiesigen Handwerkern ausgeschrieben werden sollen. Auswärtige Handwerker würden aus persönlichen Gründen besonders niedere Angebote einreichen. Dagegen wurde geltend gemacht, daß das Gebäude auch mit Staatsbeitrag gebaut würde und daß auch die Interessen der Steuerzahler verlangen, daß die Kosten des Gebäudes möglichst niedrig bleiben. Selbst wenn die Arbeiten nur unter hiesigen Handwerkern ausgeschrieben würden, könnte es in den Branchen, wo mehrere Meister vorhanden sind, Mißstimmung geben. Bestmögliche Berücksichtigung der ortsansässigen Gewerbe sei selbstverständlich und, sei immer vom Gemeinderat geübt worden. Aber auch diese Debatte verlief ohne jede Schärfe, sodaß der Vorstand mit dem Ausdruck des Dankes die Versammlung schließen konnte.
Vaterlandsfreund, Nr. 69, 24. 3. 1930
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26. September 1933. Weihetage
Weihetage in Niederstetten.
Strahlender Himmel wölbte sich über der Feststadt, als in den frühen Morgenstunden der Weckruf der SA-Kapelle Blaufelden erschallte. Die braunen Sturmscharen sammelten sich und zogen vors Städtchen, um die Zeit bis zum Feldgottesdienst zu Uebungen, Appellen usw. zu benützen. Der Hofgarten gab einen würdigen Rahmen für den Festgottesdienst, der von Stadtvikar Leihenseder abgehalten wurde. Anschließend marschierten die SA-Abteilungen zum Eichhof. Für Zuschauer bei der Uebergabefeier war Pendelverkehr mit Autos eingerichtet worden, sodaß es jedermann möglich war, an dieser Feier teilzunehmen. Inzwischen waren auch die Vertreter der Regierung, Staatssekretär Waldmann und Ministerialrat Dr. Dill, sowie die Vertreter der "württ. Landessiedlung G. m. b. H." eingetroffen. Geschäftsführer Herter konnte die Feier mit der Begrüßung der Ehrengäste eröffnen. Er bat um gerechte Beurteilung des Siedlungswerkes. Es folgte nun ein ausführlicher Bericht über die Entstehung und Einteilung der Siedlung. Auf der 80 Hektar großen fürstlichen Domäne wurden 9 Siedlungsstellen geschaffen, und zwar 3 große Stellen mit je 43 Morgen und 6 kleinere Stellen mit je 30 Morgen Land. 25 Unternehmer und rund 100 Arbeiter waren beschäftigt. Die gesamten Kosten belaufen sich auf 165 000 RM., sodaß eine Siedlerstelle auf 23 400 RM. bezw. 16 000 RM. kommt. Mit dem Dank an alle Mitarbeiter übergab er dann den neuen Weiler in die Obhut der Stadt Niederstetten. Hierauf ergriff Bürgermeister Schroth das Wort. Im Namen der Stadt begrüßte er die hohen Gäste, insbesondere unseren Landsmann Ministerialdirektor Dr. Dill. Die gesamte Gemeinde sei stolz darauf, die erste württ. Bauernsiedlung, die ja für kommende Siedlungen als Muster gelte, zu besitzen und so auch am Wiederaufbauwerk Adolf Hitlers mitgearbeitet zu haben. Mit der Versicherung, die Siedlung gewissenhaft zu betreuen, übernahm Bürgermeister Schroth dieselbe in die Obhut der Stadt. Für seine Kollegen sprach der Siedler Hermann (v. d. Siedlungstelle IV). Der heutige Tag, an dem sie ihre neue Heimat übernehmen, sei für sie ein Ehrentag. Mit den Grundsätzen: "Einer für alle, alle für einen" und "Treue um Treue" wollen sie ihren neuen Lebensabschnitt beginnen. Landrat Wöhrle überbrachte die Glückwünsche des Bezirkes. Die Bevölkerungsziffern des Bezirks in den letzten Jahrzehnten streifend, begrüßte er es, daß dem flachen Lande wieder aufgeholfen werden sollte und daß bereits eine 2. Siedlung im Bezirk in Angriff genommen worden sei. Kreisbauernführer Philipp erinnerte an das Rettungswerk Adolf Hitlers, durch das es ja eigentlich erst möglich war, zu siedeln, das Volk wieder zurückzuführen zu Blut und Boden. Auch den 2. und 3. Bauernsöhnen muß wieder Gelegenheit zur Selbständigmachung gegeben sein. D. Haffa sprach im Auftrag des Landesarbeitsamts Südwestdeutschland. Darauf ergriff Staatssekretär Waldmann das Wort. Er übermittelte die Grüße des leider verhinderten Reichsstatthalters Murr. Als er heute morgen hierher fuhr, sei ihm der Unterschied zwischen Franken und Schwaben so recht zum Bewußtsein gekommen. Begeisterung und Freude sei den Bewohnern des Frankenlandes von den Gesichtern abzulesen gewesen. Dank der guten Vorarbeit von Gauleiter Schmidt und Bürgermeister Stümpfig sei das Hohenloher Land und besonders der Bezirk Gerabronn zu einer Hochburg der NSDAP. geworden. Die Hohenloher seien ja auch sehr zahlreich in der neuen Regierung vertreten. Im Rahmen der