Riga

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  • Kahn, Charlotte geb. Strauß

    Geb. 9. 3. 1887 in Binswangen
    Kontoristin und Hausfrau
    Heirat: 25. 12. 1913 in Binswangen
    Ehemann: Albert Kahn, geb. 4. 9. 1882, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Kinder:
    Siegfried, jetzt Steven, geb. 23. 10. 1914
    Berta, verh. Gross, geb. 27. 2. 1918
    Deportiert mit Ehepartner 1. 12. 1941 nach Riga-Jungfernhof, für tot erklärt 8. 5. 1945

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-193 ff.

  • Kahn, Gertrud

    Geb. 28. 4. 1933 in Niederstetten
    Eltern:
    Max Kahn, geb. 22. 11. 1895, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Johanna geb. Hähnlein, geb. 2. 12. 1905, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Deportiert 27. 11. 1941 mit den Eltern nach Riga-Jungfernhof, "dort umgekommen"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-197 ff.

  • Kahn, Johanna geb. Hänlein

    Geb. 2. 12. 1905 in Pappenheim
    Heirat: 2. 8. 1926 in Niederstetten
    Ehemann: Max Kahn, geb. 22. 11. 1895, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Kinder:
    Siegbert, geb. 9. 8. 1927 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Gertrud, geb. 28. 4. 1933 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Deportiert 27. 11. 1941 mit Ehemann und Kindern nach Riga
    Für tot erklärt 8. 5. 1945

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-202 ff.

  • Kahn, Max

    Geb. 22. 11. 1895 in Niederstetten
    Metzger
    Heirat: 2. 8. 1926 in Niederstetten
    Ehefrau: Johanna geb. Hänlein, geb. 2. 12. 1905 in Pappenheim
    Kinder:
    Siegbert, geb. 9. 8. 1927 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Gertrud, geb. 28. 4. 1933 in Niederstetten, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Deportiert mit Familie 27. 11. 1941 nach Riga
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Betrieb in Niederstetten eine Metzgerei mit einem Jahreseinkommen von RM 2500.- Geschäft ging seit April 1933 stark zurück und wurde Ende 1935 eingestellt. Lebte bis zur Deportation vom Vermögen."
    Wohnhaus mit Metzgerei u. Scheuer Nr. 13 Bahnhofstraße. 2 a 50qm. Brandversicherungswert 7500 RM. Steuerwert 6000 RM
    14. 7. 1939 an Malermeister Wilhelm Dod in Niederstetten um 7000 RM verkauft. Nach dem Rückerstattungsgesetz ist ein Vergleich hierüber mit den Erben Steven Siegfried Kahn erfolgt.
    "Laut Auskunft von Maria Dinkel hat Kahn schon ab 1935 nicht mehr geschlachtet, sondern hat als Taglöhner bei der Stadtgemeinde gearbeitet, um leben zu können."
    "Frl. Maria Dinkel, Niederstetten, Frickentalstr. 6 und die Nachbarn der Familie Max Kahn Wilhelm Friedrich, Schuhmachermeister; Otto Baumann, Baumeister u. Messerschmied [Heinrich] Schönemann können erforderlichenfalls Auskünfte geben.
    Schon die Eltern Seligmann Kahn, Eheleute, die beide gestorben sind, haben diese Metzgerei betrieben. Auf den Tod des Vaters 1908 übernahm die Witwe u. Mutter mit dem Sohn den Betrieb u. führten ihn bis 1926. Von da ab übernahm der Sohn Max Kahn mit seiner Frau denselben. Max war ein fleißiger und geachteter Mann, wie auch seine Frau. Er hat den Metzgergeruf erlernt u. hat sich wirtschaftlich so viel er konnte, sich erhalten. Da Niederstetten damals durchschnittlich 6-7 Metzgereien hatte, hatte Kahn schwer zu tun, sich durchzusetzen. Es blieb deshalb das Geschäft klein u. [schlecht lesbare Passage}. Das Verhältnis zu den Mitbürgern war gut."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-205ff.

  • Kahn, Siegbert

    Geb. 9. 8. 1927 in Niederstetten
    Deportation 27. 11. 1941 mit Eltern nach Riga
    Eltern:
    Max Kahn, geb. 22. 11. 1895, für tot erklärt 8. 5. 1945
    Johanna geb. Hähnlein, geb. 2. 12. 1905, für tot erklärt 8. 5. 1945

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-210 ff.

