Verkehrsunfall

Verkehrsunfall

  • 1. August 1931. Schwerer Motorradunfall

    () Niederstetten, 1. Aug. Ein recht schwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern abend an der neuen Vorbachbrücke. Als ein hiesiger Motorradfahrer mit einem hiesigen Bürger als Beifahrer die Brücke überfahren hatte und sich wenige Meter weiter befand, verlor der Beifahrer aus noch unbekannten Gründen den Sitz und wurde vom Motorrad geschleudert. Der Motorradfahrer bemerkte nicht gleich, daß er den Beifahrer verloren hatte, und fuhr noch eine kurze Strecke weiter. Der Beifahrer erlitt sehr schwere Verletzungen. Die Sanitätskolonne war schnell zur Stelle und brachte auf einer Tragbahre den Verletzten nah Hause.

    Vaterlandsfreund, Nr. 178, 3. 8. 1931

  • 10. Dezember 1931. Verkehrsunfall bei Oberstetten

    () Niederstetten, 10. Dez. Beim Ortseingang von Oberstetten her trug sich vorgestern in der hies. Hauptstraße ein glimpflich verlaufener Vérkehrsunfall zu. Ein etwa 4jähriges Kind wurde von einem Auto angefahren. Durch die mäßige Fahrgeschwindigkeit war es dem Fahrer möglich, fast augenblicklich zu halten und trug das Kind nur unbedeutende Verletzungen im Gesicht davon. Nach Aussage des Fahrers soll das unbewachte Kind direkt in das Auto hineingelaufen sein. Der Fahrer bemühte sich sofort um das Kind, brachte es seinen Eltern und erstattete selbst Anzeige von dem Unfall.

    Vaterlandsfreund, Nr. 289, 10. 12. 1931

  • 12. April 1932. Pferdefuhrwerk verunglückt. Übung der Freiwilligen Sanitätskolonne

    () Niederstetten, 12. April. Als heute abend ein schwer mit Kartoffeln beladenes Fuhrwerk aus dem Oberland von hier heimwärts fuhr und vor dem Städtchen kurz hielt, kam das Fuhrwerk rückwärts ins Rollen. Die Pferde konnten das Fuhrwerk nicht mehr halten und dasselbe stürzte mit dem darauf stehenden Fuhrmann in den an der Straße vorbeilaufenden Bachgraben. Fuhrmann und Ladung fielen in die Tiefe, während die Pferde auf der Straße stehen blieben. Der Fuhrmann erlitt mehrere, nicht leicht zu nehmende Verletzungen. Ein Mitglied der Sanitätskolonne legte den ersten Verband an. Der Verletzte mußte sich dann in ärztliche Behandlung begeben. Unfälle ähnlicher Art haben sich an dieser Stelle schon mehrmals zugetragen, ohne aber schlimme Folgen zu haben. Es dürfte sich, wenn wieder mehr Geld für öffentliche Arbeiten zur Verfügung steht, empfehlen, den Bachgraben in Röhren zu legen.

    * Niederstetten, 12. April. Mit der gestrigen Hauptübung der Freiw. Feuerwehr war eine Uebung der Freiwilligen Sanitätskolonne verbunden. Die schwierigen Aufgaben, die der Kolonnenarzt, Herr Dr. Dörr, seinen Leuten gestellt hatte, erforderten von diesen Aeußerstes an Können eines Sanitäters, was bei der Kritik der einzelnen Fälle durch den Arzt auch seine Bestätigung fand. Dieses erste öffentliche Ueben der Kolonne seit ihrer Prüfungsabnahme fand allgemeines Interesse und Anerkennung, was die Kolonne mit ihrem Arzt und besonders ihrem alten getreuen Führer, Herrn Wild sen. mit dieser Leistung auch wirklich verdient.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 85, 13. 4. 1932)

  • 15. August 1929. Motorradunfall Eichhof - Niederstetten

    Niederstetten, 15. Aug. (Ausschlagendes Pferd). Abends ereignete sich auf der Straße Eichhof - Niederstetten ein Motorradunfall. Das Sattelpferd eines nicht beleuchteten Fuhrwerks hat beim Vorbeifahren des Motorrads mit voller Wucht hinausgeschlagen, die Maschine getroffen und beschädigt. Führer und Beisitzer kamen zum Sturz und es erlitt vor allem der Führer des Motorrades erhebliche Verletzungen an Kopf und Körper. Der Beisitzer zog sich verschiedene Fleischwunden und Quetschungen zu.