Arbeitsbeschaffung mußte auch bei uns in Württemberg der Gedanke der Siedlung aufgegriffen werden. Auf der Suche nach Siedlungsmöglichkeiten kam man auf den Eichhof. Er soll Mustersiedlung für unser Land sein. Hessen führe zur Zeit eine großzügige Landesplanung durch. Die werde vielleicht auch Vorbild für uns werden. Nur durch wirtschaftliche Stärkung kann unser Volk wieder zu seiner äußeren Freiheit gelangen. Ministerialdirektor Dr. Dill gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er als geborener Niederstettener der Uebergabe des Eichhofes, auf dem er schon als Kind spielte, beiwohnen dürfe. Eine herrliche Anlage sei aus dem früher so einsamen Hof geworden. sein Dank galt dem tatkräftigen Bürgermeister von Niederstetten und dem Freiwilligen Arbeitsdienst, der hier etwas Vorbildliches geschaffen hätte. Siedeln sei eine Schicksalsfrage des deutschen Volkes. Durch die Besiedelung des deutschen Ostens werden die Polen bei ihren Ausdehnungsbestrebungen nach Westen einen starken Wall deutscher Bauern finden. Er grüßte auch im Namen des Innenministers die 9 Siedler, auf die er ein Sieg-Heil ausbrachte. Nach Direktor Jäckle, der die Grüße und Wünsche des dienstlich verhinderten Landesbauernführers überbrachte, ergriff unter stürmischen Beifallkundgebungen der stellvertr. Gauleiter Schmidt das Wort. Der Hohenloher Bauer marschiere immer an der Spitze z. B. einst im Bauernkrieg, heute in der Bewegung Adolf Hitlers. Deshalb hatte der Hohenloher Bauer auch ein gewisses Vorrecht, die erste württembergische Siedlung zu bekommen, er habe auch als erster alte Parteipfähle zum Wanken gebracht. Der Nationalsozialismus sorgt dafür, daß die bäuerliche Existenz gesichert sei. Auch württ. Bauernsöhne sollen bei den 15 000 Siedlungsstellen im Norden und Osten des Reichs entsprechende Berücksichtigung finden. Ein Volk kann nur leben, wenn es einen gesunden Bauernstand hat. Deshalb ist beim Bauer [?] ständische Vertretung durchgeführt worden. Er [?] ein Sieg-Heil auf den schwäbischen Bauern aus. Bürgermeister Schroth dankte allen Rednern und allen, die an der ersten württ. Bauernsiedlung mitgeholfen haben. Voll Zuversicht wollen wir kommenden Zeiten entgegensehen. Mit dem Deutschlandlied fand die Feier ihren Abschluß. Es folgte nun ein Rundgang durch die Siedlung. Eine dichte Menschenmenge wartete inzwischen auf dem Marktplatz auf die Weihe des Horst-Wessel-Brunnens, die Kreisleiter Stümpfig vornahm. Niederstetten gleiche einer neu erwachten Stadt. Ueberall sehe man frohe Gesichter, buntes Leben herrsche in den reich beflaggten Straßen, die nach den Führern des dritten Reiches benannt seien und deren eine ab heute ab den Namen des württ. Führers Wilhelm Murr trage. Auch die Hülle dieses Brunnens möge nun fallen, der den Namen Horst Wessels trage. Durch sein Opfer sei neues Leben in unser Volk gekommen. Von jedem Einzelnen müsse dieselbe Hingabe verlangt werden. Dann übergab Kreisleiter Stümpfig den Brunnen in die Obhut der Stadt. Das Horst Wessellied klang über den Marktplatz. Bürgermeister Schroth dankte dem Kreisleiter für die Uebergabe des Brunnens. Im Sinne Wessels soll er gepflegt u. behütet werden. Pg. Kraushaar, der erste Leiter der hiesigen Ortsgruppe d er NSDAP, wandte sich an die Jugend. Wer den Brunnen schändet, schändet Blut und Boden. Nach dem Lied "Deutscher Glaube" schritt Bürgermeister Schroth zur Ehrung unseres Reichsstatthalters. Als Gegenleistung für die beiden Wahrzeichen, Eichhofsiedlung und heute Wessel-Brunnen, die unserer Stadt heute geschenkt worden seien, wurde Reichsstatthalter Murr zum Ehrenbürger der Stadt ernannt und die künstlerisch ausgeführte Ehrenurkunde an dessen Stellvertreter, Staatssekretär Waldmann, übergeben. Bürgermeister Schroth brachte ein Sieg-Heil auf unseren schwäbischen Führer aus. Die Feier klang mit dem Deutschlandlied aus Am Nachmittag war ein eindrucksvoller Propagandamarsch durch die Straßen der Stadt. 1500 Mann SS, SA, HJ und der freiw. Arbeitsdienst nahmen daran teil. Auf der Jahnwiese erfolgte der Aufmarsch. Es folgte zunächst eine Gefallenengedenkfeier. Kreisleiter Stümpfig eröffnete dann den Kreismitglieder-Kongreß [?] der Spitze z. B. einst im Bauernkrieg, heute in der [?]stellv. Gauleiter Schmidt und Ministerialrat Dr. Dill sprachen über die wichtigsten Aufgaben des nationalsozialistischen Staates. Den Abschluß der Feierlichkeiten bildete die Landung eines Segelflugzeuges, das von Ing. Höges Ingelfingen gesteuert wurde und der historische Winzertanz unter Leitung von Rich. Knenlein. Der Winzertanz fand die besondere Aufmerksamkeit der vielen Zuschauer.Vaterlandsfreund, 26. 9. 1933
