Fritz Thomas

Fritz Thomas

  • 1. Juni 1937. Übergabe der Ortsgruppen der NSDAP an Bad Mergentheim

    Niederstetten, 1. Juni: (Uebergabe.) Im Zuge der Neuorganisation der Politischen Kreise wurden Sonntag Abend in der Turnhalle die Stadt Niederstetten und die Gemeinden Wildentierbach und Oberstetten an den Kreis Bad Mergentheim übergeben. Zur Uebergabe waren Kreisleiter Seitz-Bad Mergentheim mit seinem Stabe und Kreisgeschäftsführer Walther-Crailsheim erschienen. Stützpunktleiter Beck-Wildentierbach, der zu den 300 ältesten Pol. Leitern des Reiches zählt, begrüßte die zahlreich erschienenen Partei- und Volksgenossen und die Angehörigen des Formationen. Ortsgruppenleiter Thomas-Niederstetten gab im Rückblick über die Entstehung der hiesigem Ortsgruppe, worauf anschließend Kreisgeschäftsführer Walther die Uebergabe der drei Orte, bezw. der Ortsgruppe Niederstetten und des Stützpunktes Wildentierbach mit Oberstetten an Kreisleiter Seitz vornahm. Nun ergriff Kreisleiter Seitz selbst das Wort. Er begrüßte seine neuen Pol. Leiter der drei Orte, sowie die Parteigenossen u. Volksgenossen und leitete dann über zu einer längeren Ausführung über brennende Fragen der Gegenwart und seine Rede fand immer wieder lebhafteste Zustimmung der Anwesenden. Die Ortsgruppenkapelle umrahmte den Abend mit ihren flotten Weisen. Mit dem Absingen der Nationallieder und einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer schloß die Feier. Im Parteilokal Gasthaus zum "Ochsen" trafen sich dann noch die Pol. Leiter, sowie die Führer der Formationen zu einem gemütlichen Beisammensein.

    Der Franke, 1. 6. 1937

  • 1. Mai 1934. Maifeier

    Niederstetten, 7. Mai. 1. Mai, neuer Klang liegt in diesem Wort, ein Klang, den ihm unser Führer Adolf Hitler gab; Frühling liegt darin und Neuwerdung, nicht mehr Haß und Klassenkampf. Auch unser Städtchen beteiligte sich an der Feier des Tages unter der Leitung der Ortsgruppe der NSDAP. Am Vorabend des 1. Mai richtete das Zimmergewerbe den 18 Meter hohen, geschmückten Maibaum auf der Maiwiese (alter Turnplatz) auf, an welcher sich die Hitler-Jugend unter Führung des Geff. Fischer beteiligte. Der 1. Mai sah mit sonnigem Antlitz auf mit Fahnen und Tannengrün geschmückten Häuser und Plätze, legte sich mit Freude in jedes Menschenherz und lachte einem wieder aus strahlenden Augen der Menschen entgegen und fröhlich erklang der deutsche Gruß. Um 8 Uhr war Kirchgang für beide Konfessionen, um 9 Uhr Uebertragung der Jugendkundgebung aus Berlin unter dem Maibaum, an welcher sich sämtliche Schulen beteiligten. Von 12-15 Uhr war auf dem Marktplatz ein Standkonzert, welches von der Kreismusikkapelle unter Leitung seines Dirigenten Chormeister Fleckenstein, Bad Mergentheim, aufgeführt wurde. Pünktlich um 15 Uhr setzte sich der Festzug von der Hollenbacherstraße aus in Bewegung, voran die HJ., anschl. Abordnungen der PO., SA., MSA., SAR. u, NSKK., welcher die Kreismusikkapelle folgte. Die Mitte des Festzuges bildete ein blumenübersäter Wagen mit der Maikönigin und kleineren Mädchen, zur Seite ritt der Maigraf. Nun folgten in bunter Reihenfolge Handwerkergruppen mit Festwagen, ein Wagen des Bauernstandes, Beamtengruppe, Trachtengruppe, Wandergruppe und Turn- und Sportscharen, zusammengefaßt ein Bild wie es Niederstetten wohl noch nie gesehen hat, denn wer hätte es vor der Machtübernahme der NSDAP. gesehen, daß Bauern, Handwerker und Beamte so verbunden in einem Geiste marschieren, getragen von Sichverstehen und Einfügen. Auf der Festwiese angekommen, löste sich der Festzug auf und die Kreismusikkapelle und der Männergesangverein Niederstetten erfreuten die Festbesucher durch frische Weisen. In einer Ansprache wies Ortsgruppenleiter Thomas auf die Bedeutung des Tages hin und Bürgermeister Schroth überreichte im Namen des Innenministeriums Hofgartenarbeiter Weber für treue Dienste die silberne König Karl-Medaille. Nach der Uebertragung des Staatsaktes aus Berlin blieben die Besucher noch längere Zeit beim kühlen Naß, denn die Hitze des Tages war groß. Ab 20 Uhr war in der Turnhalle und im Löwensaal Tanzmusik.

