Selma Schwerin

Selma Schwerin

  • Reichenberger, Klara (Geitel) geb. Rosenthal

    Geb. 28. 4. 1845 in Michelbach/Lücke
    Hausfrau
    Heirat: 7. 7. 1873 in Weikersheim
    Ehemann: Jesajas Reichenberger, Handelsmann, geb. 14. 8. 1844 u. gest. 26. 4. 1922 in Niederstetten
    Gest. 29. 9. 1937 in Niederstetten (Altersschwäche)
    Kinder:
    Zerline gen. Selma, geb. 12. 2. 1879, verheiratete Schwerin
    Wohnhaus Gebäude Nr. 308. 78 qm u. Gemüsegarten Parz 315. 39 qm an der Bahnhofstraße. Brandvers. 6800 M. Steueraufk. 5500 M.
    Verkauf 7. 12. 1942 Stadtgemeinde Niederstetten, 5500 RM u. am 15. 2. 1950 um 6750 DM erworben.
    Zwangsenteignung durch Oberfinanzpräsident Stuttgart u. in dessen Auftrag Finanzamt Mergentheim
    "Frau Anna Keicher, geb. Frank u. Kaufmann Friedrich Nörr, Eheleute können falls nötig, als dauernde Nachbarn Aussagen machen. Familien Reichenberger ist schon zeitlebens in Niederstetten ansässig gewesen u. hat in der Bahnhofstraße einen Handel mit Kur- Weiß und Wollwaren kleinen Umfangs betrieben. Der Ehemann ging, solange er lebte auf Hausierhandel. Die Frau versah den Laden u. später zusammen mit der Tochter Selma verh. Schwerin.
    Das Verhältnis mit den Mitbürgern war gut."

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-339 ff.

  • Schwerin, Zerline gen. Selma, geb. Reichenberger

    Geb. 12. 2. 1879 in Niederstetten
    "Kaufmanns Ehefrau"
    Heirat: 11. 2. 1908 in Niederstetten
    Ehemann: Friedrich Schwerin, Kaufmann aus Tauberbischofsheim, geb. 10. 8. 1879 in Tauberbischofsheim
    "Diese Ehe wurde durch rechtskräftiges Urteil der II. Zivilkammer des Großh. Landgerichts Mosbach vom 22./24. 11. 1913 geschieden. - Das Verschulden ist auf Seiten der Ehefrau."
    Deportiert Juni 1941 nach Theresienstadt. "Wahrscheinlich umgekommen mit ihrer Tochter"
    Wohnhaus Nr. 308: 78 qm u. Gemüsegarten. Lage 315. 39 qm. An der Bahnhofstraße in Niederstetten: [?]"
    Besitzer: gemischte Warenhandlung
    Verkauf 7. 12. 1942. Stadtgemeinde Niederstetten um 5500 RM.
    Zwangsenteignung durch Oberfinanzpräsident Stuttgart und in dessen Auftrag Finanzamt Mergentheim"
    Berufsverbot ab 1937
    Wirtschaftliche Ereignisse nach Berufsverbot: "ganz darniederliegend"
    "Frau Anna Keicher geb. Frank u. Kaufmann Nörr, Eheleute können, falls nötig, als Nachbarn Aussagen machen.
    Die Frau Schwerin geb. Reichenberger lebte nach ihrer Ehescheidung mit ihrem Kinde mit der Mutter [?] Reichenberger (*) zusammen und betrieben gemeinsam das Handelsgeschäft in Kurz- Weiß- u. Wollwaren in geringem Umfange bis etwa 1937. Frau Schwerin war als Haustochter ohne Berufsausbildung erzogen. Ebenso ihre eigene Tochter.
    Sie lebten sehr zurückgezogen u. waren von der Bevölkerung geachtet.
    Im Juni 1941 wurden Mutter u. Tochter mit einem größeren Transport nach Theresienstadt deportiert. Seither ist in Niederstetten nichts mehr bekannt geworden. Sie sind jedenfalls dort umgekommen."

    (*) Reichenberger, Klara, geb. 28. 4. 1845, + 29. 9. 1937 in Niederstetten

    Quelle: Erhebungen über die jüdischen Einzelschicksale in alphabetischer Folge der Wohnorte: Nellingen – Niederstetten, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-465466-424

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