Wilhelm Wild
Wilhelm Wild
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2. Januar 1933, Revierförster Wilhelm Wild gestorben
( ) Niederstetten, 2. Jan. Hochbetagt starb hier Herr fürstl. Revierförster Wilhelm Wild. Damit findet ein Leben von nachahmenswerter Pflichttreue seinen Abschluß. Herr Wild stand über 50 Jahre im Dienste der Fürsten zu Hohenlohe-Jagstberg, bis ihn sein hohes Alter zwang, in den Ruhestand zu treten. In der langen Zeit seines Dienstes hinderte ihn weder Hitze noch Kälte, weder Tag noch Nacht an der Erfüllung seiner Pflichten. Peinliche Redlichkeit war der Inbegriff seines Tuns. Die ganze Bürgerschaft wird den Verstorbenen im besten Andenken behalten.
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 2, 3. 1. 1933, S. 3)
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4. Januar 1933, Beerdigung von Revierförster Wilhelm Wild
( ) Niederstetten, 4. Jan. Das Leichenbegängnis des verstorbenen Fürstl. Revierförsters Wilhelm Wild war eine große Ehrung des Toten. Fast die ganze Bürgerschaft nahm daran teil, außerdem viele Personen aus der Umgebung, besonders aus Jägerkreisen. Kränze, zum Teil mit sinnigen Worten des Abschiedes legten nieder: Se. Durchlaucht Fürst Albrecht zu Hohenlohe-Jagstberg, Herr Hauptlehrer Huß (für den kath. Kirchenchor), Herr Postmeister Amann (für den Kirchenstiftungsrat), dann Vertreter der Fürstl. Beamten, der Fürstl. Jäger, der Holzhauer. - Unserem Bericht über die Weihnachtsfeier des Männergesangvereins ist nachzutragen, daß die Damensolis von Frl. Knorr gesungen wurden. Die gute Stimme der Sängerin und der ausgezeichnete Vortrag fanden beifälligen Widerhall bei den Zuhörern.
(Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 4, 5. 1. 1933, S. 3)