    Der Franke, Nr. 105, 8. 5. 1934

  • 1. Oktober 1936. Heimattag und Erntedankfest

    Heimattag und Erntedankfest in Niederstetten
    Niederstetten, 30. Sept. Welch eigenartiger Klang liegt in den Worten Heimat, Vaterhaus, Heimaterde für uns Deutsche und wie tief sind sie in unserem Gemüt verankert. Als darunter die Stadt ihre Einladungen zum diesjährigen Heimattag ausgesandt hatte, folgten aus nah und fern etwa 300 Volksgenossen u. -genossinnen, die mit unserer Gemeinde durch Geburt verbunden sind, diesem Rufe, um ihre gemeinsame Heimat wieder zu sehen. Auch eine Feier des Jahrganges 1866 war mit dem Heimattag verbunden; die Fünfziger trafen sich schon am Samstag nachmittag bei einem Essen im Gasthaus Melber, zu welchem sich auch zu ihrer besonderen Freude ein Sohn unserer Stadt, Ministerialdirektor Dr. Dill, einstellte.
    Der Abend führte alle Gäste und Einwohner in der Turnhalle zu einer Feierstunde zusammen und die Halle reichte kaum aus, um alle Erschienenen zu fassen. Bürgerm. Schroth begrüßte die Anwesenden im Namen der Stadt und führte in seiner Rede aus, daß nun sechs Jahre seit dem letzten Heimattag verflossen seien. Viele, viele Söhne und Töchter der Stadt sind der Einladung gefolgt, leider mußten auch einige abschreiben, da sie entweder durch Krankheit oder aus beruflichen Gründen nicht kommen konnten, insbesondere auch Luftschiffkapitän Albert Sammt vom Luftschiff "Hindenburg", welcher wieder auf dem Wege nach Amerika ist. Ministerialdirektor Dr. Dill überbrachte Grüße des Innenministers und betonte in seiner Ausführung, daß er sich immer wieder freue, nach Niederstetten zu kommen, um alte, liebe Stätten aufzusuchen. In Erinnerung aus seiner Jugend kam so recht zum Ausdruck, wie tief auch bei ihm das Heimatgefühl verwurzelt ist. Diese Schollenverbundenheit wird besonders durch die Heimattage gepflegt und deshalb erfahren dieselben auch die volle Unterstützung des Nationalsozialismus. Die Kreiskapelle, der Männergesangverein, der BdM. und der Turnverein belebten den Abend durch wohlgelungene Darbietungen.
    Am Sonntag morgen machten die auswärtigen Gäste einen Rundgang durch die Stadt, bei welchem die in den letzten Jahren getroffenen baulichen Veränderungen besichtigt wurden, insbesondere auch die Kelter der Weingärtnergenossenschaft. Nachmittags 2 Uhr setzte sich von der Kelter aus ein Festzug zum Festplatz in Bewegung, der durch reichgeschmückte Ernte- und Winzerwagen verschönt war. Die Straßen waren voll von Besuchern aus den Nachbarorten und alles drängte nun zum Festplatze, woselbst Bürgermeister Schroth nach einer Begrüßungsansprache, in welcher er besonders auch die Anwesenheit von Kreisleiter Niklas hervorhob: an die bäuerlichen Gefolgschaftsmitglieder: Sofie Hein, Fritz Ehrmann, Marie Plank, Christian Sinner, Fritz Hütter und Wilhelm Gläß für langjährige treue Dienste (in einem Falle über 40 Jahre) Ehrenurkunden und Geschenke verteilte. Ferner verlas Herr Bürgermeister Schroth ein Telegramm des Fürsten Albrecht zu Hohenlohe-Jagstberg, das er aus Roggenburg sandte und in welchem er alle Gäste und Besucher des Heimattages und Erntedankfestes grüßte und viel Vergnügen wünschte. Ortsgruppenleiter Thomas sprach herzliche Worte des Gedenkens zum heutigen Feste. Die HJ. und BdM. führten Spiele und Tänze vor. Im Kaffeezelt und am Weinschank herrschte lebhafter Betrieb, sodaß die Zeit bis zum Winzertanz rasch verfloß und noch eine große Zuschauermenge bei diesem, von unseren Festen nicht mehr wegzudenkenden historischen Tanze anwesend sein konnte.

    Der Franke, Nr. 229, 1. 10. 1936

  • 10. Juni 1936. Mitgliederversammlung der NSDAP. Verabschiedung Karl Markert

    Niederstetten, 10. Juni. (Mitgliederversammlung der NSDAP.) Am Samstag Abend hielt die Ortsgruppe der NSDAP. ihre monatliche Mitgliederversammlung ab, welche aber diesesmal zugleich der Abschiedsabend des scheidenden Kassenleiters Markert war. Ortsgruppenleiter Thomas besprach die angefallenen Arbeiten für die nächste Zeit und besonders auch über das am 14. Juni stattfindende Gartenkonzert der SS.-Standartenkapelle "Deutschland", Ellwangen. Dem nach Heilbronn Neckar verziehenden Kassenleiter Karl Markert dankte er für seine 4jährige unermüdliche Arbeit für die Ortsgruppe und gedachte so vieler angenehmer und unangenehmer Zwischenfälle und mancher Schwierigkeiten, die behoben werden mußten, wenn es auch oft unmöglich schien. Wir wünschen Pg. Markert für seine Zukunft alles Gute.