  • Löwenstein, Julius

    Geb. 18. 6. 1891 in Niederstetten
    Kaufmann
    Ledig
    Berufsverbot 1935
    "Er arbeitete bei der Stadt Niederstetten alle vorkommenden Arbeiten."
    Nach Riga deportiert
    Gebäude Nr. 104 u. 359. Wohnhaus, Scheune, Magazin u. Hofraum - 297 qm in der Hauptstraße. Brandversicherungswert: 11940 M. Steuerwert: 9400 M.
    Zwangsenteignung 1943. Verkauf 8. 6. 1943 Stadtgemeinde Niederstetten um 1600 M zum Abbruch
    "Herr Hermann Emmert, Küfermeister u. Weinhandlung in Niederstetten; Geschwister Bartholomäs als Nachbarn gegenüber u. Frau Hilde Ribout geb. Härterich in Niederstetten können erforderlichenfalls weitere Aussagen machen.
    Julius Löwenstein war ein war ein ehrlicher u körperlich presthafter Mensch, der niemand etwas zu Leid tat, sondern täglich auf seinen Handel mit Textilien über Land ging. Er führte mit seinen beiden Schwestern ein kärgliches Dasein.
    Die wirtschaftlichen und die Einkommensverhältnisse waren gering u. zwangen zum einfachen Leben.
    Die Geschwister Lösenstein waren aber unter ihren Mitbürgern trotzdem geachtet."

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-295 ff

  • Reis, Emil

    Geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Schuler
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga-Jungernhof mit Mutter und Brüdern
    Für tot erklärt 31. 12. 1945
    Eltern:
    Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, gest. 1. 7. 1953
    Mina Reis geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1908, für tot erklärt 31. 12. 1945

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten,http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-344

  • Reis, Frida

    Geb. 16. 5. 1894 in Niederstetten
    Hausgehilfin bei ihrem Bruder
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga-Jungfernhof mit Schwester, Schwägerin und drei Neffen
    Für tot erklärt 31. 12. 1945
    Eltern:
    Emil Reis, gest. 10. 5. 1924
    Berta geb. Hamburger, gest. 25. 3. 1935
    "Frl. Maria Dinkel, Frickentalstr. 6 u. Landwirt u. Nachbar Albert Weber u. Frau können allenfalls weitere Aussagen machen.
    Frida Reis lebte im Haushalt der Eltern als Haustochter u. nach Übergabe der Weinhandlung an den Bruder Otto in dessen Familie, wo sie im Haushalt u. Küche arbeitete. Sie genoß allgemeine Achtung u. Ansehen. Das Verhältnis mit den Mitbürgern war stets ein sehr gutes."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-347 ff.

  • Reis, Henriette

    Geb. 18. 1. 1900 in Niederstetten
    Buchhalterin im Geschäft ihres Bruders
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga-Jungfernhof mit Schwester, Schwägerin und drei Neffen
    Für tot erklärt 31. 12. 1945 
    Eltern:
    Emil Reis, gest. 10. 5. 1924
    Berta geb. Hamburger, gest. 25. 3. 1935
    "Frl. Maria Dinkel, Frickentalstr. 6 u. Landwirt u. Nachbar Albert Weber u. Frau können allenfalls weitere Aussagen machen.
    Henriette Reis lebte im Haushalt der Eltern als Haustochter, sie besuchte hier die Realschule. Nach dem Todes des Vaters u. Übergabe des Geschäfts (gute Weinhandlung) an den Bruder Otto war sie als Kontoristin im Geschäft tätig. Sie genoß allgemeines Ansehen und Achtung unter der ganzen Bürgerschaft."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-350 ff.

  • Reis, Julius

    5. 11. 1936 in Würzburg
    Eltern:
    Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, 1938/39 USA
    Mina Reis geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1903, deportiert 1. 12. 1941 nach Riga
    Verschollen, auf 31. 12. 1945 für tot erklärt

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-354 ff.

  • Reis, Mina geb. Feuchtwanger

    Geb. 23. 9. 1903 in Schwabach
    Hausfrau
    Heirat: 28. 10. 1929 in Schwabach
    Ehemann: Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, gest. 1. 7. 1963
    Kinder:
    Emil, geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Walter, geb. 13. 1. 1932 in Niederstetten
    Julius, geb. 5. 11. 1936 in Würzburg
    Deportation mit Kindern im Nov. 1940 nach Riga

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-357 ff.

