Lina Eyßer

Lina Eyßer

  • 15. August 1936. Praxisvertretung Eyßer

     

    Der Franke, Nr. 190, 17. 8. 1936
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  • 24. September 1933, Herbstfest mit parteipolitischen Veranstaltungen

    Weihetage in Niederstetten.

    Niederstetten, 24. Sept. Eifrig rüstete in den letzten Tagen die Einwohnerschaft unseres Städtchens auf das Herbstfest, das gestern und heute hier stattfand und sich zu einer großen Kundgebung unserer nationalsozialistischen Bewegung gestaltete. Wohl noch nie hat unser Städtchen aber auch solchen Flaggenschmuck gezeigt als aus diesem Anlaß. Hakenkreuz- und schwarz-weiß-rote Fahnen beherrschten das Stadtbild. Als in den Abendstunden des Samstag aus allen Richtungen SA- und SS-Kolonnen unter den Klängen flotter Märsche in unsere Straßen einzogen und dem im Scheinwerferlicht prangenden Marktplatz zueilten, herrschte bald frohe Feststimmung. In den bereit gestellten Quartieren fanden die Ankommenden liebevolle Aufnahme. Im Laufe des Abends fanden verschiedene Sondertagungen statt. So im Parteilokal der NSDAP, dem Gasthof zum Ochsen, ein Amtswalterappell, der von Kreisleiter, Bürgermeister Stümpfig, geleitet wurde. Er erinnerte u. a. an das große Erlebnis der letzten Wochen, den Parteitag in Nürnberg. Ungeheures ist seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus geleistet worden. Unser Bezirk habe zwar bei der letzten Wahl mit 72 Prozent für die NSDAP gestimmt, aber nicht alle Wähler seien echte Nationalsozialisten. Aufgabe der Ortsgruppen sei es, alle zu 100prozentigen Nationalsozialisten zu machen. Herauf begrüßte Bürgermeister Stümpfig den stellv. Gauleiter Fr. Schmidt, den alten Vorkämpfer der Bewegung in unserem Bezirk. Neben Fragen der Organisation kam Gauleiter Schmidt auch auf wirtschaftliche Fragen zu sprechen. Oberster Grundsatz sei hier die Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Siedlung, Straßenbau u. dergl. ermöglichen es, den heutigen Stand der Arbeitslosigkeit den kommenden Winter über zu halten. Im Frühjahr soll dann der Generalangriff gegen die Arbeitslosigkeit einsetzen, sodaß wohl zu einem früheren Zeitpunkt, als der Führer selbst angesetzt habe, diese größte Uebel unserer Zeit in Deutschland beseitigt werden könne. Endlich kam Gauleiter Schmidt noch auf die politische Lage zu sprechen. Der Nationalsozialismus ist heule ganz im Besitze der Macht. Kampflos sind die politischen Gegner gewichen. Umsomehr könne nun an der inneren Festigung des Volkes in nationalsozialistischem Sinne gearbeitet werden.

    Im Melber'schen Saal fand anschließend eine Tagung der NS-Frauenschaft statt, unter Leitung von Frau Eyßer. Frau Holborn, Mergentheim, Kreisleiter Stümpfig und Gauleiter Schmidt forderten die Frauen auf, tatkräftig am Wiederaufbau des Staates mitzuhelfen und demnächst das Winterhilfswerk der Regierung zu unterstützen.

    Inzwischen hatte sich die Turnhalle bis zum letzten Platz gefüllt zum Kameradschaftsabend der SA und SS. Manch altem Kameraden konnte die Hand gedrückt werden. Auch hier sprachen Gauleiter Schmidt und Kreisleiter Stümpfig noch zu den Kameraden. Letzterer erzählte von der Weihe der Fahne des SS-Sturmes III/13 durch den Führer auf dem Nürnberger Parteitag. Gauleiter Schmidt erinnerte an die schweren Kämpfe, die mit seinem kleinen Häuflein Getreuer in den ersten Jahren des Kampfes im Bezirk auszuführen hatte. Die SA ist es auch heute noch, die den Willen des Führers durchzusetzen hat. Dazu gehört aber Pflichterfüllung, Treue und unbedingter Gehorsam jedes Einzelnen.

    Erst durch den Zapfenstreich um 12 Uhr kehrte Ruhe ein in den Straßen des Städtchens.

    (Fortsetzung folgt).