    Der Franke, Nr.133, 11. 6. 1936

  • 12. Juni 1934. Versammlung gegen Nörgler und Miesmacher

    Niederstetten, 12. Juni. (Versammlung gegen Nörgler und Miesmacher). Die Ortsgruppe der NSDAP. Niederstetten lud die Einwohnerschaft auf Samstag abend zu einer Versammlung in der Turnhalle ein, in welcher Pg. Mosmann, Stuttgart, über das Thema „Nörgler und Miesmacher“ reden sollte. Da wir in Niederstetten aber diese Gattung Volksgenossen nicht haben, so war schon im Voraus mit einem schlechten Besuch zu rechnen, was sich auch prompt einstellte und dem Ortsgruppenleiter Thomas gleich zu einer scharfen Vorrede Anlaß gab, denn wenn nicht einmal die neuen Pg. und SA.-Männer es für nötig halten, eine solche. wichtige Versammlung zu besuchen, was kann dann am dürren Holz geschehen. Was Pg. Mosmann in seiner zweistündigen Rede klarlegte, war wirklich wert gehört zu werden, vor allen Dingen vergaß er nicht, die wahren Volksschädlinge in mitreißenden Darstellungen zu kennzeichnen. Ueber die alte Partei-Mißwirtschaft sprach er, von den geheimen und offenen Feinden Deutschlands in allen Lagern und dann über dem allem turmhoch stehend das grandiose Aufbauwerk des Nationalsozialismus, wer das alles mit offenen Augen prüft, kann der ein Nörgler, kann der ein Miesmacher sein? Wo bleibt denn da der gesunde Menschenverstand, auf den sich diese Leute soviel einbilden; mit der Faust möchte man darein schlagen und diese naturhaften Anreden für dieselben gebrauchen wie der Redner des Abends. Denn ist das alles nichts, wenn nicht mehr 6 Millionen Volksgenossen auf der Straße liegen und man sieht, daß es vorwärts geht, aufwärts; Arbeitsbeschaffung in größtem Ausmaße, welche sich auf alle Branchen erstreckt und Verdienst und Brot gibt. Den Volksgenossen aber machte es der Redner zur ersten Pflicht, mitzuwirken am Aufbau des dritten Reiches und die Besserwisser ruhig zu belehren, denn nationalsozialistisches Denken und Fühlen muß Allgemeingut werden. Von Herzen kommender, langanhaltender Beifall lohnte dem Redner für seine Mühe und es kann nur gewünscht werden, daß, wenn Pg. Mosmann im Herbst wiederkommt, er mehr Zuhörer vorfindet. Mit einem dreifachen Siegheil auf unseren Führer und dem Horst Wessellied schloß Ortsgruppenleiter Thomas die Versammlung.

    Der Franke, Nr. 133, 12. 6. 1934

  • 12. Oktober 1938. Anschluß Niederstetten an Kreis Bad Mergentheim

    Niederstetten, 12. Okt. Am 1. Oktober wurden die Stadtgemeinde Niederstetten und die Nachbargemeinden Oberstetten und Wildentierbach dem Kreis Bad Mergentheim angeschlossen. Aus diesem Anlasse kamen am Montag Mittag Landrat Dr. Wanner und Kreisleiter Seiz mit einer größeren Anzahl maßgebender Persönlichkeiten des Kreises in diese drei Orte zur Uebernahme. Nach dem Besuche von Oberstetten und Wildentierbach machten die Erschienenen, welche von Bürgermeister Weber, dem ersten Beigeordneten Melber und Ortsgruppenleiter Thomas begrüßt wurden, einen Rundgang durch unsere Stadt, an welchen sich die Besichtigung des Rathauses, der neuen Schule und der Kelter anschloß. Mit Befriedigung wurde seitens der Bevölkerung das Interesse der nunmehr vorgesetzten Behörden wahrgenommen. Wir hoffen u. wünschen, daß die neue Kreiseinteilung für unsere Stadt, welche die drittgrößte Gemeinde im Kreise Bad Mergentheim ist, von Nutzen sein möge.

    Der Franke, 12. 10. 1938

  • 16. Dezember 1936. Versammlung der NSDAP

    Niederstetten, 16. Dez. In einer gutbesuchten Versammlung am Samstagabend sprach der Gauredner Pg. Studiendirektor Dr. Henß im Löwensaal. Nach vorhergegangenem Propagandamarsch der hiesigen SA.- und HJ.-Formationen spielte die Kreiskapelle bis zum Beginn der Versammlung schneidige Märsche. Ortsgruppenleiter Thomas sprach eingangs über Probleme des örtlichen WHW. Hierauf erteilte er dem- Redner Pg. Dr. Henß das Wort. In ganz vortrefflicher Weise verstand dieser, dem akuten Thema des Weltbolschewismus und den interessierenden Fragen der Innen- und Außenpolitik, dem Gebiete weltanschaulicher Art gerecht zu werden. Die Rede wurde immer und. immer wieder durch reichen Beifall unterbrochen, Im Schlußwort dankte Ortsgruppenleiter Thomas den zahlreich erschienenen Volksgenossen und dem Redner. Er richtete nochmals einen Appell an die Niederstetter Volksgenossen, künftighin dem WHW., als der eigensten Einrichtung des Führers, aktiv gegenüber zu stehen. Eine Spende zu diesem Zwecke ergab einen schönen Betrag, sodaß die Scharte vom Tag der nationalen Solidarität hiermit ausgeglichen sein dürfte.