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28. Juli 1933, Hauptübung der Feuerwehr mit Ehrungen
Níederstetten, 28. Juli. (Hauptübung der Feuerwehr). Am letzten Montag, den 24: Juli 1933, abends 6 Uhr, marschierte die Freiw. Feuerwehr der Stadtgemeinde Niederstetten in flottem Tempo zur Siedlung Albrechtshöhe (Bauernsiedlung Eichhof), wo zusammen mit dem Freiw. Arbeitsdienst und der Feuerwehr Ermershausen eine Hauptübung stattfand. Sofort nach Ankunft wurde ohne jede Vorbereitung alarmiert, daß in Siedlung I mit der angebauten Siedlung II Feuer ausgebrochen ist, welches durch den herrschenden starken Westwind die Siedlung III besonders gefährdete. Kommandant Streitberger erteilte sofort seine Befehle, welche von Kommandant-Stellvertreter Knenlein sofort an die einzelnen Züge weitergegeben und prompt ausgeführt wurden. Während die Gefahr des Brandobjektes der Siedlung I und II als beseitigt erklärt wurden, entstand durch Funkenflug in Siedlung VII Feuer. Bei der Brandstelle I blieb eine Feuerwache zurück, alle anderen verfügbaren Kräfte eilten zum neuen Brandherd. Es war eine besondere Freude, zu sehen, wie die Freiw. Feuerwehr Niederstetten, die Feuerwehr Ermershausen und der Freiw. Arbeitsdienst Hand in Hand arbeiteten und so die gestellten Aufgaben zur allgemeinen Zufriedenheit lösten. Nach 2stündiger harter Arbeit ertönte das Signal "Sammeln". Bürgermeister Schroth erklärte in einer Ansprache den Anwesenden Siedlern den Zweck der Uebung und gab ihnen zu verstehen, daß auch sie unter dem Schutz der gesamten Feuerwehr der Stadtgemeinde Niederstetten stehen.
Hierauf ehrte Bürgermeister Schroth folgende Kameraden mit dem Feuerwehrverdienstehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit: Kommandant-Stellvertreter Richard Knenlein, Feuerwehrmann Wilhelm Hofmann, Albert Kleinschrot, Johann Linder, Otto Reis. - Inzwischen hatte ein ungenannter Spender jedem Teilnehmer an der Uebung eine Flasche Bier gestiftet. Nach eigenen, vom Freiw. Arbeitsdienst vorgetragenen Liedern dankte Lagerführer Weinmann der Feuerwehr, daß durch diese Uebung seinem Wunsche Rechnung getragen worden sei und versprach, daß er bei nächster Gelegenheit mit seiner Mannschaft einer Uebung in der Stadtgemeinde Niederstetten beiwohnen werde. Ein kräftiges Heil Hitler beschloß die Uebung und die Feuerwehren marschierten mit frischem Gesang ihren Standorten zu.
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 173, 28. 7. 1933, S. 4)
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30. April 1938. Wechsel in der Leitung der Feuerwehr
Niederstetten, 30 April. (Feuerwehrversammlung). Am Donnerstagabend fand im Gasthaus von Fr. Streng die alljährliche Versammlung der Feuerwehr statt. Vor Beginn der Versammlung erfolgte nach einer kurzen Marschübung ein Vorbeimarsch vor dem letztmals amtierenden Führer der Wehr, Oberbrandmeister Streitberger. Im Lokal angekommen, begrüßte der Führer der Wehr alle Kameraden und den ebenfalls erschienenen Bürgermeister Weber. Der Schrift- und Kassenwart trug die Jahresprotokolle vor; es wurde ihm Entlastung erteilt. Der neu ernannte Führer der Wehr, Oberbrandmeister Knenlein, ergriff dann das Wort und schilderte in markanten Worten die Pflichten eines Feuerwehrmannes. Er hob hervor, daß die Pflichten eines Feuerwehrmannes denen eines Soldaten gleichzuachten sind. Sodann richtete er seine Worte an den aus dem Amt scheidenden Oberbrandmeister Streitberger. Warme Worte des Dankes übermittelte er ihm im Namen der ganzen Wehr und ernannte ihn in Anbetracht seiner großen Verdienste um die hiesige Wehr in seiner 36jährigen Feuerwehrdienstzeit zum Ehrenmitglied der Wehr. Auch Bürgermeister Weber sprach dem Oberbrandmeister Streitberger den Dank der Stadt für seine stets treuen und aufopfernden Dienste aus. In bewegten Worten dankte Oberbrandmeister Streitberger Kamerad Knenlein, Bürgermeister Weber und allen Kameraden der Wehr für die ihm zuteil gewordene Ehrung und die stete Bereitschaft der Mitarbeit und wünschte der Wehr ferneres segensreiches Arbeiten im Dienste der Schadenverhütung.