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 223, 25. 9. 1933, S. 4)

  • 9. April 1935. Veranstaltung der NS-Frauenschaft

    Niederstetten, 9. April (Ein Abend der NS-Frauenschaft.) Am 3. April hatte die NS-Frauenschaft Niederstetten zu einem Abend eingeladen. Besonders auch die Frauen des Reichsnährstandes sollten für stärkere Zusammenarbeit mit der Frauenschaft durch gemeinsames Erleben einiger wertvoller Stunden gewonnen werden. Nach der Eröffnung durch die Ortsfrauenschaftsleiterin Frau Eyßer sprach unsere Kreisamtsleiterin Prinzessin Alexandra von Hohenlohe-Langenburg. Sie mahnte die Frauen zur Friedseligkeit, zu gegenseitigem Verstehen und Zusammenhalten, und es war wirklich herzerfreuend, von verantwortlicher Stelle zu hören, daß die Aufgabe der Frau nicht in erster Linie der Kampf ist, sondern die Liebe, nicht Zank und Neid, sondern Sichverstehen und Sichhelfen in echter Pflege der Volksgemeinschaft und in wirklichem praktischem Christentum. Frau Hege-Blaufelden verlas sodann die Vereinbarung, die zwischen dem Reichsbauernführer Walter Darre und der Reichsfrauenleiterin Gertr. Schulz-Clink über die Zusammenarbeit zwischen Reichsnährstand und NS-Frauenschaft getroffen wurde. Durch diese Uebereinkunft sind die sachlichen und fachlichen Interessen des Reichsnährstandes und die kulturellen Belange der NS-Frauenschaft gleicherweise gewährleistet und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit die Wege geebnet. Im 2. Teil des Abends erzählte Frau Hege das Schicksal einer deutschen Bauerntochter, die vor dem Krieg zu Verwandten in die Ukraine gezogen war und dort in einer deutschen Siedlung in Wohlstand gelebt hatte, bis die Bolschewiken zur Herrschaft kamen und unendliches Leid und Elend über Rußland und ihre Familie brachten. Wir alle waren tief ergriffen über das Unmaß von Jammer, das über diese Menschen hereinbrach aber auch über das Heldentum, mit dem sie ihr Schicksal trugen in christlicher Ergebung und christlicher Kraft. Und jede dachte, was Frau Hege nun aussprach: "Es sind noch keine zwei Jahre her, da stand unser Volk und mit ihm unser Bauernstand dicht am Abgrund eines gleichen Schicksals, hätte nicht der große und geniale Mensch und Führer Adolf Hitler mit seiner nationalsozialistischen Bewegung allen nationalgesinnten Volkskräften einen starken Schutzwall dagegen aufgerichtet". Ein von Frau Kleinhanß vorgetragenes Gedicht: „Was aus Deutschland geworden wäre“, gab diesem Gedanken nocheinmal lebendigen Ausdruck. Man mußte spüren, welche Pflicht der Dankbarkeit und treuer Gefolgschaft auch aus christlichem Verantwortungsbewußtsein heraus damit vor der deutschen Frau aufstand! Die zusammenfassenden Schlußwort[e] der Ortsgruppenleiterin klangen aus in ein Sieg-Heil auf den Führer, und das Deutschland- und Horst Wessel-Lied beschloß den seelisch und geistig gewinnbringenden Abend.
    L. Maier.

    Der Franke, Nr. 84, 9. 4. 1935

  • Eyßer, Dr. med. vet. Heinrich

    "Der Stellv. O.G.L. von Niederstetten, Stadttierarzt [Heinrich] Eysser, ein alter Kämpfer für das Dritte Reich, erlag am 11. August [1936] einem Unfall. Er wurde unter Teilnahme vieler Parteigenossen am 13. August beerdigt. Die Ortsgruppe Niederstetten erließ einen ehrenden Nachruf." (Unveröffentlichtes Manuskript von 1937)


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  • Eyßer, Lina

    28. 2. 1886 Feuchtwangen - 

    Aus Staatsarchiv Ludwigsburg, Spruchkammerakten (EL 902/16 Bü 603)
    1933-1945 NSF (NS-Frauenschaft), Juni 1933 bis August 1935 und Februar bis Mai 1936 Leiterin
    1936-1945 NSV
    1. 10. 1938 - 1945 NSDAP
    "Frau Eyßer, Niederstetten. Erste Frauenschaftsleiterin, fanatisch, hat oft den Ausspruch getan: Die Juden müssen durch Bomben verrecken. Angaben der Frau [Mina] Baumann, Niederstetten"
    "Auskunfterteilung Stadt Niederstetten. In hervorstechender Weise aktiv tätig gewesen, wie auch die ganze Familie. Ihr Mann war führender Nazi hier und sie war dementsprechend. [...] Ist bekannt als aktive gläubige eifrige Nationalsozialistin."


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