    Der Franke, Nr. 294, 17. 12. 1936

  • 2. Dezember 1935. Großkundgebung der NSDAP

    Niederstetten, 2. Dez. (Großkundgebung der NSDAP.) Am Samstag abend sprach Pg. Eichmüller-Heilbronn im überfüllten Löwensaal im Rahmen der Großkundgebungen der NSDAP., welche Aufklärung bis in das kleinste Dorf tragen werden. Der Redner rechnete in seine Ausführungen mit den Feinden des Nationalsozialismus in harten Worten ab, auf die offenen Erklärungen des Bolschewistenführers Dimitroff auf der Kominternversammlung in Moskau im Sommer dieses Jahres fußend. Die Worte über die Fettknappheit fanden lebhaftes Verständnis. Die neugeschaffene Wehrmacht ist ein nicht mehr wegzudenkendes Glied unseres Volkskörpers und die Liebe und Begeisterung, welche vom Volke unseren Soldaten entgegen gebracht wird, zeigt die Erkenntnis für die Bedeutung der Sicherheit des Vaterlandes. Ueber die außenpolitischen Fragen, besonders das Verhältnis zu Abessinien gab Pg. Eichmüller erschöpfende Aufklärung, welche durch klare Beispiele für jeden Volksgenossen verständlich waren. Ortsgruppenleiter Thomas dankte dem Redner für seine Worte und betonte, daß er mit Freuden gesehen hätte, wie so viele Volksgenossen und besonders Volksgenossinnen ihr Interesse an dem Abend durch ihr Erscheinen gezeigt hätten. Der Versammlung voraus ging ein Propagandamarsch der Formationen und der Politischen Leiter durch die Straßen der Stadt. Auf dem Marktplatze hielt die HJ. eine Feierstunde ab, an welcher sich auch 50 Führer des Unterbannes 2/122 beteiligten.

    Der Franke, Nr. 281, 2. 12. 1935

  • 21. März 1933, Nationale Kundgebung in Niederstetten

    Nationale Kundgebungen im Bezirk
    [...]
    Niederstetten, 22. März. In reichem Flaggenschmuck zeigte sich gestern [21. 3.] unsere Stadt und bekundete damit ihre Solidarität mit der neuen Zeit. Während in der Reichshauptstadt auf geweihtem Boden der neugewählte Reichstag zusammen trat, will man auch hier wie allerwärts in deutschen Landen tätigen Anteil haben. Auf Veranlassung der Ortsgruppe der NSDAP. fand am Abend ein Fackelzug unter Beteiligung der SA. des freiw. Arbeitsdienst-Lagers Eichhof-Albrechtshöhe, der Behörden, Vereine und Schulen statt. Unter der Marschmusik von 3 Musikkapellen bewegten sich die nach vielen Hunderten zählenden Teilnehmer unter den wehenden Fahnen und dem lodernden Flammenschein der Fackeln durch die Straßen d. Stadt zum Marktplatz. Eine unübersehbare Menschenmenge fand sich auf d. Marktplatz zusammen, der noch durch eine besonders angelegte Lichtleitung erhellt war. Ein würdiger Rahmen war geschaffen für diese nationale Kundgebung, die durch Salutschüsse des Kríegervereins eingeleitet wurde. Der Ortsgruppenführer Fr[itz]. Thomas begrüßte die Erschienenen und zeichnete in kurzen Strichen die Entwicklung der hiesigen nationalsozialistischen Bewegung. Er erinnerte an die geschichtliche Bedeutung des 21. März, der auch im Jahre 1871 der Tag des Zusammentritts des ersten deutschen Reichstags des geeinten Deutschen Reiches war. Herr Bürgermeister [Jakob] Schroth führte u. a. aus, daß die alte Reichsfahne schwarz-weiß-rot, das Symbol für Reinheit, Ehrlichkeit und Pflichterfüllung, nunmehr geeint sei mit dem Hakenkreuzbanner des jungen Deutschland, dessen Führer, der Reichs- und Volkskanzler Adolf Hitler, die Gewähr für diese alten deutschen Tugenden biete. Dankbar müsse das ganze Volk sein, daß der greise Feldmarschall Reichspräsident von Hindenburg am 30. Januar 1933 diese nationale Regierung unter des Kanzlers Adolf Hitlers Führung berufen habe. Sein Hoch galt dem Reichspräsidenten u. Reichskanzler, d. begeistert aufgenommen wurde. Entblößten Hauptes wurde das Deutschlandlied gesungen. Alsdann sprach noch Pg. Hermann Fischer über das Wollen des Nationalsozialismusses im neuen dritten Reich. Der Redner geiselte mit aller Schärfe das Treiben der internationalen Dunkelmänner in- und außerhalb Deutschland, die ihre Heimat in den Konzentrationslagern (Heuberg usw.) finden sollen. Sein Sieg-Heil galt den beiden obersten Führern des Reiches. Mit dem Horst Wessel-Lied fand diese große Kundgebung einen würdigen Abschluß. Möge die Einigkeit dieser Stunde in allen Zeiten, und besonders in Zeiten der Not und Gefahr, über alle Klassenunterschiede und konfessionellen Zwiespältigkeiten hinweg, sich geschlossen hinter die Regierung stellen, dann wird und muß es wieder vorwärts und aufwärts gehen in unserem Volk und Vaterland.

    (Vaterlandsfreund (Gerabronn), Nr. 69, 23. 3. 1933, S. 3-4)

  • 23. Juni 1936. Konzert der SS-Standarten-Kapelle "Deutschland" - Segelfliegertaufe

    Niederstetten, 23. Juni. (Militärkonzert und Segelflugzeugtaufe.) Am Sonntag, 14. Juni, veranstaltete die Ortsgruppe der NSDAP. ein Gartenkonzert auf dem Sportplatz. Für dieses Konzert war die SS.-Standarten-Kapelle "Deutschland", Ellwangen, unter der Stabführung von Obersturmführer Fliege, gewonnen worden. Auf die musikalischen Darbietungen der Kapelle braucht nicht näher eingegangen zu werden, da die Leistungen derselben hier nun schon bekannt sind und daß sie auch gewürdigt werden, zeigte der überaus zahlreiche Besuch der Veranstaltung, besonders auch von den umliegenden Ortschaften. — Verbunden mit dem Militärkonzert war die Taufe des von dem Fliegerstützpunkt Niederstetten erstellten Segelflugzeuges. Die Taufe nahm Herr Bürgermeister Schroth vor, in welchem das Flugzeug den Namen "Stadt Niederstetten" erhielt. Anschließend sprach Ortsgruppenleiter Thomas, Fliegerstützpunktleiter Sigelen und für die Fliegerortsgruppe Schwäb. Hall Ortsgruppenleiter Wagner, Schwäb. Hall.