Der Franke, 30. 4. 1938
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30. September 1929. Herbstfest
() Niederstetten, 30. Sept, Wenn die sommerliche Ernte eingeheimst ist und eine gute Ernte in den Weinbergen der Lese harrt, dann feiert der Niederstettener sein Herbstfest. Nicht als ob der Niederstettener Bauer und Gewerbetreibende besonders gerne über die Schnur haue. Es gibt wohl kaum einen mäßigeren Bürger wie den Niederstettener. Aber nach den vielen Mühen des Säens und Erntens lohnt es sich eine Stunde des Festes und der Einkehr zu feiern. Diesen Standpunkt betonte Herr Stadtschultheiß Schroth in seiner Festrede zum gestrigen Herbstfest. Außerdem führte Herr Stadtschultheiß Schroth aus, solle dieses Fest die Einigkeit aller Stände und Konfessionen in unserer Stadt bekunden. Der Redner dankte dann allen Einzelpersonen und Vereinen, welche sich um das Gelingen des Festes verdient gemacht hatten und begrüßte Se. Durchlaucht den Fürsten Albrecht zu Hohenlohe-Jagstberg. Auch für die Anwesenden „40er“ und besonders den Zeppeliningenieur, Herrn Albert Sammt hatte Herr Stadtschultheiß Schroth warme Worte der Begrüßung. Dann nahm das Fest, welches durch Wecken seitens der Stadtkapelle und einen Festzug eingeleitet wurde, seinen Verlauf. Vom Himmel strahlte hell und warm die Sonne, was besonders dem Wirtschaftszelt und dem Kaffeezelt (letzteres eingerichtet vom Landw. Hausfrauenverein) zu gute kam. Aber es war auch erfreulich, daß die vielen Darbietungen bei so schönem Wetter von statten gehen konnten. Zunächst bot der Männergesangverein eine Reihe schöner Weisen. Dann fand ein Handballspiel (Würzburg-Niederstetten) und ein Fußballspiel (Gerabronn-Niederstetten) statt. Kurz sei vermerkt, daß beide Spiele für Niederstetten negativ verliefen. Wie schon in den Vorjahren, so bildete auch in diesem Jahr der historische Winzertanz den Glanzpunkt des Festes. Den Tänzerinnen und Tänzern sowie dem Einpauker, Herrn Rich. Knenlein, machten die glänzende Durchführung alle Ehre. Nach Eintritt der Dunkelheit fand eine bengalische Schloßbeleuchtung statt. Fast anschließend an das Fest fand in der Turnhalle ein Festball statt, welcher einen schönen Abschluß des Festes bildete. Sehr viele Fremde hatte der gestrige Tag unserer Stadt zugeführt, ein Zeichen, daß unsere Stadt immer mehr zum beliebten Mittelpunkt eines weiten Kreises wird.
Vaterlandsfreund, Nr. 231, 1. 10. 1929
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4. Juli 1934. Kreiskriegertag
* Niederstetten, 4. Juli. (Kreiskriegertag.) Lachender Sonnenschein lag über dem Vorbachtal und reicher Flaggenschmuck grüßte die Festteilnehmer und Festbesucher, die aus dem ganzen Kreis und dem benachbarten Kreis Mergentheim zusammengeströmt waren, um Stunden der Kameradschaft zu erleben und gemeinsame Erinnerungen aus der aktiven Dienstzeit und der Zeit des großen Krieges auszutauschen. Besonders zahlreich haben die Kriegervereine der freundlichen Einladung des festgebenden Vereins Folge geleistet u. sehr früh schon belebten die ehemaligen Soldaten, die jetzige SAR. II, ordengeschmückt und die Hakenkreuzarmbinde tragend, die Straßen der Stadt. Den Auftakt des Kreiskriegertags bildete nach vorausgegangenem Wecken der feierliche Feldgottesdienst im fürstlichen Hofgarten. Anschließend hielt der Kreisleiter, Herr Oberförster Fritsch, im Beisein des politischen Referenten beim Stabe des Führers der SAR. II, Göhrum, mit den Vereinsführern eine Führerbesprechung; er betonte am Schlusse, daß, wenn am heutigen Tage sein Amt abläuft, er sich nicht verabschiede, da er nur in die Reihen der Kameraden zurücktrete, und wie bisher auch fernerhin der ihre bleibe. Auch ließ es sich Vereinsführer Kurz nicht nehmen, dem scheidenden Kreisführer Worte des Dankes zu sagen und besonders darauf hinzuweisen, wie notwendige Beanstandungen, stets mit Humor vorgebracht, nie zu kränken vermochten. So bestand zwischen Kreisführer und Vereinen stets ein herzliches Verhältnis. Inzwischen war die Kreiskapelle und die Standartenkapelle aufmarschiert, um unter der Leitung von Kapellmeister Fleckenstein-Bad Mergentheim auf dem Festplatz ein Standkonzert zu geben, das außerordentliche Begeisterung auslöste. Der Nachmittag war der Höhepunkt des Festes. 