    Vaterlandsfreund, Nr. 192, 16. 8. 1929

  • 15. August 1932. Verkehrsunfall Karl Limbacher

    () Niederstetten, 15. Aug. In den gestrigen Abendstunden ereignete sich in dem Weiler Könbronn bei Schrozberg ein furchtbarer Verkehrsunfall. K. Limbacher, gebürtig von Oberstetten, in Münster wohnhaft, fuhr mit seinem Motorrad die abschüssige Ortsstraße herab. In einem angehängten Beiwagen saßen fünf Kinder. Anscheinend war die Belastung zu stark, sodaß Limbacher die Herrschaft über das Rad verlor und in voller Fahrt auf das Küstner'sche Anwesen auffuhr. Die Folgen waren furchtbar. Limbacher und die fünf Kinder wurden schwerverletzt in das Krankenhaus nach Schrozberg gebracht, wo Limbacher heute früh um 1 Uhr bereits gestorben ist. Den betroffenen Familien wendet fich herzliche Teilnahme zu.

    * Von einem Augenzeugen erfahren wir noch: Der Aufprall auf die Hausecke muß ganz gewaltig gewesen sein. Große Blutlachen, abgerissene Dachrinnenstücke, die schwer beschädigte Neander-Maschine, dazwischen liegend mit furchtbaren Kopfverletzungen der unglückliche Fahrer und die fünf Kinder. Der rasch herbeigeeilte Arzt, Herr Dr. Kühner, legte die ersten Notverbände an und sorgte für die Ueberführung ins Krankenhaus. Den Kindern geht es mit Ausnahme eines Buben, der mit einer schweren Gehirnerschütterung darnieder liegt, verhältnismäßig ordentlich. Limbacher war Mühlenbauer in Münster bei Stuttgart.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 189, 15. 8. 1932)

  • 19. September 1935. Verkehrsunfall Spathscheck, Kästle, Schmidt

    Niederstetten, 19. Sept. (Verkehrsunfall.) Gestern Nacht stieß ein Motorrad und ein Auto im Regenbach mit großer Wucht zusammen, der Motorradlenker Spathscheck erlitt einen Bluterguß am Knöchel und sein Mitfahrer Kästle (beide von Niederstetten) einen Beinbruch. Letzterer wurde in das Krankenhaus Mergentheim verbracht. Das Motorrad wurde vollständig zerstört. Das Auto, eines in Niederstetten auf Besuch weilenden Sohnes des Metzgermeisters Schmidt, wurde von der Fahrbahn abgelenkt und in einen ca. 1,5 Meter tiefen Graben gedrängt, ohne den Insassen, Vater und Sohn, oder dem Auto einen Schaden anzutun.

    Der Franke, Nr. 219, 19. 9. 1935

  • 20. Juni 1932. Zwei tödlich verlaufende Unfälle

    () Niederstetten, 20. Juni. Ein alter Erfahrungssatz spricht von dem Doppelerscheinen der Ereignisse und leider ist dies fast nur bei unglücklichen Geschehnissen der Fall. So haben sich gestern zwei schwere Verkehrsunfälle ereignet, welche die Söhne hiesiger Familien betrafen. In Creglingen wurde der Sohn einer hiesigen Landwirtsfamilie, welcher in Creglingen als Friseur tätig war, von einem Lastauto überfahren und sofort getötet. In der ganzen Stadt ist die Trauer über den Tod des braven jungen Mannes groß. – Dann fuhr gestern abend der Sohn einer hiesigen Weingärtnersfamilie von Wermutshausen nach Vorbachzimmern. Er kam auf der abschüssigen Straße zu Fall, konnte aber noch sein Rad nach Vorbachzimmern bringen. Dann wurde er bewußtlos. Der junge Mann ist zur Zeit noch ohne Besinnung. Der Arzt stellte sehr schwere Verletzungen fest. Auch den schwergeprüften Eltern dieses jungen Mannes wird allgemeines Bedauern zu teil.