    Der Franke, Nr. 143, 23. 6. 1936

  • 24. Dezember 1933, Weihnachtsfeier der NSDAP auf dem Marktplatz

    Niederstetten, 24. Dez. Von riesigem Scheinwerfer taghell erleuchtet lag am gestrigen Abend der Marktplatz, in dessen Mitte ein Weihnachtsbaum im Kerzenschein erstrahlte. Die NSDAP. hatte zu einer Weihnachtsfeier Einladung ergehen lassen, die durch Glockengeläute eingeleitet wurde. Im weiten Raum des Marktplatzes hat sich die Jugend, SA. und die Bürgerschaft zu dieser gemeinsamen Feier eingefunden. Nachdem der Gesangverein mit dem Chor: "Winternächtiges Schweigen", eröffnet hatte, sprach Ortsgruppen-Führer Fr. Thomas über den Sinn des Weihnachtsfestes im heutigen Deutschland. Die Führerin des BdM., Frau Heller, erzählte eine stimmungsvolle Weihnachtslegende von Selma Lagerlöf. Als Knecht Ruprecht und das Christkind erschienen, um der Jugend mit ihren Weihnachtstüten, Würstchen, Nüssen usw. zu beschenken, war großer Jubel unter dem jungen Volk, so daß auch die Älteren ihre Freude hatten. Mit dem gemeinsamen Gesang: "Stille Nacht, heilige Nacht", fand diese erste Weihnachtsfeier im Dritten Reich in diesem Rahmen ihren Abschluß.

    (Der Franke, Gerabronn, Nr. 301, 27. 12. 1933, S. 4)

  • 24. Mai 1937. Verabschiedung von Bürgermeister Jakob Schroth

    Abschiedsfeier für Bürgermeister Schroth
    Niederstetten, 24. Mai. In einer am 14. Mai stattgefundenen Versammlung der Bürgermeister des Kreises Gerabronn haben dieselben von ihrem Kollegen, Bürgermeister Schroth-Niederstetten, welcher als Bürgermeister nach Herrenberg kommt, Abschied genommen. In einer Ansprache des Kreisleiters wurden die Verdienste des Scheidenden gewürdigt. Am gestrigen Abend hatte sich nun die Bevölkerung Niederstettens und besonders auch der Teilgemeinden in einer großen Zahl in die festlich geschmückten Turnhalle versammelt, um von ihrem Bürgermeister Abschied zu nehmen, Was Bürgermeister Schroth während seiner 20jährigen Tätigkeit als Amtsvorsteher von Niederstetten geleistet hat, kam in den zahlreichen Reden des Abends zum lebhaften Ausdruck, ebenso seine Verbundenheit und der seiner Familie mit der Bevölkerung. Landrat Wöhrle-Gerabronn und Kreisleiter Niklas-Riedbach waren erschienen, um den Dank abzustatten für die von Bürgermeister Schroth geleistete Arbeit als Kommunalbeamter und in dieser Eigenschaft als Kreisamtswalter der NSDAP. Zum äußeren Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste um das Gemeindewohl überreichte der stellvertretende Bürgermeister Melber ein Gemälde, Niederstetten mit Aussicht auf das Schloß darstellend, von einem Heimatsohne, Kunstmaler Gehring-Stöckenburg. Studienrat Maier sprach für die Lehrer und dankte für die Initiative beim Bau der neuen Schule und übergab als kleines Zeichen des Dankes ein Bild der Schule. - Ortsgruppenleiter Thomas nahm in herzlichen Worten Abschied von seinem Parteigenossen. Herr Gräter-Hermuthausen und Direktor Roesler-Igelfingen sprachen für den Elektrizitäts-Gemeindeverband Ingelfingen-Hohebach und gedachten seiner als dem Gründer desselben. Aus dem gleichen Anlaß dankten die Vorstände der Weingärtnergenossenschaft und der Milchverwertung. Für das volle Verständnis und die entgegenkommende Förderung ihrer Belange dankten die Vorstände des Turn- und Männergesangvereins, sowie des Kyffhäuserbundes. Stadtpfleger Pflüger sprach für die städt. Angestellten und betonte das gute Einvernehmen und verständnisvolle Arbeiten mit ihrem Vorgesetzten. Bürgermeister Striffler-Vorbachzimmern hob die Verdienste des Scheidenden um das nachbarliche gute Einvernehmen in Schulfragen hervor. Stadtpfarrer Göltenboth sprach für die ev. Kirchengemeinde. Die ganze Feier wurde festlich umrahmt durch Darbietungen gesanglicher und musikalischer Art durch den Männergesangverein und die Kreismusikkapelle. Tiefbewegt dankte Bürgermeister Schroth allen Erschienenen und besonders den Rednern für ihre Beweise der Anerkennung seiner Arbeit und bemerkte, wie ungern er aus diesem seinem liebgewordenen Wirkungskreise scheide, sei ihm doch Niederstetten eine zweite Heimat geworden, mit der er auch durch Grund und Boden verbunden sei und bleiben werde. Die ihm dargebrachten Glückwünsche für sein und seiner Familie ferneres Wohlergehen erwiderte er für die ganze Einwohnerschaft .Am Abend zuvor fanden sich auch Aufsichtsrat und Vorstand der Landw.- und Gewerbebank Gerabronn bei Aufsichtsratsmitglied Marquardt z. "Krone", um mit dem scheidenden Herrn Bürgermeister Schroth noch im engeren Kreise etwas beisammen zu sein. Bei dieser Gelegenheit ergriff Bankvorstand Rühling das Wort, um namens der Genossenschaft Herrn Schroth für dessen Tätigkeit und Unterstützung als Vorstandsmitglied seit 1926 den wärmsten Dank zu sagen. Herr Rühling entwarf dabei auch einen recht interessanten Rückblick auf die Entwicklung der Genossenschaft und insbesondere der Filiale in Niederstetten. So ist die Zahl der Mitglieder in Niederstetten von 1923-1936 von 71 auf 203 gestiegen und die geführten Konten in Spareinlagen, laufender Rechnung und Darlehen von 217 auf 1511 angewachsen. In seiner Erwiderung betonte der Scheidende starke Verbundenheit mit der Genossenschaft, die er auch gerne als überzeugter Genossenschaftler aufrecht erhalten werde. Auch der Leiter der Bankfiliale in Niederstetten, Herr Willy Schuster brachte in herzlicher Weise seinen Dank für die schöne Zusammenarbeit mit Herrn Bürgermeister Schroth zum Ausdruck. Die an der Feier teilnehmenden Herren der Bank gaben dem Scheidenden ihre besten Wünsche für seinen neuen Wirkungskreis mit auf den Weg.