  • Reis, Otto

    Geb. 2./5. 5. 1889 in Niederstetten
    Weinhändler
    Heirat: 
    28. 10. 1929 in Schwabach, Mina geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1903 in Schwabach
    17. 4. 1946 in New York, Eva Else geb. Seelig, geb. 9. 2. 1906
    Kinder:
    Emil, geb. 11. 9. 1930 in Niederstetten
    Walter, geb. 13. 1. 1932 in Niederstetten
    Julius, geb. 5. 11. 1935 in Würzburg
    Bertha Flora, geb. 5. 3. 1947 in Philadelphia Pa.
    Auswanderung des Ehemanns August 1940 USA
    Deportation der Ehefrau u. Kinder nach KZ Riga und seither verschollen.
    Auf Antrag des Ehemannes erfolgte durch rechtskräftigen Bewschluß des Amtsgerichts Bad Mergentheim am 14. 12. 1946 die Toderklärung auf 31. 12. 1945
    Teilnehmer Erster Weltkrieg
    Mitglied Turnverein u. Gesangverein
    "Übernahm die Weingrosshandlung von seinem Vater, sie war eine der bedeutendsten im Gebiet von Bad Mergentheim. Jahreseinkommen etwa RM 8000 . Betrieb Ende Mai 1938 eingestellt.
    In den USA Arbeiter. 1941 unter $ 1000,- 1942 $ 1200,- 1943 $ 1600, 1944-1950 über $ 2000,- 1951-1953 um $ 3000.-
    Seit Okt. 1957 erhielt er Berufsschadensrente (gehobener Dienst) rückwirkend ab 1. 11. 1953. War damals bereits erwerbsunfähig.
    Witwe und Waise erhalten jetzt hieraus die zustehenden Renten."
    In Niederstetten Wohnhaus Gebäude Nr. 232, jetzt Nr. 23. [...] Brandvers. 22.800 M. Steuerertrag 18500 M.
    Zwangsenteignung und Verkauf 7. 12. 1942 Stadtgemeinde Niederstetten durch Oberfinanzpräsident Stuttgart und im Auftrag Finanzamt Mergentheim.
    "Maria Dinkel, Frickentalstraße 6 und Landwirt und Nachbar Albert Weber + Frau können allenfalls Aussagen machen.
    Otto Reis besaß hier eine gut geleitete u. gut gesunde Weinhandlung. Er war ein fleißiger, umsichtiger und sparsamer Geschäftsmann, der allgemeines Ansehen u. Achter unter seinen Mitbürgern genoß.
    Seine Familienverhältnisse waren sehr geordnet. Es war eine der besten und angesehensten Familien. Otto Reis war ausgebildeter Kaufmann. Er befindet sich jetzt in Philadephia. - USA - u. hat sich dort wiederverheiratet."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-360 ff.

  • Reis, Walter

    Geb. 13. 1. 1932
    Schüler
    Gest. 26. 3. 1942, für tot erklärt 31. 12. 1945
    Eltern:
    Otto Reis, geb. 25. 5. 1889, gest. 1. 7. 1963
    Mina geb. Feuchtwanger, geb. 23. 9. 1908, für tot erklärt 31. 12. 1945
    Deportiert mit Mutter und Brüdern 1. 12. 1941 nach Riga

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-363 ff.

  • Rosenthal, Rosa geb. Samfeld

    Geb. 3. 10. 1882 in Mainbernheim
    Hausfrau
    Heirat: 18. 8. 1908 in Mainbernheim
    Ehemann: Gerson Rosenthal, geb. 17. 8. 1879, für tot erklärt 9. 5. 1945
    Gest. 8. 5. 1945
    Eltern:
    Abraham Samfeld, Metzger
    Bertha Samfeld geb. Hausmann
    Kinder:
    Irma, geb. 30. 5. 1910, verh. Fröhlich
    Bertha, geb. 3. 12. 1913, verh. Katz
    Deportiert mit Ehemann 1. 12. 1941 nach Riga
    Adresse Tochter Berta: 32 Kinetaig Street, Cardiff, South-Wales, England

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-379 ff.