44 Vereine hatten sich zum Festzug aufgestellt. Voraus eine Reitergruppe alter Soldaten in ihren ehemaligen Uniformen. Da sah man wieder einmal die schmucken Ulanen, die Dragoner, die bayrischen Chevauxleger. Sicher und stolz saßen sie auf ihren Pferden, die Alten von der Reiterei. Ein prächtiges Bild boten die vielen neuen Kyffhäuser-Flaggen und die alten Krieger- und Veteranenvereins-Fahnen. Ein viele Hundert zählender Festzug bewegte sich unter flotter Marschmusik vom Schloß herab hinaus zum herrlich gelegenen Festplatz mit dem ansteigenden Schloßberg und dem wuchtigen Fürstenschloß im Hintergrund. Um die von den Fahnen des neuen Reiches flankierte Rednertribüne marschierten die Krieger, SA. und die H.J. zum Festakt auf. Herr Bürgermeister Schroth entbot dem Kriegertag den herzlichen Willkommgruß der Stadtgemeinde Niederstetten. Welche Wandlung hat sich doch vollzogen seit dem letzten Kriegertag vor 9 Jahren in Niederstetten. Freude u. Befriedigung löst die Tatsache aus, daß die nationale Erhebung den Krieger und Soldaten und die alten Soldatentugenden wieder zu Ehren kommen läßt. Sein besonderer Gruß galt dem Sohn der Stadt, Herrn Ministerialdirektor Dr. Dill, u. a. Gästen. Für den festgebenden Verein sprach Herr Richard Knenlein besonders herzliche Willkommworte. Er führte aus, daß sich die alten Soldaten des Kreises Gerabronn und der weiteren Umgebung zum ersten Male im Dritten Reich versammeln, aber mit dem stolzen Gefühl, daß unser Soldatentum zu Ehren und Achtung kam. Die Frontgeneration habe als Träger der Nation in Deutschlands größtem Kriege und in des Vaterlandes höchster Not besonderen Grund in echter, soldatischer Haltung mit der jüngeren Generation im braunen Kleid in Treue zu Volk u. Führer zu stehen. Die große Idee des Nationalsozialismus wurde im Schlamm der Schützengräben und aus den Wunden und dem Blute unserer gefallenen Kameraden geboren. Diese Schicksalsverbundenheit mit dem Frontkameraden Adolf Hitler ist den Soldaten des Krieges richtungweisend. Wie sie im Felde ihre Pflicht bis zum äußersten erfüllt haben, so tun sie dies auch im heutigen nationalsozialistischen Deutschland Adolf Hitlers. In prägnanter Form stellte der Kreisführer, Kam. Fritsch, die neuen Ziele und Aufgaben des Kyffhäuserbundes heraus, nachdem er den stellv. Landesführer Min.-Dir. Dr. Dill, der trotz der besonderen politischen Lage sich in Stuttgart freigemacht hatte, um einige Stunden in seiner Heimat bei den Kameraden zu verbringen, Herrn Landrat Wöhrle, Herrn Reg.-Rat Stümpfig, Herrn Kreisleiter Nicklas und die beiden Standartenführer der SAR. II, Herrn Major Engelhardt von Hall u. Herrn Stud.-Rat Pfannkuch von Mergentheim, begrüßt hatte. Herr Fritsch wies auf den Tag hin, an dem die Neugliederung des Deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäuser und die Neugliederung des Landesverbandes Südwest in Kraft trete, was mit dem heutigen Tag zusammenfalle. Er wies weiter darauf hin, der Besonderheit des Tages, da es in Deutschland hart auf hart gehe, eingedenk zu sein und den Tag würdig zu begehen, sich aber am Zusammensein mit den alten Kameraden zu freuen in dem festen Bewußtsein, hier in gleichgesinnten Kreisen zu weilen, denen Gehorsam dem Führer, Disziplin u. Opfersinn oberste Pflicht sei. — Anschließend stellten sich die Standartenführer Engelhardt und Pfannkuch ihren Kameraden vor und erboten restlosen Einsatz und verständnis- und vertrauensvolle Mitarbeit. — Namens der Kreisleitung der NSDAP. hob dann stellv. Kreisleiter Nicklas die begeisterte Einsatzbereitschaft der Frontsoldaten hervor, wenn es auch nach dem Verrat von 1918 schien, als ob alle Opfer vergebens gewesen wären, so ist es der Frontsoldat Adolf Hitler gewesen, der nach 14jährigem, aussichtslos erscheinendem und schwerstem Kampf das neue Deutschland der Ehre und Freiheit geschaffen hat. Ihm allein ist es zu danken, wenn erst jetzt die riesigen Opfer an bestem deutschen Blut im Weltkrieg und in der Kampfzeit einen Sinn bekommen haben. Herr Min.-Dir. Dr. Dill überbrachte sodann als 2. Landesführer die Grüße des leider am Erscheinen verhinderten Exz. v. Maur. Er gab seiner Freude Ausdruck, an diesem Feste teilnehmen zu können, das in eine Zeit besonderer Bedeutung falle. Kaum seien wenige Tage vorbei, da wir die Flaggen im Gedenken an das schamlose Diktat von Versailles auf Halbmast setzten. Heute stehen wir aber wieder in einer Zeit, da die Kriegervereine es nicht mehr nötig hätten, ihre Fahnen verstecken zu müssen. Dem deutschen Frontsoldaten ist seine Ehre wiedergegeben und fast alle maßgebenden Stellen sind von ehemaligen Soldaten und Kriegsteilnehmern besetzt worden. Er würdigte sodann die Person