    Der Franke, 24. 5. 1937

  • 27. Dezember 1937. Weihestunde der NSDAP

    Niederstetten, 27. Dez. (Weihestunde.) Die Ortsgruppe der NSDAP. hielt dieses Jahr zum erstenmale am 23. Dezember in der Turnhalle eine Weihestunde mit Sonnwendfeier für ihre Mitglieder ab, wozu auch die Formationen eingeladen waren. Nach einer längeren Ansprache durch Ortsgruppenleiter Thomas überreichte derselbe einer Anzahl neuer Pg. ihre Mitgliedskarte und verpflichtete sie unter der Fahne auf den Führer in einem erhebend feierlichen Rahmen. Die Weihestunde wurde weiter ausgestaltet durch Chöre der gesamten HJ. und durch Vorträge von Gedichten und Worten führender Männer.

    Der Franke, 27. 12. 1937

  • 27. Mai 1933, Schlageter-Feier

    Niederstetten, 27. Mai. Zur Erinnerung an das heldenhafte Sterben des unerschrocken, mutigen Kämpfers für Recht, deutsche Freiheit und deutsche Ehre, Albert Leo Schlageter - die Stadt war aus diesem Anlaß reich beflaggt - veranstaltete die Ortsgruppe der NSDAP. eine würdige Schlageter-Feier. Es beteiligten sich daran[,] SA., HJ., der freiwillige Arbeitsdienst vom Lager Eichhof, der Gesangverein, die Sanitätskolonne sowie je eine Fahnensektion der übrigen Vereine und der größte Teil der hiesigen Bevölkerung. Kirchenglocken läuteten die Feier ein. Im Schein der Fackeln, unter den Klängen der Stadtkapelle, setzte sich ein langer Zug zum Kriegerdenkmal in Bewegung. Der Gesangverein eröffnete die Feier mit dem Chor: "Das Land meiner Väter". Nun ergriff der Führer der Ortsgruppe der NSDAP, Fr. Thomas, das Wort. Adolf Hitler wolle nicht, daß es den Toten des dritten Reiches gerade so gehe wie den Toten des Weltkrieges, daß ihre Heldentaten vergessen und nicht gewürdigt würden. Horst Wessels Geisterdivision, deren erster einer Albert Schlageter ist, soll nicht umsonst gekämpft haben. Die 10jährige Wiederkehr des Tages, an dem Albert Leo Schlageter auf der Golzheimer Heide starb, sei für uns eine Gelegenheit, ein neues Treuegelöbnis für die Helden des 3. Reiches abzulegen. In diesem Sinne legte er den für Schlageter gewidmeten Kranz nieder. Die Fahnen senkten sich und die Stadtkapelle stimmte das Lied vom guten Kameraden an. Mit dem Horst Wessel-Lied fand die Feier am Kriegerdenkmal ihren Abschluß. In geschlossenem Zug gings zurück zum Marktplatz, wo der Gesangverein unter Leitung von Chormeister Fleckenstein[,] noch verschiedene vaterländische Lieder in gewohnt vorzüglicher Weise zum Vortrag brachte.

    (Vaterlandsfreund, Gerabronn, Nr. 122, 29. 5. 19 1933, S. 4)