    (Der Vaterlandsfreund, Nr. 142, 21. 6. 1932)

  • 21. April 1936. Verkehrsunfall beim Gasthaus Anker

    Niederstetten, 21. April. An der gefährlichen Ecke am Gasthaus zum Anker ereignete sich heute morgen gegen 10 Uhr ein Unfall, welcher leicht schlimme Folgen hätte haben können. Ein Motorradfahrer von Bartenstein bog mit seinem Motorrad vom Marktplatz kommend, etwas scharf um die Ecke, als zu gleicher Zeit von der Adolf-Hitler-Straße ein schwerer Lastwagen mit Anhänger kam. Der Motorradfahrer wurde vom Lastwagen an der Breitseite erfaßt, zu Boden geworfen und mit dem Motorrad etwa 5 Meter weit geschoben. Glücklicherweise waren die Verletzungen leichter Natur.    Tbz.

    Der Franke, Nr. 94, 23. 4. 1936

  • 27. Juni 1932. Schwerer Verkehrsunfall auf der Straße Vorbachzimmern-Laudenbach

    () Niederstetten, 27. Juni. An der Straße Vorbachzimmern-Laudenbach trug sich heute morgen ein schwerer Verkehrsunfall zu. Auf der Straße fuhr ein beladener Lieferwagen eines Würzburger Gemüsehändlers. Ein in entgegengesetzter Richtung an einem mit Spritzbrühe beladenen Wagen stehendes, angespanntes Pferd wurde plötzlich scheu und sprang gegen das Lieferauto. Die Deichsel des Wagens zersplitterte die Windschußscheibe u. auch sonst wurde das Auto mehrfach beschädigt. Da es dem Chauffeur unmöglich war, zu halten, (das Pferd wurde erst in dem Moment scheu, als das Auto ganz nahe heran war) wurde dem Pferd ein Bein abgefahren, so daß das schone Tier getötet werden mußte.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 148, 28. 6. 1932)

  • 28. Oktober 1937. Verkehrsunfall

    Niederstetten, 28. Okt. (Unfall). Am Dienstag abend wurde ein hiesiger Weingärtner, als er mit einem Schubkarren in der Hindenburgstraße ging, von einem auswärtigen Motorradfahrer angefahren und verletzt. Das Motorrad wurde beschädigt. — Auch hier gilt die Warnung: Vorsicht auf der Straße!

    Der Franke, 28. 10. 1937

  • 28. September 1932. Verkehrsunfall

    () Niederstetten, 28. Sept. Auf der Straße Künzelsau-Ingelfingen erfolgte gestern vormittag ein schwerer Zusammenstoß zweier Autos. Beide Autos wurden schwer beschädigt. Wie durch ein Wunder sind mit Ausnahme einer leichten Verletzung die Insassen beider Autos mit dem Schrecken davongekommen.

    (Vaterlandsfreund, Nr. 227, 28. 9. 1932)

  • 31. Oktober 1931. Verkehrsunfall in der Frickentalstraße

    () Niederstetten, 31. Okt. Ein Unfall, welcher leicht hätte schlimme Folgen haben können, trug sich im Durchlaß unter der Eisenbahn in der Frickentalstraße zu. Ein hiesiger Kaufmann kam mit seinem Fuhrwerk von auswärts. Als er die abschüssige Straße durch den Durchlaß hereinfuhr, kam von der Stadt her ein Automobil. Im Durchlaß begegneten sich beide Fahrzeuge. Das Automobil blieb mit dem Kotflügel am Wagscheit des Fuhrwerks hängen, wodurch das Fuhrwerk umfiel und der Insasse herausgeschleudert wurde. Glücklicherweise trug der Lenker des Fuhrwerks nur leichtere Verletzungen davon. Das Automobil und das Fuhrwerk wurden beschädigt.

    () Niederstetten, 31. Okt. Der Gemeinderat hat den Mittelpreis (Schlag) für den diesjährigen Weinmost auf 87 M per Eimer (300 Liter) festgesetzt.

    Vaterlandsfreund, Nr. 256, 2. 11. 1931

  • 8. Oktober 1931. Fahrradfahrer begeht Unfallflucht - Fahrrad gestohlen

    () Niederstetten, 8. Okt. (Unfall und Diebstahl). Am vergangenen Sonntag überfuhr am Marktplatz ein unbekannter Radfahrer ein Kind aus Oberstetten und fuhr davon, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern. Ebenfalls am Sonntag wurde vor einem hiesigen Wirtshaus ein Rad gestohlen. An solchen verkehrsreichen Tagen sollten sich die Fahrradbesitzer durch ein Schloß sichern, welches wenige Pfennige kostet.

    Vaterlandsfreund, Nr. 236, 9. 10. 1931

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