des neuen Bundesführers, den er als echten Frontsoldaten herausstellte. Das Verhältnis zwischen SA. und SAR. zeichnete er dahin, daß die in der SA. zusammengeschlossene Jugend den Alten den revolutionären Geist bringe, sie könne aber von den Aelteren die Lebenserfahrung lernen und sie schulde den alten Soldaten Ehrerbietung. Nur der, der einmal gehorchen gelernt habe, könne erst einmal befehlen. Seine weiteren Ausführungen widmete er den Toten des Weltkrieges und der nat. Revolution. Sie sind es, die Nationalsozialisten und alte Frontkämpfer zusammenhalten müssen. Im Geiste marschieren sie in unseren Reihen mit. Die Fahnen senkten sich beim Lied vom guten Kameraden. Im Auftrag des Landesführers weihte sodann Herr Min.-Dir. Dr. Dill mit der ehrwürdigen alten u. verwitterten Fahne Niederstettens die neuen Kyffhäuserflaggen. Mit einem ernsten Appell an die Fahnenträger schloß er seine von tiefem Ernst getragenen Ausführungen. Spontan fielen dann die Festteilnehmer auf das von Kreisführer Fritsch auf Führer und Vaterland ausgebrachte Sieg Heil ein. — Der offizielle Teil war beendet und unter schattigen Bäumen fanden sich dann die Kameraden zum frohen Zusammensein. Besondere Ueberraschung und Freude löste der von den Burschen und Mädchen unter Leitung von Vereinsführer Knenlein in den malerischen Kostümen aufgeführte historische Winzertanz aus. Lange noch blieben die Festteilnehmer bei frischer Marschmusik beieinander. Für die Einheimischen und solche, die keinen allzugroßen Heimweg hatten, war abends noch gesellige Unterhaltung auf dem mit Scheinwerfern beleuchteten Festplatz. Alle Teilnehmer werden gerne an den schönen Kreiskriegertag in Niederstetten zurückdenken. Dem veranstaltenden Verein, insbesondere seinem Führer und seinem Mitarbeiterstab, Dank und Anerkennung.
Der Franke, Nr. 152, 4. 7. 1934
SAR: SA-Reserve?
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7. Januar 1932. Weihnachtsfeier des Kriegervereins
() Niederstetten, 7. Jan. Trotz der raschen Aufeinanderfolge der vielen Veranstaltungen, war doch gestern die Weihnachtsfeier des Kriegervereins sehr gut besucht. Die Turnhalle war wieder voll besetzt. Das zeigt, daß der Kriegerverein unter Wahrung bester vaterländischer Tradition bei Vermeidung aller Politik alle Kreise unserer Einwohnerschaft in sich vereinigt. Die Stadtkapelle (Schmidt) leitete mit einem Marsch „Hurra! Du deutsche Fahne“ den Abend wirkungsvoll ein und hatte weiterhin durch flottes Spiel ihren wohlgemessenen Anteil an dem Erfolg der Feier. Herr Vorstand R. Knenlein sprach einige Worte der Begrüßung und verlas dann eine Neujahrskundgebung des Präsidiums des Württ. Kriegerbundes. Das Präsidium wies auf die Notwendigkeit der Einigkeit aller Deutschen gegenüber den unerhörten Forderungen unserer ehemaligen Kriegsgegner hin. Im Anschluß daran wurden folgende Ehrungen bekanntgegeben: Es erhielten vom Präsidium des Württ. Kriegerbundes für 25jährige Mitgliedschaft den Ehrenschild nebst Urkunde die Herren: Alois Burkert, Friedrich Ehrle, Johann Steinmetz, Johann Schmidt, Schuhmachermeister, Christian Rupp, Karl Wild sr. Ferner wurde Herr Karl Wild sr. für über 30jährige Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Vom Bürgermeisteramt waren Einzeichnungslisten dem Verein überlassen, in welchen die Unterzeichner einer Resolution in Bezug auf die Abrüstungsfrage volle Gleichberechtigung für Deutschland verlangten. Die Listen fanden sehr viele Unterschriften. Den Hauptteil der Vortragsfolge bildeten zwei lustige Einakter. In dem ersten Einakter „Besetzt“ führt die dreifache Vermietung eines möblierten Zimmers zu recht heiklen Situationen. Aber die Darsteller verstanden es mit Humor und Zartgefühl das Stück zu geben. Dies war auch bei dem zweiten Stück „Das Geburtstagspaket“ der Fall, welches allen Vätern und Müttern aus der Seele gesprochen ist, welche jahraus, jahrein Pakete an ihre Kinder in der Fremde senden müssen. Also alle Darsteller verdienen volles Lob. Gut war auch die Szenerie, vorzüglich die Masken, welche der Meisterschaft des Herrn Friseurmeisters Karl Wild ihre Ausführung verdanken. Das Vaterlandslied „Deutschland über alles“ wurde stehend gesungen. Eine reich ausgestattete Lotterie wurde abgehalten. Die ganze Zuhörerschaft war von Anfang bis zum Ende in bester Stimmung. Diese hielt auch bei dem folgenden Ball an. Der Kriegerverein, seine Mitglieder und seine Freunde können mit dem Verlauf des gestrigen Abends zufrieden sein.
