Schutzhaft

Schutzhaft

  • Kirchheimer, Julius

    22. 11. 1921 in Niederstetten
    Eltern:
    Simon Kirchheimer, geb. 24. 11. 1882, in Auschwitz umgekommen
    Jeanette Kirchheimer geb. Löwenthal, geb. 21. 4. 1884, in Auschwitz umgekommen
    Auswanderung August 1939 nach Amerika
    "Vom 9. 11. 1938 bis 24. 12. 1938 Schutzhaft Bad Mergentheim und Dachau"
    "1928-1933 jüd. Volksschule Niederstetten
    1933-1935 Realschule Niederstetten, Zwangsabgang
    Nach Ausw. Abendschule f. Englisch, 1942 Ausbildung als Werkzeugmacher. 1960 Hühnerzüchter.
    Dego 250.- RM"
    Adresse: Julius Kirchheimer, Litchfield Road, Norfolk/USA

    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-239

  • Schlossberger, Berthold

    Geb. 8. 2. 1899 in Hollenbach
    Kaufmann
    Heirat: 10. 11. 1930 in Niederstetten
    Ehefrau: Leoni geb. Laub, geb. 25. 12. 1893 in Gleicherwiesen
    1938 oder August 1941 mit Ehefrau nach New York ausgewandert
    9. 11. - 28. 12. 1938 "Schutzhaft" Dachau
    Adresse: c/o Hospital für Chronic Sick 1776 Clay Avenue, Bronx, New York
    Gest. 2. 12. 1961 dort verstorben
    "Bis Ende Okt. 38 Inhaber der Fa. Berthold Schlossberger, Manufakturwarengeschäft in Niederstetten. Eigentümer des Hausgrundstücks.
    Dann Geschäftsaufgabe (Verschleuderung) aus Verfolgungsgründen. Er hatte seine Manufakturwaren auch als ambulanter Gewerbetreibender vertrieben.
    Angabe Vorverfolgungseinkommen 4000,- RM.
    USA 1942 wieder Arbeit als Gehilfe von verschiedenen Firmen.
    1942: 850 Dollar
    1945: 1350 Dollar
    1955: 1650 Dollar
    1957 50% erwerbsbeschränkt. Social Security 75 Dollar mtl."
    Gebäude Nr. 116, 1,01 ar u. [...] Nr. 61 25 qm Gemüsegarten beim Röhrenbrunnen. Brandversicherungswert 5.400 RM. Steuerwert 4.400 RM
    Verkauf 31. 10. 1938 an Helene Brumm, led. Hausangestellte in Niederstetten um 5200 RM. Rückerstattung ist durch Vergleich am 14./15. 3. 1950 erfolgt.
    "Frl. Maria Dinkel, in Niederstetten, Frickentalstraße 6, kann, falls nötig Aussagen machen.
    Berthold Schloßberger betrieb hier ein kleines Tuchwarengeschäft. Den Laden versah die Ehefrau, während der Ehemann täglich auf den Hausierhandel ging. Schloßberger war ein [?] [?], aber fleißiger Mann, der nur seinem Erwerb nachging, um leben zu können. Das Verhältnis mit seinen Mitbürgern war gut.. Er war [?], wenn er von niemand ange[?] wurde. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse waren gering. Nach 1933 kam der Handel infolge der nationalsoz. Maßnahmen immer mehr zum Erliegen; ides veranlaßte ihn ger[?} falles zum Verkauf u. zur Auswanderung nach New York (U.S.A.)"

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-401 ff.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.