  • Schloss, Grete

    Geb. um 1920 in Berlichingen
    Deportiert 1. 12. 1941 nach Riga

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-393

  • Schloßberger, Lina

    Geb. 24. 9. 1892 in Hollenbach
    "Ledige Haustochter"
    Vater: Julius Schlossberger
    Deportation November 1941 nach Riga. "Vermutlich dort umgekommen."
    Erbin (1961): Hanna Rothschild, geb. Schlossberger, 19 Burbank Street, Yonkers 2, N.Y.
    "Frl. Marie Dinkel, in Niederstetten, Frickentalstr. 6 kann, wenn nötig, weitere Aussagen machen.
    Lina Schloßberger lebte, solange sie hier lebte, bei ihren Eltern u. leistete dort häusliche Dienste. Beruflich war sie nicht ausgebildet. Sie war eine geordnete Person und genoß allgemein Achtung u. Ansehen.
    Nach 1933 war sie bis zu ihrer Deportation im Elternhause tätig und wurde 1941 nach Riga deportiert."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-416 ff.

  • Schlossberger, Rosa

    Geb. 15. 2. 1895 in Hollenbach
    "Ledige Haustochter"
    Deportation November 1941 nach Riga. "Vermutlich dort umgekommen."
    Erbin (1961): Hanna Rothschild, geb. Schlossberger, 19 Burbank Street, Yonkers 2, N.Y.
    "Frl. Marie Dinkel, Niederstetten, Frickentalstr. 6 kann, wenn nötig, weitere Aussagen machen.
    Rosa Schloßberger war zeitlebens als Haustochter bei den Eltern u. leistete dort häusliche Dienste. Beruflich war sie nicht ausgebildet. Sie genoß allgemein Ansehen u. Achtung.
    Nach 1933 war sie im Elternhaus bis zu ihrer Deportation 1941 nach Riga."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-419 ff.

  • Selling, Gitta geb. Braun

    8. 6. 1896 in Niederstetten
    Hausfrau
    Heirat 1. 6.1919 in Lehrberg
    Ehemann: Justin Selling, geb. 12. 2. 1891, im I. Krieg 1914/1918 verwundet u. in Lehrberg an Kriegsverletzungen verstorben
    Kinder:
    1. Bernhard Selling, geb. 21. 1. 1922 in Lehrberg
    2. Martha Selling, verh. Simon, geb. 18. 9. 1920 in Lehrberg
    3. Käthe Selling, verh. Gutenstein, geb. 11. 1. 1925 in München
    4. Ignatz Selling, geb. 30. 6. 1927 in München
    "Ziff. 1 ist mit der Mutter 1941 nach Riga deportiert worden u.umgekommen
    Ziff. 3 + 4 sind mit der Mutter 1941 von Russland zurück u. gingen 1946 zu ihrem Onkel Hermann Braun nach New York 600 West 157. Street NY
    Ziff. 2 ist 1936 nach USA ausgewandert
    "Freiwilliger Umzug: Ja bzw. die Familie wurde in Lehrberg ausgewiesen u. wurde in Niederstetten aufgenommen."
    Deportation: Novbr. 1941.
    Bis März 1942 in Konzentrationslager Jungfernhof bei Riga. Lt. Todeserklärung des Amtsgerichts ? ? Gentheim v. 22. 2. 1957 ist Frau Selling  u. ihr Sohn Bernhard in diesem Lager umgekommen. Todestag auf 5. 5. 1945 festgesetzt.
    "Frau Selling geb. Braun war von Geburt bis zu ihrer Veehelichung 1. 6. 1919 mithin 25 Jahre hier in ihrem Elternhaus. Sie war allgemein geachet u. beliebt. Ihre Verhältnisse in Lehrberg sind in Niederstetten nicht bekannt."
    "Mutter führte nach dem Tode des Vaters die Häute und Fellhandlung fort. Keine näheren Angaben über das Einkommen. Einstufung gehobener Dienst. (Soll RM 8 000.- betragen). Geschäft ging nach 1933 zurück, Nov. 38 eingestellt. Wurde mit Kindern aus Lehrberg vertrieben."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-431 ff.

  • Selling, Ignaz

    Geb. 30. 7. 1927 in Lehrberg
    Eltern:
    Justin (Julius) Selling, geb. 12. 2. 1891, gest. Dez. 1932 an Kriegswunden
    Gitta geb. Braun, 8. 6. 1896, gest. 8. 5. 1945
    1939 oder 1940 in Lehrberg ausgewiesen, in Niederstetten aufgenommen
    Mit Mutter und zwei Geschwistern im November 1941 nach Riga deportiert
    Kam nach Kriegsende zurück und wanderte 1946 in die USA aus zu seinem Onkel Hermann Braun, New York, 600 West 157 Street, N.Y

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-435 ff.