(Vaterlandsfreund, Nr. 5, 8. 1. 1932)
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7. Januar 1937. Kameradschaftsabend der Kriegerkameradschaft
Niederstetten, 7. Jan. (Kameradschaftsabend). Als letzte der Vereinsfeiern um die Jahreswende veranstaltete die Kriegerkameradschaft Niederstetten am Mittwoch Abend in der vollbesetzten Turnhalle einen Kameradschaftsabend. Der Abend wurde durch einen flotten Marsch der Kapelle Rummler und ein Handharmonika-Duett von O. Schmitt und Kriemhilde Huß eröffnet. Kreisführer Knenlein begrüßte die Kameraden und Gäste mit herzlichen Worten. Die Spielschar des Sportvereins brachte nochmals das Volksstück "Der Eisenhof", welches in der Sportvereinsfeier schon zur Aufführung gelangte. Ein humoristischer Einakter folgte nach dem Losverkauf für die Gabenverlosung und eine Tanzunterhaltung beschloß den, von wahrem kameradschaftlichen Geiste getragenen Abend. — Mit dem Schulbeginn konnte wegen heftigen Auftretens der Masern noch nicht begonnen werden, welche selbst bei der schulentlassenen Jugend nicht Halt machen. — Im Jahre 1936 wurden in der Gemeinde 20 Kinder geboren, 9 Ehen geschlossen und 26 Personen sind gestorben.
Der Franke, 8. 1. 1937
Renker, Felix: Der Eisenhof. Mühlhausen: Danner [1928]. 64 S. (Danner's Mehrakter. 141)
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Adreßbuch 1936
Adressbuch für Stadt und Bezirk Gerabronn. 2. Auflage. Druck und Verlag: Rückert's Buchdruckerei Gerabronn 1936.
Niederstetten
mit Ermershausen, Sichertshausen und Eichhof
Einzelwohnsitze: Eulenhof, Frickenmühle, Haltenbergstetten, Kauzenmühle, Rehhof, Schneidemühle, Ziegelmühle, DreischwingenStadt
Einwohnerzahl: 1567, davon prot. 1250, kath. 233, isr. 81, von anderen Bekenntnissen u. religionslos 3
Finanzamt: Bad Mergentheim
Amtsgericht: Langenburg
Autolinie: Mulfingen - Künzelsau
Bahnstation: Niederstetten
Post: Niederstetten
Oeffentliche Sprechstelle: Postamt Niederstetten
Ortsvorsteher: Bürgermstr. Schroth, Fernsprecher 134
Beigeordnete: Melber Friedrich, Thomas Fritz
Ratsherren: Hermann Heinrich, Ermershausen, Knenlein Richard, Linder Johann, Melber Karl, Osiander Otto, Sichertshausen, Streitberger Karl
Gemeindepfleger: Pflüger Friedrich
Ortsgruppenleiter der NSDAP.: Thomas Fritz, Niederstetten
Ortsgruppenwalter der DAF. [Deutsche Arbeitsfront]: Knenlein Eugen
Ortsgruppenamtsleiter der NSV. [Nationalsozialistisch
Volkswohlfahrt]: Thomas Karl
Ortsbauernführer: Melber Karl
Evang. Stadtpfarramt : Stadtpfarrer Göltenboth Ernst Willy
Kath. Stadtpfarramt: Stadtpfarrer Mayer Matthias
Notariat: Niederstetten, Kunkel Eugen, Bezirksnotar.
Aerzte: Heller Sigm. Dr., prakt. Arzt
Tierärzte: Holler Rud., Dr.med.vet.Handel und Gewerbetreibende
Architekten
Baumann, Baumeister
Autovermietung
Färber Willy
Groß Martin
Marquardt R. z. „Krone“Apotheker
Hermann Mayerhausen (siehe Anzeige unten)
Bäckereien
Härterich Johann
Hirsch Wilhelm
Dreher Georg
Federolf Friedrich
Kleinschrot August
Rummler Georg
Scharpf Hermann
Thomas Johann
Wagner KarlBanken
Landwirtschafts- und Gewerbebank Gerabronn, Filiale Niederstetten
Darlehenskassenverein Niederstetten
Kreissparkasse Gerabronn, Zweigstelle NiederstettenBaugeschäfte (Maurer)
Braungart Josef
Feinauer WilhelmBaumaterialien
Dill J.C., Inhaber Karl Bauer
Baumann, BaumeisterBau- und Möbelschreinereien
Groß Georg
Groß Karl
Kästle Gebrüder
Meider Georg
Ziegel HansBaumschulen
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Schneider JuliusBildhauer
Schumm Heinrich
Brennereien
Striffler Otto
Buchbindereien und Schreibwaren
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Buchhandlungen — Schreibwaren
Knenlein Eugen
Knenlein Richard
Fleck KarlBuchdruckereien
Knenlein Richard
Brennmaterialien
Dill J.C., Inhaber Karl Bauer (siehe Anzeige unten)
Emmert FriedrichCafés
Benh Alfred
Grießer Georg
Schindwolf HermannDamenschneidereien
Bosack Rösle
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Jung Geschwister
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Köppel Ida
Markert Katharine
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Schuhmacher BertaDreschmaschinenbesitzer
Streitberger Karl
Drechsler
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Eisenwarenhandlungen
J. C. Dill, lnh. Carl Bauer
Mayer GeschwisterElektro-Installationsgeschäfte