  • 28. Januar 1935. Rundfunkwerbetag

    Niederstetten, 28. Jan. (Rundfunkwerbetag.) Der Südfunk war am gestrigen Sonntag mit einem Werbewagen hier zu Gast, wobei das Gesamtergebnis des Tages sicher als gut zu bezeichnen ist. Eingeleitet wurde der Werbetag mit einem Konzert auf dem Marktplatze, welches von 12-15 Uhr von einer Großkraftanlage ausgeführt wurde, sodaß der Lautsprecher in der ganzen Stadt zu hören war. Von 15-16 Uhr war eine Tonfilmvorführung für Kinder und die Turnhalle faßte die Erschienenen kaum. Anschließend zeigten die hiesigen Rundfunkhändler eine gediegene Schau empfehlenswerter Rundfunkempfänger, angefangen vom Volksempfänger bis zum Superhet, beweisend, daß es nun tatsächlich jedem Volksgenossen möglich ist, einen Empfänger zu erwerben. Der Abend vereinigte eine große Zahl Volksgenossen von hier und Umgebung, um die Tonfilmdarbietungen zu hören und zu sehen. Von den Anfängen des Rundfunks im Jahre 1923 bis zur heutigen Zeit in fesselnden Bildern eîne Einrichtung zeigend, welche Stadt und Land verbinden, nicht nur der Unterhaltung dienend, sondern bald ein unentbehrlicher Faktor in allen Lebensfragen, in jedem Hause, ob arm oder reich, sein wird. In diesem Sinne sprach auch Ortsgruppenführer Thomas zu Beginn der beiden Fitmveranstaltungen zu den Anwesenden. Eine besondere Note erhielt die Abenddarbietung durch die Versteigerung eines Volksempfängers, welcher von den ausstellenden Radiohändlern gestiftet wurde, der Erlös der Versteigerung fließt dem Winterhilfswerke zu. Dem überaus großen Interesse nach, das der Werbetag bei der gesamten Bevölkerung gefunden hat, dürfte der Erfolg auch nicht ausbleiben und dem Motto immer näher führen: Rundfunk in jedes Haus.

    Der Franke, 29. 1. 1935

  • 3. Mai 1937. Maifeier

    Niederstetten, 3. Mai. Den Feiertag des deutschen Volkes beging Niederstetten dieses Jahr auf dem Marktplatze. Am Freitagabend wurde der prächtige Maibaum, zum exstenmale geschmückt mit dem Hoheitszeichen und schön gemalten Abzeichen der DAF., der Formationen und Zünfte vor dem Horst Wessel-Brunnen aufgestellt. Die gesamte HJ. sang den Mai ein und führte einen Maitanz auf. Der Horst Wessel-Brunnen war mit viel Liebe ausgeschmückt, wie überhaupt der ganze Marktplatz einen sehr guten Rahmen für die Feier bot. Am Feiertage ging der Festzug um ½ 12 Uhr von der neuen Schule aus durch die reich mit frischem Grün und wehenden Fahnen geschmückten Straßen der Stadt auf den Marktplatz. Durch eine Großlautsprecheranlage wurde die Rede des Führers übertragen. Anschließend brachte die HJ. eine Dichtung zum Vortrag. Ortsgruppenleiter Thomas sprach herzliche Worte zum Gedenken des Tages und konnte an 2 Teilnehmer des Reichsberufswettkampfes: Else Schneider und Josef Wolf eine Ehrenurkunde überreichen. Durch das überaus günstige Wetter, die gute Zusammenfassung des im Zentrum gelegenen Festplatzes herrschte bald eine Kameradschaftlichkeit und Zusammengehörigkeit, die erhebend wirkte und so wird wohl der Marktplatz der geeignete Platz für die künftigen Feiern des 1. Mai darstellen. Eine große Zahl auswärtiger Volksgenossen waren erschienen, um mit uns zu feiern. Die Kreismusikkapelle und der Männergesangverein wetteiferten miteinander in edlem Streite um die Gunst der Zuhörer und ernteten lebhaften Beifall. Unser Heimatsohn, Onkel Dinkel aus Frankfurt a. M,, hatte die Jugend um sich versammelt und spendete ihnen Süßigkeiten. Onkel Dinkel, wie er genannt wird, hat sich schon an Weihnachten die Herzen erobert durch seine reichen Gaben an das WHW. und an bedürftige Kinder. So klang der Feiertag des deutschen Volkes zu Aller Wohlgefallen aus und bildete mit einen Baustein zur Volksgemeinschaft.

    Der Franke, 3. 5. 1937

  • 30. Januar 1934. Generalversammlung des Schützenvereins

    Niederstetten, 30. Jan. (Generalversammlung des Schützenvereins.) Unter dem Vorsitz des seitherigen Vorstandes, Schreinermeister Julius Wolf, fand am 21. Januar im Lokal „Ochsen” die diesjährige Hauptversammlung statt. Aus dem Kassenbericht war zu entnehmen, daß im abgelaufenen Jahr sparsam gewirtschaftet wurde und dem Verein heute noch Barmittel zur Verfügung stehen. Den Aufzeichnungen des Schriftführers ist zu entnehmen, daß der Schießbetrieb des abgelaufenen Jahres zu wünschen übrig ließ. Grund hiefür war jedoch die außerordentliche Inanspruchnahme der Mitglieder im Jahre der nationalen Erhebung. Schriftführer und Ehrenvorstand Weimer gab der Hoffnung Ausdruck, daß das bevorstehende Schießjahr für unseren Verein einen erheblichen Auftrieb bringen möchte. Der seitherige Vorstand Wolf erklärte eine Neuwahl nicht mehr annehmen zu können. Zum letzten Mal wurde nun die seither übliche Wahl durch Abstimmung angenommen und zum Führer des Vereins Josef Fach-Dreischwingen gewählt. Dieser übernahm hierauf den Vorsitz. Er sprach seinen Dank allen im Vereinswesen tätig gewesenen und im Besonderen dem seitherigen Vorstand Wolf aus. Als seine Mitarbeiter bestimmte er: Kassier wie bisher, Bankleiter Willy Schuster, Schriftführer wie bisher, Ehrenvorstand Weimer. Als stellv. Führer wurde Ortsgruppenleiter Thomas, als erster Schießleiter wie seither, Truppführer Neubert, und als Ersatz Hermann Scharpf und Gottlob Linder und als weitere Mitarbeiter wurden die seitherigen Ausschußmitglieder bestimmt. Im neuen Jahr soll vor allen Dingen der weitere Ausbau der Schießanlage durchgeführt werden. So im Besonderen die Anbringung von Zugscheiben. Den Formationen der SA. wurde die Schießanlage zur Verfügung gestellt. Jedoch sind mit diesen noch besondere Verhandlungen wegen der Benützung zu pflegen. Der Führer des Vereins schloß die Versammlung mit dem Wunsche, daß das neue Schießjahr im erwachten Deutschland auch mit Hinsicht auf die Wichtigkeit des Schießsportes seinen Aufstieg zeigen möge. Mit einem Sieg Heil auf den Führer schloß die Versammlung.