Elektrizitätswerk Ingelfingen-Hohebach
Fischer Richard
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Gemeindeverband Ingelfingen-Hohebach
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Emmert Alfred
Freier Georg
Keppler Karl
Herz EliseFriseurgeschäfte
Müller Fridolin
Schneider Wilhelm
Wild KarlFuhrunternehmer
Hagelstein Leonhard, Güterbeförderer
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Hermann Bick, Metzgerei und Gasthaus zum Anker (siehe Anzeige unten)
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Meister Margarete, z. „Hirsch“
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Nörr Eugen, z. „Adler“
Pflüger Karl z. „Eisenbahn“
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Schmidt Frida, z. „Ochsen“
Schürger Heinrich, z. „Löwen“Gärtnereien
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Kießecker Friedrich (siehe Anzeige unten)
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Stern MaxPutzgeschäfte
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Jung Gebrüder
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Müller Eugen
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Friedrich Karl
Schmid Gebhard
Schmidt OttoSchlosser
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Mayer GeschwisterSchmiede
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Schuhmacher HeinrichZahntechniker und Dentisten
Wild Karl, Dentist
Zimmergeschäfte
Jung, Gebrüder
Sonstige Gewerbetreibende
Klein Sofie, Restegeschäft
Friedrich Kiesecker, Malzextrakt
Lüder Kathi, Geschirrhandel
Reichenberger, Restegeschäft
Schürger Heinrich jr., Rundbürstenfabrikation
Wallrauch Helene, StickerinAnzeigen im Text








Vereine und ihre Vorstände
Geflügelzuchtverein Niederstetten. Vorstand: Friedrich Bullinger
Kriegerkameradschaft Niederstetten (Kyffhäuserbund). Kam.-Führer Fritz Knorr
Männergesangverein Niederstetten. Vorstand: Julius Schneider
Sportverein Niederstetten. Vorstand: Karl Wollinger
Turnverein Niederstetten e. V. Vorstand: Karl StreitbergerBauern und Landwirte
* = ErbhofNiederstetten
Abendschein Julius
Bader Johann
*Barthelmäs Friedrich
Bauer August jr.
Blumenstock Elsa
Burkert Karl
Burkert Ludwig
Burkhardt Heinrich
Busch Wilhelm
Dreher Joh., Weingärtner
Frank Ernst Wwe.
Frank Friedrich, Weingärtner
Frank Karl
*Frank Wilhelm Wwe.
Frey Friedrich
Fug August
Fug Friedrich
Gundel Johann
Hagelstein Friedrich
Hagelstein Leonhard
Hammer Friedrich sen.
*Herz Friedrich-Wwe.
Hofmann Wilh., Weingärtner
Hopf Friedrich
Landwirtschaftl. Bezugs- und Verwertungsgenossenschaft Niederstetten e. G. m.b.H.
Hopf Georg
Horn Friedrich
Horn Karl
Jäger Hermann
Jäger Otto
Jäger Johann
Jakob Josef
Keim August
Keim Karl, Weingärtner
*Klein Albert
*Kleinhanß Christian
*Kleinhanß Gottlieb
*Knorr Friedrich
Korder Kaspar
Kostel Johann
Köhnlein Georg, Weingärtner
Krauß Marie Wwe.
Küstner Friedrich
*Lang Heinrich, jetzt Metzger W.
Lang Wilhelm
Leyrer Karl
*Limbacher Heinrich
Linder Barbara Wwe.
Linder Georg
*Linder Johann Fr. sen.
Linder Karl
Markert Georg, Weingärtner
Meder Konrad
Meister Katharine
*Meister Margarete
*Melber Karl
Menikheim Johann
Mittnacht FE
*Mittnacht Stefan
Mündlein Gottlob
*Münz Geschwister
Naser Georg
*Neubert Johann
*Nörr Eugen
Nörr Friedrich, a. Bach
Nörr Wilhelm
Pflüger Johann
Ratz Eduard
Rieger Karl
Rummler Georg
Rummler Georg, Bäcker
Schmidt Andreas
Schmitt Theodor
Schmitt Wilhelm
Schuch Georg
*Schulz Gebrüder
*Schultz Friedrich
Schumann Friedrich
Sinner Johann
*Steinmetz Johann
Streitberger Karl
*Striffler Otto
Thomas Leonhard
Thürauf Gottlob
Waldmann Friedrich
Weber Fr. Wwe., Weingärtner
Weber Albert
*Wollinger Karl
*Ziegler Georg, Frickenmüller
Städt. Hofgut Rehhof, Pächter: Johann PreuningerEichhof
*Dürr Albert
*Gebhardt Heinrich
*Haag Karl
*Hermann Friedrich
*Hermann Wilhelm
*Hermann Adolf
*Kohlschreiber Josef
*Löblein Paul
*Melber FriedrichErmershausen
*Dümmler Georg
*Ehrle Karl Heinz
*Fach Josef, Dreischwingen
*Friedrich Gottlieb
*Friedrich Gottlob
*Haag Albert
*Haag Bernhard
*Hermann Heinrich
*Hermann Johann
*Löber KarlSichertshausen
Albrecht Georg
*Egner Friedrich
*Habel Wilhelm
*Kleider Gottlieb, jezt Metzger Karl
*Korn Georg
*Oberndörffer Wilhelm
*Osiander Otto
*Ruhm Eduard
*Scheuermann Friedrich
*Schneider Friedrich (Erben)
*Waldmann Wilhelm