    Der Franke, Nr. 24, 30. 1. 1934

  • 4. November 1933, Wahlveranstaltung der NSDAP für Landwirte

    Niederstetten, 10. Nov. Am vergangenen Samstag [4. November] hat die Ortsgruppe [der NSDAP] zu einer Wahlkundgebung in der Turnhalle aufgerufen, die besonders für die Landwirte gedacht war. Als Redner waren darum auch Pg. Landwirt Schühle-Wolfenbrück gewonnen. Der Besuch gerade von seiten der Landwirte, war derart gering, daß man annehmen mußte, die hiesige bäuerliche Bevölkerung hat den neuen Zeitgeist noch nicht erfaßt. Was besonders deutlich vom Ortsgruppenführer, Pg. Thomas, wie auch vom Hauptredner, der doch zu seinen Standesgenossen sprechen wollte, zum Ausdruck gebracht wurde. Beide waren der Auffassung, daß dieses Verhalten ein Einzelfall bleiben möge. Die Ausführungen des Redners fanden begeisterte Zustimmung. Er befaßte sich in der Hauptsache mit der Abstimmung am 12. November und warum mit "Ja", um kein Volks- und Vaterlandsverräter zu werden.

    (Der Franke, Gerabronn, Nr. 264, 11. 11. 1933, S. 3)

  • 4. November 1935. Angliederung des Niederstettener Stützpunkts des Deutschen Luftsportverbands

    Niederstetten, 4. Nov. Der Stützpunkt Niederstetten des Deutschen Luftsportverbandes, welcher bisher zur Ortsgruppe Künzelsau gehörte, wurde am Samstag abend der Ortsgruppe Schwäb. Hall angegliedert. Aus diesem Anlasse war Ortsgruppenleiter Roesler der Ortsgruppe Künzelsau und Ortsgrf. Schäfer der Ortsgruppe Hall mit zahlreichen Kameraden nach Niederstetten gekommen. Der Uebergabeakt fand im fürstlichen Marstall statt, in welchem die Werkstätte des Stützpunktes untergebracht ist. Einem Propagandamarsche durch die Stadt folgte anschließend ein Kameradschaftsabend im Lokal Melber. Ortsgrf. Roesler begrüßte die Anwesenden, unter welchen sich viele Gäste anderer Formationen und Organisationen befanden und gab einen Ueberblick über das bisherige Schaffen des Stützpunktes Niederstetten; ein beinahe fertiges Segelflugzeug zeuge von dem Fleiße. Leider seien die Arbeiten nur langsam vorangegangen, da die Reihen der Angehörigen bald wieder auseinandergerissen wurden. In weiteren Worten wies er auf die Bedeutung der Segelfliegerei hin und betonte, daß dieselbe durch die Wehrfreiheit absolut nicht überflüssig geworden sei, sondern im Gegenteil den Einsatz aller Kräfte benötige. Seine Einladung an die anwesenden Gäste zum Beitritt als passive Mitglieder war von gutem Erfolg gekrönt. Ortsgrf. Schäfer-Hall, Bürgermeister Schroth und Ortsgruppenleiter der NSDAP., Thomas-Niederstetten, sagten ihre Mitarbeit am weiteren Ausbau des Stützpunktes des DLV. in ihren anschließenden Ausführungen zu, da doch Niederstetten für die Fliegerei ganz besonders günstige Verhältnisse hätte. Ein Film zeigte die Einweihung der Fliegerschule Hornberg. Kameraden der Ortsgruppe Hall brachten durch humorvolle Lichtbilder aus dem eigenen Fliegerleben Stimmung in den Abend. Möge dem Stützpunkt Niederstetten des DLV. durch neue Arbeitskräfte frischer Impuls und segensreiches Wirken für. unseres Vaterlandes Größe beschieden sein.

    Der Franke, Nr. 259, 5. 11. 1935

  • 5. August 1937. Begrüßung des neuen Bürgermeisters, Karl Weber

    Niederstetten, 5. Aug. Die Ortsgruppenleitung der NSDAP., die Politischen Leiter und die Formationen ließen es sich nicht nehmen, gestern Abend den am ersten August aufs gezogenen neuen Parteigenossen, Bürgermeister Weber mit seiner Familie in ihrer Wohnung zu begrüßen. Ortsgruppenleiter Thomas sprach den Willkommgruß, für welchen sich Bürgermeister Weber herzlich bedankte und die Gewißheit aussprach, daß seine Familie und er sich bald in Niederstetten heimisch fühlen werden, wenn auch der Abschied von Adelberg noch nachklinge, nachdem ihnen in der kurzen Zeit schon so viele Beweise aufrichtiger Zuneigung zuteil geworden seien und besonders auch für die heutige Ehrung. Die Ortsgruppenkapelle brachte noch ein kurzes Ständchen, in welches Chöre der HJ. eingeflochten waren und welchem zahlreiche Volksgenossen beiwohnten.

    Der Franke, 6. 8. 1937

Seite 1 von 2

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.